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Naturköderangeln von driften Boot,
nichts außergewöhnliches auf der Ostsee, doch auf
der Nordsee vor Anker... .
An der niederländischen Küste, ist das Angeln vom
verankerten Boot mit Naturködern äußerst populär.
Der kleine Unterschied zur Ostsee wo Drift oder
Strömung ein wichtige Rolle zum Fangerfolg
beitragen,
ist der starke Gezeitenstrom auf der Nordsee ständig
vorhanden.
Und somit weicht die Taktik, das Gerät und die
Montage erheblich vom Naturköderangeln auf der
Ostsee ab.

Kommen beim Driftfischen auf der
Ostsee bis zu 3m Lange Nachläufersysteme zu Einsatz,
sind es auf der Nordsee eher paternosterartige
Naturköder Montagen.
Montagen

1.Uptide
System mit 3 Abstandhaltern aus Kunststoff (für
Plattfisch) od. Metall (für Dorsch)

Die Kunststoffabstandhalter
bekommt man in all erdenklichen Farben, man sollte
immer eine kleine Auswahl dabei haben damit man
nicht einen Schneidertag erlebt. Doch eine Farbe
sollte im Sommer nie fehlen, Rot wirkt auf Seezungen
wie ein Magnet in Verbindung mit roter Mundschnur,
unschlagbar fängig.

Möchte man seine Montagen selber
binden sind frei auf der Schnur laufende
Abstandhalter (2) die erste Wahl.
Geknotete Abstandhalter (1) neigen bei der starken
Strömung zu verwickeln und vertüdeln, die Folge:
Schnursalat

2.Downtide
Das sogenannte Weegschaal-System (Waage), entwickelt
zum Plattfischangeln.

Direkt über dem Blei befindet sich
ein "Extending boom" (Abstandhalter mit zwei
Mundschnüren). Um die Fängigkeit zu steigern
montiert man etwas höher noch einen weiteren
Abstandhaltern, auf diesen beißen oft die vertikal
schwimmenden Meeresbewohner( Dorsch, Wittling & Co.)

Um die Uptide-Montage am
Angelplatz zu halten wird ein Krallenblei verwendet
das Gewicht muss den Strömungsverhältnissen
angepasst werden. Fischt man Downtide über ebenen
Sandgrund reicht ein Kugelblei mit dem
entsprechenden Gewicht, nur bei unebenen oder
abfallenden Grund kommen auch hier Krallenbleie zu
Einsatz.
Rute und Rolle
Rolle:
Eine robuste Meeresrolle der Größe 6000 mit
einwandfrei laufender Bremse ist ein Muss.
Bespult mit einer 45er monofilen oder eine 15er
geflochtene Schnur hat die Rolle bei dieser Form der
Angelei einiges zu Leisten.

Um den Anbiss des Fisches besser
wahr zu nehmen, kommen hier spezielle Uptide-Ruten
zum Einsatz (...es könne auch mittlere Pilkruten
verwendet werden
WG 250g).
Um die Montagen problemlos auswerfen zu können
empfiehlt sich eine Länge von 3m.
Das Wurfgewicht dieser Uptide-Ruten z.B. 0-300g,
weisen auf ein starkes Rückrat mit sensibeler Spitze
hin.

So ausgerüstet kann einer Uptide
Tour nichts im Wege stehen, wenn nur nicht noch das
Wörtchen "Wie" dem Fangerfolg im Wege steht.
Die Taktik

Uptide
(gegen die Gezeitenströmung)
Wie das Wort schon sagt wird entgegen der Strömung
geangelt, das heißt die Montagen werden so weit wie
möglich in Richtung Anker geworfen.

Um die Montage in gesamter Länge
am Grund zu halten wird nach dem Einwurf noch ein
Schnurbogen gelegt, je nach Strömung etwa 40-70m
lang (siehe Zeichnung: U).
Downtide
Die andere Variante vom verankerten Boot zu fischen
ist Downtide sprich die Montage wird in Richtung der
Strömung geworfen. Der große Schnurbogen fällt bei
der Methode weg, nur um auch diese Montage so nahe
wie möglich am Grund zu halten sollte nach dem
Auftreffen der Montage Schnur gegeben werden damit
der obere Haken nicht zu weit über dem Grund und
somit auch außerhalb der Beißzone baumelt.

Bei beiden Methoden ist ein
Anschlagen nach dem Anbiss überflüssig aufgrund da
vielen Meter Schnur die im Wasser liegen. Die Fische
haken sich selbst, um ein Ausschlitzen bei größeren
Exemplaren zu verhindern ist nicht nur
Fingerspitzengefühl gefragt auch eine gut
eingestellte Bremse ist das A und O beim Drill.
Köder
Abhängig von der zu erwartenden Fischart ist die
richtige Köderwahl.
Für Seezunge, Kliesche & Co haben sich
Seeringelwürmer und Messermuscheln oder ein Cocktail
aus beiden bestens bewährt.

Für Dorsch, Wittling, Wolfsbarsch
& Co. sind Wattwürmer das non plus ultra. Im Winter
wenn die Dorsch und Wittlingschwärme wieder Einzug
halten sind Tintenfischstreifen zusätzlich zum
Wattwurm ein fängiger Mix am Haken.

Zur besten Angelzeit im Frühjahr
und Herbst sollte man von jeder Ködersorte etwas
dabei haben.
Der Lohn eine gut gefüllte Fischkiste mit allen
Delikatessen der Nordsee.

Rob,
Redaktion angelmagazin.com
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