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Die Super-Woche am Lyngenfjord Teil 2

An den ersten beiden Tagen am Lyngenfjord waren wir noch der Ansicht , dass wir unbedingt zu den Gezeitenwechseln raus fahren mussten , um Erfolg bei den Fischen zu haben ! Das taten wir auch und fingen auch gute Fische .Darunter einen Dorsch von 23 Pfund in ausgenommenen Zustand !

 

 Doch das wurde Heinz , Ede und mir allerdings bald zu stressig !
Und so kamen wir zu dem Entschluss , ab dem dritten Tag schlafen wir aus und fahren auf das Wasser , wenn wir fit genug dafür sind ! Es sollte sich herausstellen , dass die Fische auch bei ablaufendem Wasser in Beißlaune waren !

Wir steuerten an diesem Tag eine Kante an , die wir durch Zufall fanden . Und zwar in der Nähe eines GPS – Punktes , den uns ein erfahrener Nordkap – Angler mit auf den Weg gab ! Diesen Punkt wollten wir auch eigentlich anfahren , da dort vor zwei Jahren gute Steinbeißer gefangen wurden . Doch mitten auf dem Weg dorthin stoppte Heinz das Boot , weil er auf dem Echolot eine Kante entdeckte !

              

Sie begann bei ca. 60 Metern und stieg auf 25 Meter an , mitten auf dem Fjord , der sonst bis zu 260 Meter tief sein konnte ! Wir versuchten unser Glück mit den selbstgebauten Naturködermontagen zum Schleppen und gleich bei der ersten Drift fingen wir stattliche Lumbs mit bis zu 6 Kilo Gewicht !

 

Das ist schon eine Menge für diesen Fisch ! Auch Steinbeißer sollten wir dort an dieser Kante , den wir aber seitdem immer Lumbkante nannten , an unsere Köder bekommen ! Insgesamt fingen wir an diesem Tag 8 Lumbs , 3 Steinbeißer , 2 Lengfische und einige Rotbarsche und Schellfische , jedoch keinen einzigen Dorsch !

 

Wir hatten bis dahin schon festgestellt , dass die mittelgroßen Dorsch einfach komplett fehlten , also Fische von 50 bis 70 cm und ca. 3 Kilo ! Zum Abschluss des Tages filetierten wir unsere Beute und verleibten uns noch das mitgebrachte Gulasch ein , welches Angelika ( Heinz ´s Lebensgefährtin ) für uns schon daheim gekocht hatte ! Diese leckere Stärkung hatten wir uns auch verdient an diesem Tag !
  Man muss noch zwischenzeitlich den Tagesablauf näher beschreiben , den man bei solch einem Angelurlaub einhalten sollte , um auch etwas für Zuhause mitnehmen zu können : Der Fang vom davor liegendem Tag , die Filets meine ich , sollten nach einem Salzwasserbad ( dadurch bindet das Fischfleisch schön ab ) in einem Drahtkescher abtropfen , und das über Nacht !

                   

So kann man morgens , nach dem Frühstück , die Filets in Pfannenportionen eintüten und ohne Wasserreste einfrieren ! Wenn das geschehen war , konnten wir bis zu 12 Stunden angeln gehen und zum Schluss den Fisch versorgen . Die Tage hatten im Schnitt etwa 16 – 18 Wachstunden !  

 

                    

Was uns vielleicht dabei geholfen hat , diese langen Tage zu meistern , war die nie ganz untergehende Sonne ! Es war niemals dunkel am Nordkap in der Woche zwischen dem 06.08.- und dem 13.08. , höchstens etwas dämmrig !  
Am nächsten Angeltag fingen wir wieder recht ordentlich , unter den Fischarten waren Rotbarsche, Schellfische, Wittlinge, Lumbs und der erste Steinbeißer von Ede !
Das Lächeln von ihm zeugt von seinem langen Warten auf diesen tollen , aber hässlichen Fisch , der aber sensationell schmeckt !

 

Gegen Ende des Angeltages wollten Ede und ich noch nicht aufhören , Heinz dagegen war für heute zufrieden und machte schon mal Essen fertig .
Wir beschlossen , es einmal mit einer Drift direkt vor der Haustür zu versuchen , wo so ziemlich alle ihre Fischreste und Abschnitte auf dem Weg in die Fanggründe entsorgten : müsste doch eigentlich ein Futterplatz der ersten Güte sein ! Und tatsächlich , wir bekamen Bisse : Rotbarsche und Schellfische waren die Beute !

 

 Bei einer neuen Anfahrt und neuer Drift bekam ich einen Hammerbiss , ich glaubte , wieder einen großen Dorsch an der Rute zu haben . Vehement wehrte sichte der Fisch am Ende der Leine gegen den Zug nach oben , ganze 5 Minuten brauchte ich , um den Fisch auszudrillen ! Doch was da an die Wasseroberfläche kam , überraschte mich doch sehr : ein Heilbutt , der erste im ganzen Camp gefangene !

Die selbstgebauten Schleppmontagen hatten sich also bewährt , fast jeder größere Fisch wurde auf diese Methode gefangen !


 

Um sie zu beschreiben bedarf es nicht viel : An der 30 lbs Rute wurde die stabile Multirolle mit geflochtener Schnur montiert , nach dem Knotenlosverbinder knüpften wir die Montage mit zwei Wallerhaken , über die wir Leuchtoktopusse befestigten und Filets von Köhlern als Naturköder, insgesamt war die Montage ca. einen Meter lang , am Ende der Montage kam ein etwa 500 g schweres Bananenblei , um nicht allzu oft am stark zerklüfteten Boden hängen zu bleiben !

 

Bei einer Drift wurde das Blei mit ständigen Bodenkontakt hinter dem Boot hergezogen und ab und an Schnur nachgelassen ! Meist dauerte es nicht sehr lange , bis man einen Biss verspürte , ähnlich wie beim Grundangeln Zuhause in See oder Fluss !
War einmal über längere Zeit nichts los , warfen wir zur Abwechslung unsere mit leichten Pilkern bewaffneten Spinnruten aus und fingen Köhler bis ein Kilo wie wir wollten ! Ehrlich , diese Fische waren im ganzen Fjord ohne Mühe zu fangen : Pilker auswerfen , absinken lassen , zügig einholen , Biss ! Wenn einmal kein Fisch biss , war das schon ein kleines Wunder !
Hier noch paar Fotos von der wunderschönen Landschaft in Norwegen bei herrlichen 26° in der Sonne

   

   

Ein Bericht von Dirk Koralewski (Kosta)

   

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Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

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