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Werfen mit der Multirolle - keine Hexerei!

 



Gehören Sie auch zu denjenigen, welche eine Multirolle besitzen, die langsam aber sicher Staub ansetzt? Weil jedes Mal, wenn Sie damit fischen, der Ärger vorprogrammiert scheint und die berühmt-berüchtigte Perücke nicht lange auf sich warten lässt?

Schade eigentlich und unnötig, denn wenn einige wenige Punkte Beachtung finden, macht beim Fischen mit Kunstködern und beim Vertikalangeln keine andere Rolle so viel Spass wie die Multirolle. Versuchen Sie es doch selbst einmal.

Um unbeschwert die Vorzüge einer Multirolle geniessen zu können, sollten Sie unbedingt bereits beim Kauf auf die richtige Rollengrösse achten. Hier entscheidet sich, ob Sie künftig Spass an Ihrer Rolle haben oder ständig mit den Tücken des Objektes kämpfen.

Die meisten Multirollen, mit denen geworfen wird, werden zu gross gekauft. Da während des Wurfes mit der Multirolle das Wurfgewicht die Spule beschleunigen muss, ist es entscheidend, dass die Gewichte von Spule und Wurfobjekt nicht zu nahe beieinander liegen. Lassen Sie sich deshalb von jemandem beraten, der wirklich selber mit der Multirolle fischt und etwas von der Sache versteht.

Für Wurfgewichte unter 15 Gramm eignen sich nur wirklich kleine Multirollen und das problemlose Werfen von 10 Gramm und weniger ist nur mit ganz wenigen Rollen mögli

Wenn es ans Fischen geht, muss die Rolle auf das jeweilige Wurfgewicht abgestimmt werden. Jede Multirolle, die fürs Werfen gedacht ist, verfügt über eine oder mehrere Vorrichtungen, die das Überlaufen der Spule beim Wurf verhindern sollen.

Die erste und wichtigste Einstellmöglichkeit ist die Reibungsbremse. Die Reibungsbremse drückt seitlich auf die Spulenachse und bremst dadurch die Spule während des ganzen Wurfes mehr oder weniger stark ab; richtig eingestellt verhindert sie ein Überlaufen vor allem am Ende des Wurfes.

Eingestellt wird die Reibungsbremse folgendermassen: Montieren Sie Rute und Rolle und das Wurfgewicht; ziehen Sie das Wurfgewicht so dicht als möglich an die Rutenspitze heran. Wenn Sie nun die Freilauftaste drücken und die Rute ruhig halten, so sollte das Gewicht des Wurfkörpers nicht in der Lage sein, herunterzufallen bzw. die Spule in Bewegung zu setzen.


Ziehen Sie die Reibungsbremse so weit fest, dass sich die Spule erst mit einem kleinen Rucken der Rutenspitze in Bewegung setzt und das Gewicht kontrolliert nach unten fällt.

Viele Multirollen verfügen über eine weitere Überlaufsicherung in Form einer Zentrifugal-, einer Magnet- oder - wie bei den neuesten Shimano-Modellen - sogar einer elektronischen Bremse. Diese Bremsen verhindern vor allem ein Überlaufen der Spule zu Beginn des Wurfes, wenn die höchsten Drehzahlen erreicht werden (bis 20'000 und mehr Umdrehungen pro Minute).

Wenn Sie noch nicht ein geübter Multirollenwerfer sind, so stellen Sie diese zweite Bremse immer auf die höchste Stufe ein. Übung macht auch hier den Meister. Sind Sie mit der Materie vertrauter, so können Sie die Reibungsbremse und auch die zweite Bremse jeweils schrittweise lösen und so grössere Weiten erreichen. Die grössten Wurfweiten sind mit einem runden, weichen Wurfstil möglich, bei dem auch die Bremsen entsprechend minimal eingestellt werden können.

Mit der Multirolle kann aber auch aus dem Handgelenk heraus geworfen werden, allerdings sind dann keine Maximalweiten möglich, da die Bremsen stärker eingestellt sein müssen.

Viel Spass und "Petri Heil"! Und nicht vergessen: Kaufen Sie Ihre Multirolle nicht zu gross!


Dieser Bericht wurde uns freundlicher Weise von HRH Fishing Hebeisen – Fishing Tackle/Zürich zur Verfügung gestellt!


Copyright by HRH Fishing Hebeisen – Fishing Tackle/Zürich


 

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