Hey Leute, ich
möchte Euch in dem nun folgenden Bericht von den
vielseitigen Angelmethoden in Kanada berichten. Ich
selber war im Jahr 2006 in Vancouver.
Von dort aus bin
ich bin ich für drei Wochen nach Vancouver Island
aufgebrochen, welche die westlich von Vancouver an
der Küste vorgelagerte Insel ist. Dort habe ich mit
einem Freund, der dort zu Uni geht, eine Tour
gemacht und wir erkundeten die Insel und die
wunderbare Natur von British Columbia. Wie schon
kurz angesprochen, so gibt einem das Land eine
Unmenge von Möglichkeiten, um auf die
verschiedensten Fische zu angeln. Zuerst wollten wir
unser Glück auf den Lincod, welcher in Kanada zu den
schmackhaftesten und begehrtesten Fischen zählt,
versuchen. Nachdem wir uns im Walmart mit den dazu
benötigten Angelzubehör eingedeckt hatten, gingen
wir in den Hafen von Victoria, um dort unser Glück
zu versuchen. Leider hatten wir jedoch keinen
Erfolg, was mit Sicherheit mit einem am Hafen
liegenden Schlingpflanzengürtel zu tun hatte. Wir
konnten allerdings ein paar Greenlings fangen. Auch
wenn der Tag nicht gerade den dicksten Fisch
brachte, so erinnere ich mich noch ganz genau an
diesen Abend, denn die Natur mit den am Horizont
liegenden Rocky Mountains und der im Westen
untergehenden Sonne war ein wirklich toller
Anblick.


In den nächsten Tagen besuchten wir einige Seen in
der Umgebung, wobei wir zu beachten hatten, dass wir
vor 7 Uhr morgens und nach 7 Uhr abends wieder am
bzw. besser Im Auto seien sollten. Das lag daran,
dass Vancouver Island die weltgrößte Pumapopulation
hat und der Katzeninstinkt auch vor blöden Touristen
keinen Halt macht. Bei strahlendem Sonnenschein
konnten wir ein paar schöne Forellen fangen. Am
späten Nachmittag konnten wir des weiteren Schwarz-
und Sonnenbarsche überlisten, auch wenn der ganz
große noch ausblieb.




Leider hatten wir vergessen auf die Uhr zu schauen
und wir mussten so feststellen, dass es bereits halb
8 war :D. Bewaffnet mit dem Filletiermesser machten
wir uns auf dem Weg zum Auto. Komischerweise bewegte
sich nun jeder Busch und überall raschelte es. Schon
nach den ersten 10 min konnten wir allerdings rechts
von uns ca. 30 m einen Puma entdecken. Zum Glück
hatte dieser in dem Moment aber keinerlei Interesse
an uns und so verzog er sich wieder in das Gebüsch.
PUHH!!! Nach dem Abwischen unserer Schweißtropfen
rannten wir nun bis zum Auto, welches wir nach
kurzer Zeit erreichten. Am nächsten Tag stand Whale
Watching auf dem Tagesplan, auch wenn das nicht
direkt zum Angeln zählt, so möchte ich euch doch
kurz davon berichten und euch ein paar Fotos zeigen.
Als wir morgens früh aufwachten, machten wir uns auf
den Weg zum Hafen, um mit den PS- starken Booten
hinauszufahren. Die ganze Zeit konnten wir den am
Horizont liegenden Mount Baker sehen, welcher sich
in den USA befindet. Diesen kann man allerdings von
überall erblicken.


Nun wollten wir die für Kanada berühmten Lachse
finden und so riefen wir einen Freund an, welcher
ein Boot hatte und wir fuhren im Süden der Insel
hinaus, um auf den König der Lachse zu fischen.
Leider spielte das Wetter an diesem Tage nicht mit.
Auch wenn die Sonne am Himmel stand, so waren die
Wellen einfach zu hoch um vernünftig fischen zu
können( Schade, denn dies war der einzige Tag, wo
wir das Boot hatten ). Wir machten uns wieder in
Richtung Hafen auf und versuchten noch einmal unser
Glück in Ufernähe, wo wir prompt Bisse bekamen.
Allerdings fingen wir keine Lachse, sondern einen
kleineren Lincod und schöne Greenlings. Am nächsten
Tag fuhren wir mit dem Auto in einen ca.300 km
entfernten Hafen, um auch dort ein wenig zu fischen.
Außer den Greenlings und ein paar größeren Krebsen
lies sich leider nichts an den Haken bekommen. Doch
kurz vor dem Ende musste ich noch einmal „Pumpen“
Ich wusste nicht was ich daran hatte, da es nicht
zappelte aber ich wusste, dass es schwer war. Ich
weiß nicht genau, aber ich glaube, ich weiß jetzt,
wo Bikini Bottom liegt, denn was da zum Vorschein
kam erinnerte mich stark an Spongebob bzw. Patrick.



Als auch dieser Tag schon wieder viel zu schnell zu
Ende
gegangen war, überlegten wir uns, was man nun noch
machen könnte. Wir wussten, dass die Sockeyelachse
einen im Norden liegenden Fluss hinaufstiegen, doch
das war ziemlich weit weg und so entschlossen wir
uns, einmal mit der Fähre auf eine kleinere
Nachbarinsel zu fahren. Selbstverständlich mit der
Angel, diesmal nahmen wir jedoch die zu Anfang
gefangenen Greenlings und hingen sie an ein
Drahtseil mit Heilbutthaken um was Größeres an den
Haken zu bekommen. Schon nach kurzer Zeit schlugen
die kräftigen Meeresruten, welche wir in die
Steinritzen gesteckt hatten aus wie Matchruten.

Nach einem
kräftigen Anschlag drillten wir und konnten einen
schönen Hundshai fangen. Im Laufe des Tages konnten
wir insgesamt 5 von diesen kampfstarken Fischen
haken und waren am Abend doch recht zufrieden, auch
wenn wir die Metergrenze nicht knacken konnten, da
unsere Fische immer um die 99cm bzw. 97cm hatten.
Egal wie wir Maß nahmen, die Fische wurden und
wurden nicht länger. Desweiteren konnten wir in dem
glasklaren Wasser noch dicke Krebse ausmachen,
welche sich mit dem größten Vergnügen an den
Fischfetzen festhielten. Hiervon packten wir auch
welche ein, um sie am Abend zu verzehren. Das war
schon ein anderes Kaliber als beim Italiener um die
Ecke. Sie schmeckten einfach vorzüglich.

Nach einem
angelfreien Tag machten wir uns noch auf, um an
einen Fluss zu fahren (auch hier mussten wir auf die
Pumas achten)!
Bepackt mit leichten Spinnruten gingen bzw.
rutschten wir eine Böschung herunter und standen nun
an einem kleinen, aber wirklich schönen Bachlauf.
Leider war es der falsche Monat, um wirklich schöne
Lachse zu erwarten. Wir fingen jedoch ein paar
kleinere Forellen und auch ein paar Lachse, welche
aber leider nicht über 20 cm groß waren. Es war
schon mehr als angenehm, bei dieser Hitze mit seinen
Schuhen inmitten eines Baches zu stehen und zu
spüren, wie das kalte Wasser einem die Zehen
umspült.

Wie ihr auf dem
Bild unten seht, sind es nicht die dicksten Fische
gewesen, allerdings war dies die mit Abstand
schönste Forelle die ich bisher fangen konnte.

Soo, das war es
eigentlich mit dem Angeln in Kanada. Ich hoffe, dass
euch mein kleiner Einblick in dieses Land gefallen
und vielleicht auch neugierig gemacht hat.
Also bis bald,
viele Grüße Euer
Thorsten
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
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um die Fischwaid
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