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Hallo Barschfreunde !
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Ich möchte euch einige Fangmethoden
und die dazugehörigen Köder und
Montagen vorstellen ! Sicherlich
sind die meisten Techniken alt her
gebracht und fast allen bekannt ,
dennoch gibt es bestimmt einige
Neuigkeiten , die noch nicht
geläufig sind ! Außerdem sind unsere
jungen Angelfreunde neugierig auf
Tipps und Tricks von uns „alten
Hasen“! Dieser Bericht ist in
mehrere Abschnitte unterteilt und
wird nach und nach veröffentlicht !
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1 . Teil Einführung
Dann fangen wir einmal an :
Flussbarsche (Perca fluviatilis)
sind in fast allen unseren Gewässern
mehr oder weniger stark vertreten .
Er lebt genauso gern im Fluß wie in
Seegewässern oder Kanälen , und zwar
überall in Europa ! Er hat einen
massigen Körper im Gegensatz zu dem
relativ kleinen Kopf mit den großen
Augen und dem mit etlichen Zähnen
bewaffneten Maul ! Charakteristisch
für den Barsch sind auch die dunklen
5- 8 Querstreifen über den Flanken
und seine zwei Rückenflossen , wovon
die vordere , größere mit harten
Stacheln besetzt ist (also Vorsicht
beim abhaken) !
Die jungen Barsche ernähren sich
noch von Plankton , bis sie so groß
und gierig werden , um nach
wirbellosen Tieren oder kleinen
Brutfischen zu jagen ! Ich habe
selbst schon erlebt , wie ein
vielleicht 10 cm großes Barschbaby
hinter meinem 15 cm großen
Gummifisch her geschwommen kam und
ihm in den Schwanz biss ! Soll
heißen , die Burschen haben keinen
Respekt vor größeren Ködern !
Die erwachsenen Barsche jagen dann
gezielt Fische , und das in Gruppen
! Ja , die Barsche jagen sozusagen
im Verbund , das werdet Ihr sehen ,
wenn Eurem Köder eine ganze Meute
hinterher schwimmt und einer dem
anderen den Erfolg missgönnt !
Erst die älteren , großen Barsche
werden zu Einzeljägern , sie halten
sich aber trotzdem in der Nähe der
jungen Bande auf , nur etwas
versetzt und eventuell in tieferem
Wasser ! Vielleicht ist das so ,
damit die Kleinen für sie die Arbeit
machen und die Fische aufscheuchen ,
damit gegebenenfalls einer der
Futterfische in die Richtung flieht
, wo der Große dann nur noch sein
Maul aufzureißen braucht !
Was für Barschfans ganz wichtig ist
, unser Liebling darf das ganze Jahr
hindurch beangelt werden ! Es
besteht keine Schonzeit für Barsche
, da sie zu den sich gut
vermehrenden Fischen gehört ! Auch
gibt es kein Mindestmaß , das man
einhalten muß (Aber im Ernst , wer
möchte denn kleine Fische fangen ,
wenn sie nicht als Köderfische
genutzt werden sollen ? Barsche sind
nämlich vorzügliche Köfis für Hechte
und Großbarsche ! Jaja , sie fressen
sich auch gegenseitig) ! |
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Unser Zielfisch hält sich im Fluss
nicht direkt in der Strömung auf ,
sondern er sucht die eher ruhigeren
Plätze wie Buhnenkessel oder
Nebengewässer auf ! Das kann ein
Hafen oder ein Altarm sein ! Bei
wärmeren Wassertemperaturen kann man
sie eher näher am Ufer erwischen
oder an Steinpackungen , woraus ja
die meisten Buhnen gebaut wurden .
Im kühleren Wasser (so ab 12 bis
15°C) sollte man sie lieber in den
tieferen Regionen suchen !
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Im Kanal oder im See schwimmen sie
eigentlich überall herum , im Sommer
etwas flacher , im Winter etwas
tiefer !
Auf die Jagd nach Barschen kann man
mit vielen verschiedenen Ködern und
einigen unterschiedlichen Methoden
gehen ! Das wären : Die Spinnangelei
, das Angeln mit der Posenrute , das
Schlepp - und Zockerangeln vom Boot
oder an geeigneten Ufern !
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2 . Teil Materialwahl
Wir beginnen mit der Spinnangelei :
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Als erstes zur Rutenwahl : Wir
benötigen keine ganz spezielle
Barschrute , das heißt , es sollte
eine Rute sein , die zwischen 2,00
und 2,70 Meter lang ist , sie sollte
relativ leicht sein , so dass man
eine Strecke am Wasser ohne
Muskelkater am nächsten Tag
zurücklegen kann .
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Das Wurfgewicht der Rute sollte
zwischen 5 und 25 Gramm angegeben
sein , um auch einmal Twister und
Gummifische in der 20 Gramm-Klasse
auswerfen zu können ! Das reicht
meiner Meinung nach vollkommen aus !
Natürlich kann man auch stärkere
Ruten benutzen , nur ist dabei der
Köderkontakt nicht so gut zu fühlen
!
Als nächstes wählen wir die Rolle :
Auch hierbei muss man sich nicht das
Nonplusultra anschaffen , eine
normale Spinnrolle in der 2000er
Klasse mit einer Schnurfassung von
100 Metern 20er monofiler Schnur
langt allemal ! Schon aus dem Grunde
, weil wir die Köder nicht viel
weiter als 20-25 Meter auswerfen
können , bei den niedrigen Gewichten
, die wir fischen ! Außerdem machen
Barsche nicht allzu große Fluchten
wie z.B. der Hecht oder die Rapfen !
Wenn die Spule jetzt mit einer guten
monofilen Schnur mit einer Tragkraft
von 2,5-3,5 Kg bespult wird , stehen
schon 120 Meter zur Verfügung ! Es
wäre eventuell noch gut , wenn die
Rolle ein großes Schnurlaufröllchen
besitzt , was aber bei den modernen
Rollen eigentlich normal ist ! Zum
Spinnfischen gibt es allerhand
geeignete Köder , die sich in den
Gruppen Spinner , Twister , Blinker
, Wobbler und Gummifischen aufteilen
, manchmal lohnt es sich eher , mit
einem Naturköder zu angeln , die da
wären Wurm , Made , Köderfisch ! |
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Zum
Posenangeln brauchen wir
eine längere Rute , damit
wir die Montagen auch an den
richtigen Platz befördern
können . Sie soll zwischen 3
und 5 Meter lang sein ,
damit man längere Vorfächer
oder Montagen mit
feststehender Pose gut
auswerfen kann . Das
Wurfgewicht sollte 10 – 25 g
betragen !
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Es ist dabei
ziemlich egal , was für eine Aktion
die Rute hat , weil wir mit einer monofilen Schnur angeln , die Stösse
und Fluchten des Fisches mit ihrer
Dehnungsfähigkeit abfedern kann ,
außerdem haben wir ja auch eine
Rollenbremse , die zum Anhieb stark
genug und zum Drillen weich genug
eingestellt wurde ! Die Rolle kann
die gleichen Eigenschaften besitzen
, wie diejenige , die wir auch zum
Spinnfischen verwenden ! Die
Schnurklasse ist auch wie beim
Spinnfischen zu wählen ! Zur
Ausrüstung gehören dann noch
Laufposen bis 8 g Tragkraft
,Schnurstopper , feststehende Posen
in verschiedenen Größen , Lauf – und
Schrotbleie , Wirbel und
Vorfachhaken bis Größe 6 !
Wir können auch mit der Stipprute
auf Barsche gehen , dazu benötigen
wir eine unberingte Rute zwischen 4
und 5 Metern und eine
dementsprechend lange Hauptschnur in
der 16er bis 18er – Klasse ! Dazu
eine festsitzende Pose , Wirbel ,
Schrotbleie und Vorfachhaken in
verschiedenen Größen !
Die gute , alte Wasserkugel sollten
wir nicht vergessen , wenn wir
wissen , dass die Barsche an einem
Barschberg stehen , der sich weit
von unserem Angelplatz entfernt
befindet ! für diese Montage
benötigen wir eine gut sichtbare
mittelgroße Wasserkugel , Wirbel ,
Schrotbleie und Vorfachhaken !
Zum Schleppangeln benötigen wir eine
Rute , die etwas stärker als die
Spinnrute sein sollte , vor allem
sollte sie eine Parabolische Aktion
haben , das heißt , sie hat eine
über den ganzen Blank verteilte
Aktion ! Das ist nötig , um den
Wasserwiderstand des Köders
abzufangen und den eventuellen Biss
eines Barsches ! Auch die Rolle und
die Schnur können stärker gewählt
werden , um einen unerwarteten
Hechtbiss auch noch verwerten zu
können ! Deshalb ist ein
Stahlvorfach beim Schleppen
eigentlich Pflicht ! Schleppen kann
man mit Wobblern , Gummis und
Blinkern , diese Köder sind am
erfolgversprechendsten !
Beim Zocken kann man dann wieder auf
die leichte Spinnrute zurückgreifen
, zuzüglich der gleichen Rolle und
Schnur ! Einen Wirbel braucht man
meiner Meinung nach nicht , da sich
der Köder ohne diesen ohne
Umschlagen besser führen lässt !
Geeignete Köder sind Vertikalzocker
, Minipilker und natürlich
Naturköder wie Wurm und Made , die
an einem an die Hauptschnur
gebundenen Haken befestigt werden .
Dazu muß man auch noch ein
Schrotblei vor den Haken klemmen !
Es gibt aber auch Vorfachhaken , an
denen am Haken schon ein Blei
aufgelötet wurde ! Außerdem gibt es
passend dazu eine Minirute( wie beim
Eisangeln) um auch den kleinsten
Zupfer zu spüren !
3 . Teil Spinnfischen auf Barsch
So , und jetzt ran ans Wasser ! Wir
haben uns heute den Flussabschnitt
vorgenommen , wo die vielen Buhnen
bis an die Strömungskante reichen !
Wir laufen am besten erst gar nicht
bis zum Ende der Buhne , sondern
stellen unsere Ködertasche in der
Mitte ab . Nachdem wir die Schnur
durch die Führungsringe der Rute
gezogen haben , montieren wir einen
nicht zu kleinen Wirbel(ich benutze
meist einen in der Größe 10-16) an
das Ende . Ich würde auf Barsch
immer erst einen Spinner Größe 3
einsetzen , da ich damit die meisten
Fische erwischen konnte , die
Farbwahl hängt von der Wassertrübung
ab ! Bei klarem Wasser lohnt es sich
, eine silbernen , messingfarbenen
oder einen ganz dunklen Spinner zu
wählen , das kann auch ruhig ein
pechschwarzer sein ! Denn Barsche
sind Sichtjäger , und der schwarze
Köder hebt sich hervorragend ab ,
gerade wenn der Barsch nach oben
guckt ! Bei trübem Wasser empfehle
ich und viele Spezis den Einsatz von
grellen Farben wie signalrot - oder
gelb , auch gestreifte in diesen
Farben sind fängig ! Jetzt werfen
wir den Spinner abwechselnd nach
rechts zum Ufer hin ( oder links zum
Ufer , je nach dem , wo man steht )
und nach links Richtung Buhnenkopf ,
lassen ihn einen Moment absinken und
holen ihn mal gleichmäßig , mal
etwas schneller oder langsamer
wieder ein ! Wenn es keinen Erfolg
bringen sollte , versuchen wir es
mal mit einem Twister oder
Gummifisch ( die Wahl der Farben
verhält sich wie oben bei den
Spinnern ) in 4- 10 cm Länge an
einem 5-8 g schwerem Bleikopf -
Jighaken ! Wir können auch den
altbewärten Blinker in dieser
Gewichtsklasse anködern ! Denn
vielleicht stehen die Räuber doch
etwas tiefer heute ! Im Prinzip
machen wir beim Auswurf genau
dasselbe wie mit den Spinnern , nur
dass wir etwas weiter weg von der
Steinpackung wegfischen , sonst ist
nämlich ratzfatz der Köder weg ,
wegen Hängern ! Dort ist ja in der
Regel auch das Wasser tiefer ! Wir
lassen also den Twister (Gummifisch,Blinker)
an gespannter Schnur auf den Boden
sinken und sobald wir merken , dass
er dort angekommen ist , ziehen wir
die Rutenspitze langsam hoch ! Jetzt
kurbeln wir abwechselnd ein , lassen
den Twister wieder ab , und so
weiter bis er entweder mit oder ohne
Fisch wieder zu sehen ist ! Holt den
Köder aber wirklich erst dann heraus
, um neu einzuwerfen , wenn kein
Fisch den Köder mehr erreichen kann
! Es hat bei mir , vor allem nachts
, schon oft auf dem letzten Meter
vor meinen Füßen eingeschlagen ! |
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Wenn das auch nichts gebracht hat ,
sind wir am falschen Platz und
sollten es in der Buhne noch einmal
versuchen , oder gleich auf der
nächsten ! Manchmal wollen sie auch
einfach nicht , das ist schade ,
aber dafür waren wir an der frischen
Luft !
Ähnlich verfahren wir auch an einem
See oder im Kanal mit Spinnern ,
Twistern und Gummifischen , dort
kann man aber noch langsamer den
Köder führen als im Fluss , da hier
weniger mit Hängern zu rechnen ist !
Deshalb habe ich auch noch nichts
von Wobblern geschrieben , die
sind meines Erachtens auch nicht
nötig , um sie im Fluss aufs Spiel
zu setzen ! |
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Im See oder Kanal sieht das anders
aus , da können wir ruhig mal was
mit kleinen bis mittleren Wobblern ,
ca. 5-10 cm lang , versuchen ! Ob
sinkend oder schwimmend , ob
Tiefläufer oder Flachläufer hängt
wieder von der Temperatur des
Wassers ab ! Naturfarben haben sich
bei klarem Wasser immer behauptet (Barsch-oder
Weißfischdekor) , im Trüben fischen
wir wieder mit grellen Schockfarben
! Da sind den Herstellern wirklich
keine Grenzen in Sachen Dekor
gesteckt worden ! Am besten fischt
man nur vom Land aus mit Wobblern ,
auch auf dem See , zum Bootsangeln
komme ich noch mit einer anderen Art
, mit Wobblern zu fischen ! Die
Wobbler werfen wir über eine Stelle
hinaus , die wir für lohnenswert
halten , oder die uns bekannt ist
bzw. die uns empfohlen wurde ! Dann
beginnt das Einkurbeln der Schnur ,
dabei kann man ruhig die
Geschwindigkeit variieren , oder
Pausen einlegen , damit der Köder
wieder aufwärts treibt oder schwebt
, oder etwas mehr absinkt ! Meistens
kommen die Bisse während der Wobbler
schwebt oder langsamer wird ! |
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Man kann in Still – wie auch im
Fliessgewässer auch eine Sbirolino –
Montage anwenden , um maximale
Wurfweiten zu erzielen ! Diese wird
so gebaut : Auf die Hauptschnur wird
zuerst der Sbirolino aufgefädelt ,
die Schnur läuft vom dünnen Ende
zum Dicken hindurch . Danach kommt
ein Gummi – oder Kunststoffperle auf
die Schnur und dann erst der
Dreifachwirbel (dieser Wirbel ist
notwendig , um ein verdrallen der
Schnur zu verhindern) ! Die
Perle soll den Knoten , der
den Wirbel befestigt ,
schonen ! An dem Wirbel
kommt nun ein ca. 1 – 1,5 m
Vorfach in der gleichen
Stärke wie die Hauptschnur
und daran wird ein einfacher
Wirbel geknotet ,
woran man nun den
ausgesuchten Köder anhängt !
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Nach dem Auswerfen
bremsen wir die Schnur mit den
Fingern ab , ehe die Montage ins
Wasser fällt , damit sich das
Vorfach strecken kann ! Man kann mit
dieser Montage auch mit Naturködern
fischen und zwar so : Anstatt des
Vorfachs ohne Haken hängen wir eins
mit Haken in den Dreifachwirbel .
Bevor wir den Haken nun mit Maden
oder Wurm beködern , klemmen wir
noch ein Bleischrot von 3 g ca. 20
cm über den Haken , warum erfahrt
ihr sofort ! Nachdem wir ausgeworfen
haben , müssen wir , bevor die
Montage auf dem Wasser landet , die
Schnur ebenfalls mit den Fingern
abbremsen , damit sich das Vorfach
durch das Gewicht des Bleischrotes
strecken kann ! Nun kommt es darauf
an , ob wir einen schwimmenden oder
sinkenden Sbirolino gewählt haben ,
sollte es ein schwimmender gewesen
sein , können wir sofort mit dem
Einziehen der Schnur beginnen , beim
sinkenden warten wir ein wenig damit
!
In den nächsten Teilen werden wir
die anderen Methoden zum
Barschangeln behandeln . Bis dahin ,
Petri Heil !!! |
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