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Bleie selber gießen


Bleie selber gießen

 

Besonders beim Grundangeln kommt man immer wieder in die ungeliebte Situation eines Hängers. Oftmals hilf dann nur noch das Abreißen der Montage, bei dem natürlich auch das Grundblei verloren geht. Doch Bleie sind oftmals recht teuer. Als Rohmaterial ist Blei allerdings oft recht günstig zu haben und so bietet es sich natürlich an, Bleie selbst zu gießen. Da auch Gussformen meistens sehr günstig über verschiedene Versandhändler bezogen werden können steht dem Eigenbau von Bleien nichts mehr im Wege.

 

Ich möchte Euch in diesem Artikel kurz beschreiben wie Ihr beim selber gießen von Bleien am besten vor geht, denn was sich auf den ersten Blick recht kompliziert anhört kann doch recht einfach sein.

 

Zum selber Gießen von Bleien benötigt man bestenfalls folgende Materialien:

 

Einen Gasbrenner,

eine alte Konservendose,

eine Bleigussform,

eine Stricknadel,

eine Schraubzwinge,

diverse Zangen für die Handhabung der Materialien,

einen Löffel zum abschöpfen von Verunreinigungen im Blei,

Handschuhe und eine Schutzbrille,

und natürlich Blei.

 

Als erstes sollte man die Konservendose gründlich von Beschichtungen befreien. Hierzu reicht es meistens diese einige Zeit auf dem Gasbrenner stehen zu lassen und die Überreste mit einem Messer oder Schraubenzieher ab zu kratzen.

 

Weiterhin bietet es sich an, eine entsprechende Aussparung in die Dose zu biegen, da man so das flüssige Blei hinterher besser in die Form gießen kann. Dies tut man nach dem Ausbrennen der Dose, da das Metall der Dose dann etwas weicher ist und sich besser biegen lässt, so zumindest meine Erfahrung.

 

Nachdem die Dose von den Beschichtungen befreit und zurecht gebogen ist, kann es eigentlich schon los gehen. Man gibt das Blei, welches man entweder in Barrenform recht günstig kaufen oder es sich beim Dachdecker um die Ecke besorgen kann in die Konservendose und stellt diese auf den Gasbrenner und deckt sie mit einem Deckel ab.

 

 

 

Dies sollte man natürlich nur in sehr gut belüfteten Räumen, am besten jedoch draußen tun, da Blei extrem Giftig ist.

 

Meistens dauert es nicht recht lange bis das Blei zu schmelzen an fängt.

 

 

Wenn das Blei geschmolzen ist, schwimmen Verunreinigungen, die sich oft im Blei befinden oben auf. Man kann sie nun recht leicht mit einem Löffel abschöpfen und in einen bereit gestellten Blecheimer oder eine weitere Dose mit Wasser zu geben.

 

Nun bereitet man die Form vor.

 

 

Hierzu wird die Stricknadel in die Bleigussform gelegt, die Gussform verschlossen und mit einer Schraubzwinge fixiert.

 

 

 

Danach kann das flüssige Blei vom Brenner genommen und und in die Form gegossen werden. Dieser Vorgang sollte recht zügig von Statten gehen, um zu vermeiden, das das flüssige Blei wieder fest wird.

 

 

Nach kurzer Zeit ist das Blei fest und abgekühlt und man kann die Form öffnen.

 

 

Beim Gießen kann es immer mal passieren, das einzelne Teile der Form nicht komplett gefüllt werden, dies stellt aber kein Problem dar, da man das Blei wieder einschmelzen und neu verwenden kann.

 

Nun wird das Blei aus der Form genommen, mit einem Seitenschneider von den überstehenden Bleiteilen befreit und die Stricknadel heraus gezogen.

 

Die Bleireste werden natürlich aufgehoben und beim nächsten Gießvorgang wieder verwendet.

 

 

Fertig sind die neuen Grundbleie.

 

 

Ein Bericht von

 

SchwalmAngler (Karsten Kalweit)

 

 

 

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