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Der Bootsführerschein- See, es musste jetzt langsam
sein
Ich will auch ein Boot haben! Ich möchte auch mal
mit eigenem Boot auf die Ostsee, ohne mir ein Boot
leihen zu müssen! Angeln ohne Zeitdruck! Von wegen:
um 7 Uhr Bootübernahme, spätestens um 18 Uhr
Bootabgabe, pöh, das muss anders werden! Habt Ihr
schon gehört, dass in Norwegen bald auch ein
gestaffelter Bootsführerschein eingeführt wird?
Diese Ansprüche und Fragen hatten wir schon seit
Jahren, nur, was tun?
Ganz einfach, wir recherchierten an unserer
Volkshochschule nach geeigneten Seminaren und fanden
für den Zeitraum von März bis Mai einen Termin für
den Lehrgang: Sportbootführerschein- See!!! Da
wollen wir jetzt durch, auch wenn wir dafür richtig
pauken müssen!
Hendrik, Schorsch, Jürgen, Dirk, Ede und ich, wir
Sechs wollten uns mit diesem Führerschein mehr
Optionen schaffen, und uns auch abends mit etwas
Vernünftigen beschäftigen. Jeden Dienstagabend wurde
der Lehrgang anberaumt, von 19.30- 21.45 Uhr sollten
wir durch ihn auf den Weg zur Prüfung gebracht
werden.
Im Vorfeld des Lehrgangs informierten wir uns
darüber, welche Internetseiten und welche Bücher uns
begleiten könnten! Sehr gute Tipps kamen von unseren
Freunden aus dem Kutterboard, von denen wir gute
Tipps und weitere Links zugeschickt bekamen.
Als begleitendes Buch fand ich für mich ein Werk von
Axel Bark mit dem Titel: Sportküstenschifferschein+
Sportbootführerschein- See.
Meine Freunde bestellten sich vom selben Autor die
Ausführung ohne den weiterführenden
Sportküstenschifferschein, was ich mir auch besser
bestellt hätte. Aus einfachem Grund, sind doch in
diesem Buch explizit nur die relevanten Themen zu
dem Sportbootführerschein- See beschrieben, ohne
durch die vielen zusätzlichen Themen des
Küstenschifferscheins zu verwirren.
Zusätzlich brauchten wir auch noch ein
Navigationsbesteck, bestehend aus einem Kursdreieck,
einem Verschiebedreieck und einem nautischen Zirkel!
Nun war es ja nicht so, dass uns nicht bewusst war,
dass der Preis des Führerscheins nicht nur das Geld,
sondern auch der des Paukens und Lernens werden
würde. Nach dem Überfliegen des Fragenkatalogs wurde
mir schon schwindelig. Wie viele ungewohnte
Ausdrücke es gab, die wahrscheinlich schon vor 500
Jahren von Seemännern erfunden wurden. Jede Antwort
sollte nicht in der allgemein üblichen Multiple-
Choice- Variante, sondern muss in schriftlicher Form
gegeben und sollte unbedingt Schlagworte enthalten,
die zur vollen Punktzahl beitragen. Aber ach, das
wird schon klappen.
In den ersten Seminarstunden arbeiteten wir ein von
unserem Kursleiter erarbeitetes Script durch, in dem
alles Wissenswerte enthalten war, um uns, am Anfang
noch 14 Leuten, perfekt auf die Prüfung
vorzubereiten. Nach und nach wurde die Anzahl der
Teilnehmer auf 10 Prüfungsteilnehmer dezimiert, sei
es durch Aufgabe oder durch einen durchgefallenem
Sehtest.
Die Übungen Zuhause sollte jeder Teilnehmer für sich
selbst gestalten. Für mich stellte sich heraus, dass
das Ausfüllen der Testbögen unnötig Zeit in Anspruch
nahm. Ich las den Fragenkatalog samt Antworten
ungefähr 26 Mal durch, es können auch 35 Mal gewesen
sein.
Zwischen der 7. und 9. Seminarstunde vereinbarten
wir Termine in der Duisburger Marina mit dem sehr
netten Kapitän Dieter, um Fahrstunden auf dem Schiff
zu nehmen, auf dem wir auch die praktische Prüfung
haben sollten. Für mich nahm ich 2 mal 2 Stunden, in
denen ich das“ Mensch über Bord- Manöver“, das An-
und Ablegen, alle Knoten, die Kompasspeilung und die
Kommandos lernte.
In den letzten beiden theoretischen Stunden
wiederholten wir alles Gelernte und wurden für den
17.05.2008 zur Prüfung geladen.
Morgens um 08.30 Uhr trafen wir uns mit 26 weiteren
Anwärtern in Duisburg, wo wir, in Gruppen
aufgeteilt, die praktische sowie theoretische
Prüfung absolvieren sollten.
Glücklicherweise war meine komplette Truppe zuerst
für die Praktische vorgesehen, sodass wir in der
Marina mit unserem Käpt´n Dieter anfangen konnten.
Leider fielen zwei Aspiraten wegen Nervosität bei
den wichtigsten Manövern durch, obwohl sie bei den
Übungsstunden die Besten und Souveränsten waren.
Nach einigen Aufbau- Gesprächen wollten die Beiden
aber wenigstens die Theorie bestehen und später die
Praktische wiederholen. Sie schafften es dann auch
mit Bravour. Nachdem wir 75 Minuten Zeit hatten, die
32 Fragen und eine Kartenaufgabe zu lösen, warteten
wir gemeinsam auf das Ergebnis, offensichtlich war
jeder sehr nervös gespannt darauf. Zu unserer Aller
Überraschung muss einer von uns die theoretische
Prüfung auch noch einmal angehen, was ich mir nur so
erklären kann, dass er in den letzten Wochen vor der
Prüfung durch Umzug und Stress auf der Arbeit nicht
zum Lernen kam. Junge, einfach noch mal Pauken und
zur nächsten Prüfung ran ;-).
Von uns 10 gestarteten Prüflingen fielen also 3
durch und ich war froh und auch ein wenig
überrascht, dass ich so locker bestand. Im Herbst
werde ich noch den Binnenschein nachlegen, weil man
dafür nur noch die Theorie bestehen muss, daman die
Praktische ja schon bestanden hat.
Zu den Kosten des Führerscheins:
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Lehrgang bei der VHS: 75€
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Lehrmittel: etwa 25€( bei Ebay sind viele Angebote
zu finden)
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Ärztliche Untersuchung: 30€
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2 x Fahrstunden: 40€
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Anmeldung zur Prüfung: 70€
Macht insgesamt etwa 240€ und viele Stunden des
Büffelns.
Ich wünsche Allen Interessierten viel Erfolg und bei
Bestehen immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
Ein Bericht von Kosta
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Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
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um die Fischwaid
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