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Es war endlich soweit, das
Abfischen konnte beginnen. Da wir, bevor wir den Teich leerten, erst
einmal Möglichkeiten überdacht hatten, wie wir den Schlamm, welcher
sich angesammelt hatte aus dem Teich bekommen, hat sich der Zeitpunkt
vom Fischsterben bis zum Abfischen leider etwas länger hingezogen. Uns
war zwar allen klar das etwas passieren muss, nur was wusste keiner so
recht. Zur Diskussion stand ein Abpumpen des Schlamms mit einer
Schlammpumpe, ein Ausbaggern mit einem Schreitbagger, sogar die
Möglichkeit einen Baukran aufzustellen wurde in Betracht gezogen. Nach
reichlichem überlegen und dem Einholen von Informationen kamen wir
durch Zufall an ein Baggerunternehmen, welches uns versicherte das es
kein Problem währe mit einem Bagger in den Teich zu fahren und ihn aus
zu baggern. Da sich besagter Baggerunternehmer auch bereit erklärte
unsere Fische zwischen zu lagern, stand dem Abfischen nun nichts mehr
im Wege.
Einige
Tage vor dem geplanten Termin wurde der Teich auf ein Minimum
abgelassen, so das wir am Tag des Abfischens nur noch das Restwasser
ablassen mussten um an die Fische zu kommen. Während dies geschah,
wurden schon einmal die Transportbehälter für die Fische mit Frischwasser
aus dem Bach, welcher normalerweise den Teich speist, gefüllt.
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Während
des Ablassens kam noch eine Kuriosität, welche man nicht unbedingt
jeden Tag zu sehen bekommt zu Tage – eine von Schwarzanglern aus einem
Papierkorb gebaute Reuse.
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Nachdem
das Wasser auf ein Minimum abgelassen wurde, begann das Herauskeschern
der Fische. Dies stelle sich jedoch als schwieriger heraus als zuerst
angenommen. Durch den Schlamm, welcher sich vor dem Mönch angesammelt
hatte, war es fast unmöglich an die Fische zu kommen. So wurden, um
einigermaßen stehen zu können, zuerst Speissfässer, später ein Brett
genutzt.
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Nachdem
man nun im Schlammigen Bereich stehen konnte, wurden die Fische
herausgekeschert und in die Transportbehälter, zum Abtransport in den
Teich des Baggerunternehmens, umgelsetzt. Durch das
Wasser-Schlamm-Gemisch, in dem die Fische nunmehr herumschwammen,
konnten einige von ihnen leider nur total verschlammt gekeschert werden
und mussten hinterher vom Schlamm befreit werden.
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Durch den
Schlamm und den Stress, welchem die Fische ausgesetzt waren hatten
leider nicht alle Fische überlebt. So konnte der größte Teil des, wie
sich bei dem Abfischen herausstellte, total verbutteten
Weißfisch-Bestandes nur noch tot aus dem Schlamm herausgekeschert
werden. Eine spätere Schätzung des Bestandes an Weißfischen ergab
mehrere hundert Kilo Weissfische, von denen kaum einer das Maß von 10
cm überschritt.
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Eine
letztendliche Zählung des Fischbestandes nach dem Abfischen ergab einiger
hundert Kilo Weißfisch, zwei Schleien, ein Barsch, zwei Zander, 10 Aale
und 10 große Karpfen. Da der Teich zuvor einiges mehr an Fischen
beheimatete, vermuten wir, das viele der Fische beim Fischsterben
verendeten. So wurden im Sommer 2004 ein Schwarm junger Barsche von
mehreren Vereinsmitgliedern gesichtet. Die Zahl der Barsche wurde auf um
die 300 geschätzt. Von diesen war beim Abfischen nicht die geringste Spur
zu finden. Viele Aale erlitten leider ein ähnliches Schicksal, zwar
starben diese nicht durch das Fischsterben, leider konnten sie aber beim
Abfischen nicht erwischt werden und so fanden wir innerhalb der nächsten
Tage nach dem Abfischen mehrere tote Aale auf dem Schlamm liegend. Auch
überstanden die zwei Zander, welche abgefischt wurden die Strapazen des
Transportes nicht, so konnten diese leider nur tot aus den
Transportbehältern geborgen werden.
Glücklicherweise
konnte ich während und nach dem Abfischen über 100 Teichmuscheln retten
und in dem Teich des Baggerunternehmens hältern bzw. die Muscheln, die
nach dem Abfischen gefunden wurden in dem Teich eines Bekannten
unterbringen, so das zumindest einige Muscheln für den Neubesatz des
Teiches übrig blieben. Durch das Fischsterben wurde allerdings der
Bestand der Muscheln, welche wir zuvor auf mehrere hundert schätzten sehr
stark dezimiert.
Alles in
allem sind wir aber froh das wir den Teich überhaupt leer bekommen und
vor allen Dingen die übrig gebliebenen Fische und Muscheln unterbringen
konnten.
... to be continued ...
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