
Reisebericht Rio Ebro 2006
… die letzten Desperados vom Rio Ebro
Die Vorgeschichte
An die 200km Gewässerstrecke in unberührter Natur,
unbegehbare Ufer, Stromschnellen, Felsklippen und
ein Haufen logistischer Herausforderungen. Akribisch
fing ich bereits ein Jahr vor meinem Trip mit der
Planung an, nichts sollte dem Zufall überlassen
sein. Mit Oli vom Camp Slowik fand ich einen sehr
hilfreichen Ansprechpartner, welcher im Vorfeld die
meisten Fragen klären konnte. Bis auf die von mir
lange gesuchte Begleitperson für die 18 Tage Angeln
hatte ich alles zusammen für meine Tour 2006 an den
Rio Ebro!
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Die Anreise: Augen zu und durch |
02.-
03.09.2006 |
„Ok, ich muss dann mal nach Spanien.“ Nachdem ich
noch von meinem Bruder zum Essen eingeladen wurde,
setzte ich mich in meinen voll beladenen Twingo und
trat meine 2000km lange Reisestrecke an. Start um
17Uhr. Die ersten Stunden Fahrt zum Eingewöhnen,
nicht weiter drüber nachdenken und durchhalten.
Coole Mucke und immer was leckeres zum Naschen in
der Kühlbox. Die Vegetation wurde mediterraner, bei
Sonnenaufgang war das Mittelmeer in Sicht. Hatte man
sich erst mal darauf eingestellt, fuhr es sich recht
bequem. Grenzübergang, Barcelona, der Ebro kam in
greifbare Nähe! Autobahnabfahrt, noch 8km bis
Mequinenza. Ich freute mich auf einen leckeren Snack
bei „Josela“, dem Ebro-Imbiss. Mist, wir hatten
Sonntag, alles war geschlossen. Ich rief Oli an und
warte in der „Bar Ebro“ auf ihn. Lizenzen,
Schlüsselübergabe, Apartment mit Tiefgarage, Aufzug,
Bootseinweisung, Köderfischbecken, Angelspind. Ich
versuchte angestrengt die Vielzahl der neuen
Schlüssel nicht zu verwechseln. Schnell bezog ich
mein Apartment und kramte meine Ausrüstung zusammen.
Ich konnte das Boot schon am Anreisetag benutzen. Es
war 14 Uhr. Lufttemperatur 38°C und kein Windzug.
Ich war allein am Steg, vor mir lag der
Riba-Roja-Stausee. Schnell erinnerte ich mich wieder
an den Unterschied zwischen Planung und Realität.
Als erstes mussten Köderfische her, dann wollte ich
das Boot bei der ersten Testfahrt wallertauglich
einrichten. Kurz vor dem Schilf erwischte ich nur
Lauben und ein handlanges Rotauge. Der Schweiß lief
mir von der Stirn. Das musste reichen. Also auf zur
Pumpstation, der Angelstrecke vom letzten Jahr. In
einer Bucht tummelten sich Laubenschwärme, ich
Klopfte eine halbe Stunde und hakte sofort den
ersten Fisch auf Laubenbündel. Leider stieg er nach
kurzer Zeit wieder aus. Vier Bisse später waren
meine Köderfische aufgebraucht, ich fuhr nach zwei
Stunden angeln wieder zurück. Das sollte erstmal
reichen, ich freute mich auf die Dusche und das
Bett.
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Tag 1: Ein
Waller zum Auftakt |
04.09.2006 |
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Endlich hatten die Geschäfte wieder geöffnet,
ich deckte mich mit Futter und Maden ein. Über
Mittag fuhr ich an eine Stelle, an der es immer
gute Rotaugen gab und füllte schnell meinen
Setzkescher. Dann ging es wieder an die
Pumpstation. Zwanzig Minuten Klopfen, auf dem
Bildschirm stieg ein Balken zu meinem Köder auf,
es ruckte an der Schnur, Anhieb, kurzer Drill
und Handlandung. Der erste Waller von 140cm lag
im Boot. Der Auftakt war getan! Die wirklichen
Schwierigkeiten lagen aber noch vor mir. Der
erste Fisch musste natürlich fotografiert
werden. Also schraubte ich das Miniatur-Stativ
an meine Kamera und positionierte den Sucher auf
das Heck des Schiffes. Selbstauslöser drücken,
schnell zum Fisch, möglichst seriös gucken und
–klick- zu spät. Das Boot schwankte, das Stativ
war nicht besonders standhaft, die Finger
schleimig. Dann eben Foto ohne Kopf und das arme
Tierchen schnell wieder schwimmen lassen. Hastig
beköderte ich den Haken mit einem neuen Rotauge
und Klopfte weiter.
Es gab noch
den ein |

(Waller und Fotoversuch Nr. 1) |
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oder
andern Zupfer, dann frischte der Wind auf und
das Angeln wurde erst wieder in der Nacht
einfacher. Dennoch sollte es bis 24Uhr bei dem
einen Fisch bleiben. |
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Tag 2: Ein
neues Zuhause |
05.09.2006 |
Den Rotaugen von gestern war die sommerliche Hitze
nicht besonders gut bekommen. Ich stand wieder ohne
Köder da und beschloss, in diesem Urlaub keine Zeit
mehr mit Stippen zu verschwenden. Also bestellte ich
bei Oli fix zehn Aale. Die waren in Spanien wie so
ziemlich alle Köder verboten. Doch nur diese Viecher
waren zäh genug, um sich problemlos auf dem Boot
hältern zu lassen. Deshalb galt es zunächst einen
geeigneten Aaldealer zu finden. Für Oli kein
Problem. Allerdings 5€ das Stück. Aber das sollte
sich als absolut lohneswerte Investition
herausstellen. Oli gab mit sogar seine letzte
Waschmaschinentrommel dazu, in welche ich die Aale
steckte. Ich holte noch schnell aus dem Auto meine
Wunderwaffe Driftsack und entfaltete den Schirm am
Steg. Vermutlich wurde ich für einen
Fallschirmspringer gehalten. Heute sollte alles
perfekt laufen. Ich setzte zur ersten Drift an,
schwang die Waschmaschinentrommel am Strick über die
Bordwand und wurde gemächlich vom Driftsack
gebremst. Der Wind konnte mir nun nichts mehr
anhaben, die Wellen schlugen gegen den Bug. Dann
riss das Seil, die Trommel samt 40€ Inhalt sank auf
den Grund. Meinen Schrei konnte man bestimmt über
den gesamten See hören. Nun gut, es ging mir dabei
noch besser als den Aalen in ihrem neuem Zuhause.
Immerhin waren sie nun vor den Wallern in
Sicherheit. Ich hatte also wieder nur zwei Köder.
Doch diese sollten für den ganzen Tag auch
ausreichend sein, denn bis 24Uhr konnte ich keinen
einzigen Biss verzeichnen. Nach nun mittlerweile 18
Stunden ohne Fisch kontaktierte ich Oli um gleich
morgen Früh das Boot auf den Mequinenza-Stausee
trailern zu lassen.
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Tag 3:
Zurück im Wallerhalla! |
06.09.2006 |
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Oli besorgte zunächst von
seinem Dealer neue Aale, dann brachten wir mein
Boot zur kleinen Steganlage an der Staumauer des
Embalse de Mequinenza. Vor mir erstreckten
|
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(175er Waller zum Auftakt am
Mequinenza-Stausee) |
sich die
tiefen Schluchten mit klaren, blauen Wasser.
Schnell das Boot beladen und auf den See, wo
meist ein angenehm kühler Wind wehte. In der
ersten Bucht machte ich mein Gerät bereit. Auf
dem Bildschirm zeigten sich die ersten Balken,
doch nach zwei Stunden hatte sich noch kein
Fisch für meine Köder interessiert. Ich wurde
ungeduldig und bekam erste Zweifel. Wenn hier
nichts ging, wo dann? Ich wollte es wissen und
fuhr in die erste große Bucht 10km stromauf, wo
es einfach Waller geben musste. Die erste Drift
brachte einen Biss, bei der zweiten hakte ich
einen, der leider nach kurzer Zeit wieder
ausstieg und bei der dritten Drift drillte ich
endlich einen guten Fisch von 175cm. Danach
folgten zwei weitere Waller von 130cm und 122cm.
Ich war zurück im Wallerhalla! Es wurde bereits
dunkel und ich mein Glück weiter vor einer
steilen Klippe, über welcher langsam der
Vollmond aufging. Mein Echo zeigte drei
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fette Balken,
der oberste schoss nach oben und schlug an der
Oberfläche direkt vor meinem Bug, der Fisch auf
5m nahm meinen Köder. Nach dem Anschlag zog mich
der |
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Druck wieder
in die Knie, die Bremse fing an zu laufen. Das
war nichts Kleines. Der Fisch flüchtete weiter
und drehte das Boot. Beim Versuch, mit einer
Hand den Driftsack aus dem Wasser zu ziehen,
löste sich der Haken aus dem Fischmaul. Wenige
Minuten später das Gleiche noch mal mit einem
kleineren Tier. Egal, es war ein gelungener Tag!
Ich packte um 24Uhr meine Sachen, kramte meinen
MP3-Player raus und genoss die Rückfahrt durch
die dunklen Canyons. |

(Aale sind lecker!) |

(Embalse de
Mequinenza)
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Tag 4: Schlamm ist gesund
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07.09.2006 |
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Um 14 Uhr startete ich den
Angeltag in der Bucht vom gestrigen Tag, nach
kurzer Zeit hatte ich einen Waller vom 166cm im
Boot. Das klappte ja super. Nun wollte ich
natürlich auch ein paar chicke Fotos machen. Da
die Versuche im Boot nicht erfolgreich gewesen
|
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waren, hatte
ich eine andere Idee: Ans Ufer fahren und die
Kamera irgendwo auf einem Felsen positionieren.
Gedacht, getan. Ich suchte mir eine kiesige
Bucht und schwang mich mitsamt Waller über die
Bordwand. Unter dem Kies war leider morastiger
Schlick. Irgendwie auch nur an ausgerechnet
dieser Stelle, wie sich später herausstellen
|

(Waller über Treibsand) |
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sollte. Ich
versank mit Waller im Arm bis über die Knie und
zog mich hastig wieder die Bordwand empor.Wieder
im Boot angelangt maß ich meine Beute vom Boot
aus, ein kurzes Foto musste genügen. Nachdem ich
mich wieder von Schlamm und Wallerschleim
befreit hatte, ging es weiter in der nächsten
Bucht mit vier kleineren Fischen zwischen 90 und
110cm. Um 20Uhr baute sich eine Gewitterfront am
Horizont auf und ich beschloss den Angeltag zu
beenden. Also einpacken, Mucke rausholen und
nach hause. Morgen würde es weiter gehen! |
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Tag 5:
Pleiten, Pech und Pannen mit Routine |
08.09.2006 |
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(Völlig
daneben) |

(immerhin die Frisur) |
Langsam spielte sich so etwas
wie eine Routine ein: Um 10.30 Uhr aufstehen,
Kühltasche packen, bei „Josela“ ordentlich voll
futtern, Aale aus dem Becken holen, ab zum Boot
am Steg und gegen 14Uhr mit dem Angeln starten.
Nach kurzer Zeit bissen zwei Waller, ich wollte
mal wieder |
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einen
Fotoversuch starten. Vor dem Uferbereich hatte
ich seit gestern Respekt bekommen, also baute
ich wieder mein Stativ auf dem Boot auf. Nun ja,
alles weitere |
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wäre nun
wirklich reif für Pleiten, Pech und Pannen
gewesen. Aber immerhin, es diente auch zu meiner
Unterhaltung. Gegen Abend rührte sich nichts
mehr, in der Nacht suchte ich wieder die Klippe
vom ersten Tag auf. Wieder Biss und Drill vor
super Kulisse mit Vollmond. Zwar nur ein kleiner
von 120cm, aber gelungener Abschluss für den
heutigen Tag mit dem „Ambiente-Waller“ meines
Lebens.
(Und auch mal
mit Fisch) --->
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Tag 6: Die Rache des Wallers
|
09.09.2006 |

(Noch im Bild?) |
Meine Aalvorräte leerten
sich, der Dealer war noch unterwegs und ich
wartete am Steg auf meine neue Ladung illegaler
Köder. Am Steg fischte ein Vater mit seinen zwei
kleine Söhnen und freute sich, wie sich die
Beiden beim Drill eines Karpfens von knapp 20Pfd
abquälten. Um 16.30 Uhr bekam ich endlich meine
Ware und startete mit dem Auto zum Steg oberhalb
der Staumauer. Heute wollte ich neue Strukturen
testen und entschied |
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mich für
steile Felskanten, an denen das Wasser fast
senkrecht auf über 30m abfiel. Zwischen 5 und
15m gab es viele Echos, bald hing ein 140er Wels
am Haken. Der Wind frischte auf, der Driftsack
bremste das Boot und trieb mich immer sauber an
den Kanten |
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entlang.
Es ruckte erneut an der Schnur. Der Fisch
ließ sich nicht bewegen. Also schnell zur
Drillposition am Bug, Driftsack einholen und
gegen stemmen. Immer wieder wurde Schnur von
der Rolle gerissen, der Fisch ließ sich erst
nach einigen Minuten höher pumpen Das Boot
trieb weiter in Richtung der Felsen,
zwischen welchen sich ein versunkener Wald
auftat. Das bekam mein |

(Wer intelligenter als ein
Fisch guckt, der Fängt. Manchmal hat man
aber auch einfach nur Glück.) |
|
|
Gegner
natürlich auch mit und nahm Kurs auf das Holz.
Also keine Gnade und mit dem Finger die Trommel
gefühlvoll abbremsen. An der Oberfläche zeigen
sich Luftblasen, der Waller wurde schwächer und
ließ sich im Mittelwasser ausdrillen. Als ich
zur Handlandung ansetzte und das Tier im Boot
lag wurde es ein wenig enger. Ein Fotoversuch
musste natürlich sein, ich fuhr bis zum Ende der
Bucht und fand eine Stelle mit festem
Untergrund. Das Messen ergab 192cm, was für ein
Fisch! Schnell den Fotoapparat in Position
bringen. Mit schleimigen Fingern den
Selbstauslöser drücken, ins Wasser zur Beute,
anheben, seriöser Blick – klick- man steigerte
sich langsam! Nach dem Modeltermin drehte ich
den Waller sanft in die richtige Position und
wartete bis er gemächlich durch das flache
Wasser davon schwamm. Er machte einen großen
Bogen, drehte um und kam wieder auf mich zu. Das
arme Tier war wohl noch ein wenig benommen, ich
streckte ihm meine Hand entgegen. Der Waller
machte einen Satz aus dem Wasser und meine Hand
verschwand in seinem Maul! Zum Glück hatte ich
noch den Handschuh an. An einer Stelle war er
aufgerissen, meine Hand blutete. Mit einem
Grinsen zwischen den Barteln machte sich das
Monster davon, während ich meine Haltung zum
„Catch and Release“ neu überdachte…. |
|
Tag 7: Ein See für mich allein
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10.09.2006 |

(Angeln in stiller
Einsamkeit)

(Das Waller-Boot für den
1-Mann-Egotrip)
Es war wieder Sonntag und in zwei
Buchten lagen weibliche FKK-Damen. Das sollte mich
nicht davon abhalten meine verdächtigen Wallerkanten
abzufischen. Auf einer Sandbank machte ich dann noch
zwei Angler aus, die ihr Zelt aufgeschlagen hatten
und, wie sich später herausstellte, es auf Waller
abgesehen hatten. Für alle, die diesen Bereich aus
Bequemlichkeit als „überfischt“ betrachten: Die
Statistik „nackte Frauen“ zu Wallerangler lag damit
nach fünf Tagen bei 2:1! Man hatte hier wirklich
20km Seestrecke so gut wie für sich allein. Ich
konnte den ganzen Tag durchfischen und erwischte bis
24Uhr sechs mittelgroße Waller.
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Tag 8: Die magische Grenze |
11.09.2006 |

(Desperados vom Rio Ebro) |
Am Bootssteg lernte ich Andy
und Daniel kennen, welche es gestern auf der
Sandbank mehr oder weniger erfolglos auf
Köderkarpfen versucht hatten. Die Beiden waren
hauptsächlich Karpfenangler, wollten auf ihrer
4-Wöchigen Europaangeltour einen kurzen
Abstecher an den Ebro machen und waren über die
vielen logistischen Herausforderungen erstaunt.
Ich gab ihnen den Rat, sich an den Dealer ihres
Vertrauens zu wenden und sich schleunigst Aale
zu besorgen, welche hier mit Gold aufgewogen
wurden. Zeit war eben Waller. Der Wind wehte den
ganzen Tag über sehr stark, ohne meinen
Driftsack hätte ich keine Chance gehabt. Aber
die Wellen schienen die Beißlaune der Waller zu
steigern. |
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Erst stürzen zwei mittlere
Fische auf den Aal, dann kracht es gewaltig in
die Rute. Gleiches Schauspiel wie schon zuvor.
Drillen, pumpen, durchhalten. Der Fisch erschien
an der Oberfläche. Als er keine Gegenwehr mehr
zeigte, hievte ich das Kätzchen über Bord und
steuerte auf eine geeignete Stelle zum
fotografieren zu. Das Messen ergab 198cm! Der
Waller lag ja noch etwas |
 |
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gewellt im
Wasser, also ließ ich den Fisch als den ersten
2m-Waller der Tour durchgehen. Wenig später zog
wieder ein Gewitter auf, ich beendete den Tag um
21Uhr. War ja auch genug für heute! |


(Ein 2-Meter-Kätzchen zum Schmusen)
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Tag 9: Hilfsbereitschaft zahlt
sich aus |
12.09.2006 |
Heute wollte ich zusammen mit
Andy und Daniel so richtig unter den Wallen
abräumen. Die erste Bucht brachte auch gleich zwei
Fische, das Klima war schwülheiß und die
Wasserkatzen in bester Beißlaune. Die Temperaturen
schien aber auch der „Guardia Civil“ zu Kopfe
gestiegen sein, welche sich zielsicher mit vier Mann
in einem roten Gummiboot meinen Kollegen näherten.
Bevor sie wussten was los war, standen die
Herrschaften in Grün schon in ihrem Boot,
untersuchten Ausrüstung, Eimer, Motor und Papiere.
Verdutzt musterte ich das Geschehen 100m vor mir und
blickte in die Rohre eines Fernglases. Ok, erst
einmal schnell die Aale vom Haken in den Eimer. Dann
die Aale aus dem Kunststoffbecken hinterher und
Deckel drauf. Mist, das waren acht Stück und 40€.
Über Bord kippen oder drauf ankommen lassen? Mir kam
eine bessere Idee. So unauffällig wie möglich
schmiss ich den Motor an und tuckerte um eine
Felswand in die nächste Bucht, bis ich vor den
Fahndern außer Sicht war. Dann packte ich den Eimer
mit der illegalen Ware, hastete den steinigen Abhang
empor und versteckte ihn hinter einem Stein. Ich war
froh, dass sich Hilfsbereitschaft im Leben doch noch
auszuzahlen schien. Die „Guardia Civil“ erreichte
mich eine Bucht weiter. „Agila! Agila!“ Die Jungs
hatten wohl ein wenig zu viel „Miami Vice“ geschaut.
Nun ja, ich war ja nun zum Glück völlig clean! Also
meckerten sie noch ein wenig über Motor,
Bootspapiere und fehlenden Perso, dann schossen sie
wieder davon. Andy und Daniel wurden zum Glück auch
nur verwarnt und mussten später 60€ Strafe zahlen.
Aber was nun weiter tun? Die Antwort kam von oben.
Ein heftiger Donnerschlag ließ mich in den finsteren
Himmel blicken. „Aale schnappen und ab nach Hause!“
Die beiden düsten voraus, ich geriet in den
Hagelsturm. Das Wasser drang durch meine Jacke, ich
mied das offene Wasser und versuchte noch etwas zu
erkennen. Als ich die Trailerrampe aus Sand
erreichte und das Boot entlud, machten sich die
Wassermassen aus den Bergen auf den Weg zu mir. Bald
stand ich bis über die Knie in lehmbrauner Brühe.
Das Wasser spülte metertiefe Rinnen in den sandigen
Untergrund. Zum Glück hatte ich mein Auto sicher
geparkt. Der Twingo suchte sich den Weg durch
Wasser, Sand und Felsen auf der Straße. Wenn das mal
kein richtiges Gewitter war!
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Tag 10: Vom Pech verfolgt |
13.09.2006 |

(Trockenübung ohne Fisch)

(In jeder Lagune
ein kleines Monster)
Heute traf ich mich schon um 9Uhr
mit Andy und Daniel am Steg. Sie hatten ihre Aale
von gestern behalten dürfen. Leider waren sie über
Nacht zum zweiten Mal den Strapazen erlegen. Die
Beiden hatten aber auch einfach nur Pech. Also
wollte sie es mit „Plomp-Teasern“ probieren, so
einer Art Gummikrake. Die Wassertemperatur war
gesunken, es dauerte bis zum Mittag bis die Waller
wieder Freude am Beißen zeigten. Natürlich wollten
sie nur die illegalen Köder, ich konnte bis zum
Abend drei Fische überlisten. Um 20Uhr zog dann
Gewitter Nr.4 auf. Nach den Erfahrungen des
gestrigen Tages traten wir vorsorglich die Heimreise
an. Andy fand noch eine alten Wobbler und fing
darauf einen Waller von 130cm beim Schleppen zum
Steg.
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Tag 11: Waller im Sturm |
14.09.2006 |
Es hatte die ganze Nacht über
geregnet. Am Morgen war es empfindlich kalt, es
tröpfelte immer noch aus den grauen Wolken. Die
Temperatur war nun von anfänglichen 38 auf 20°C
gesunken. Ich saß bei „Josela“ und zwang mich gegen
15Uhr den Weg zum Angeln anzutreten. Vorher kaufte
ich mir jedoch noch eine neue Regenjacke, die ich
über meinen Ski-Pulli streifte. Auf dem Wasser
angekommen fühlte ich mich wie auf der Ostsee. Die
Waller stiegen nur sehr zögerlich einige Meter auf.
Mit viel Konzentration und Geduld konnte ich dennoch
einen 165er an den Köder locken.

(Räuber der Nacht)

Andy war auch trotz widriger
Bedingungen erfolgreich und konnte auf seinen
letzten Karpfen einen Fisch von 183cm landen. Danach
probierten es die Beiden weiter mit Tintenfischen,
welche aber ignoriert wurden. In der Nacht gab es
vor meinem Boot einen Schwall an der Oberfläche. Ich
peilte die Stelle an, ließ den Aal ins Wasser und –
rums! Mein Gegner nutzte die kurze Leine, um unter
dem Boot ein Affentheater zu starten. Nach hartem
Drill zeigte sich ein fettes Kätzchen mit
leuchtenden Augen im Licht meiner Stirnlampe. Ich
setzte gekonnt zum Wallergriff an, das Boot senkte
sich beträchtlich und -zack- fand ich mich irgendwie
im Wasser wieder! Mit einer Hand an die Bordwand,
mit der anderen die Rute fassen. So schnell ich drin
war, zog ich mich auch wieder raus. Beim zweiten
Landungsversuch erging es dem Waller (aus seiner
Sicht) wie mir und wurde ins Trocken befördert. Da
ich nun schon ohnehin bei winterlichen Temperaturen
nass war wollte ich auch ein paar schöne Fotos
schießen. Zum Glück waren mir meine beiden Begleiter
dabei behilflich. Endlich hatte ich gute Bilder! Das
Messen ergab schließlich 187cm. Ein toller Abschluss
für die Mequinenza-Stausee-Klopfetappe und diesen
Tag unter schlechtesten Bedingungen. Da die Beiden
morgen weiterziehen wollten, musste nun erst einmal
so richtig gefeiert werden. Zu diesem Anlass
startete in Mequinenza ein 6-Tägiges Volksfest, auf
welchem wir von ein paar Spaniern auch reichlich mit
„San Miguel“ versorgt wurden…
|
Tag 12: Die Verstärkung trifft
ein |
15.09.2006 |
Ich quälte mich aus dem Bett und
traf Frank bei „Josela“, welcher mich die letzten 7
Tage unterstützen wollte und aus Deutschland
angereist war. Nach kurzer Zeit hatte er sein Kram
im Apartment, dann ging es noch mal auf den
Mequinenza-Stausee. Der Wind wehte mit
ungeschwächter Stärke, zu zweit lag das kleine Boot
tief im Wasser und kam kaum voran. An ein
Durchkommen zu den besten Hot-Spots war nicht zu
denken, der Driftsack konnte das Boot auch nicht
bremsen. Vom verankerten Boot konnte ich immerhin
noch ein 120cm Trostkätzchen erwischen, dann brachen
wir den Tag vorzeitig ab und verfütterten die
letzten Aale zwecks „Beweismittelvernichtung“ an die
(Land-) Wildkatzen.
|
Tag 13: Zur Abwechslung auf
Stachelritter |
16.09.2006 |

(Ebro-Rekordfisch 2006)
|
Die Boot-Einlassstelle am
Mequinenza- Stausee war immer noch durch tiefe
Furchen unterbrochen, an ein Trailern unseres
Bootes zum unteren See war nicht zu denken. Also
beschlossen wir eine Tour mit Gummifisch zu
unternehmen. Das Boot war etwas leichter, der
Sturm jedoch gnadenlos wie die beiden Tage zuvor
Das war eben der . |

(Bodden-Gummis für den Ebro) |
|
typische Drei-Tages-Wind dieser Gegend.
In fünf Stunden hatten wir dann 4 Zander bis
73cm zusammen, die Waller ließen sich im Flachen
nicht blicken. |


(Auch den „Old-Bay-Klassiker“
aus Schweden hatten die Ebro-Zander zum Fressen
gern)
|
Tag 14: Ein Tag ohne Angeln
|
17.09.2006 |
Der Wind ließ nach. Wir wollten
endlich mit Pellets im Segre fischen, obwohl die
Prognose aufgrund des kalten, lehmbraunen Wassers
nicht verlockend ausfiel. Wir fanden eine Gruppe
Angler im Camp Slowik, welche ein Boot am unteren
See hatten und zum oberen wollten, also tauschten
wir fix die Boote und hatten die schwierigste Hürde
überwunden. Doch die Organisiererei kostete uns
schließlich so viel Zeit, dass ein Ausbringen der
Montagen nicht mehr lohnte und wir den Abend auf dem
Stadtfest verbrachten.
|
Tag 15: Für eine handvoll
Pellets |
18.09.2006 |
In Ruhe bauten wir unser Camp am Segre auf. Dann
brachten wir mit dem Boot die Montagen auf dem Fluss
aus und machten es uns am Ufer gemütlich. Außer uns
waren auf

(Trübe Aussichten) |
auf dieser
Flussstrecke kaum Angler unterwegs, wir wurden
ein wenig misstrauisch. Daher fütterten wir
zunächst sparsam an. Ein Sack kostete immerhin
stolze 60€ und sollte auf zwei Tage verteilt
werden. Der Rest ist schnell erzählt. Bis 24Uhr
nicht ein einziger Zupfer! Um den ganzen Krempel
nicht wieder im Dunkeln abbauen zu müssen,
holten wir die Montagen ein und schliefen am
Angelplatz. |

(Das Segre Camp)
|
Tag 16: Die Geschichten vom Ebro
|
19.09.2006 |
Vielleicht war das Wasser wirklich zu kalt,
vielleicht füttertet wir zu wenig, vielleicht
fehlten die andern Angler, die viel fütterten oder
vielleicht waren wir einfach nur zu dämlich zum
|
Pelletfischen: Auch am zweiten Tag absolut
nichts! Dafür sorgten die Geschichten vom Ebro
umso mehr für Unterhaltung, die sich Oli und
Frank austauschten: Von blutenden, Köderkarpfen
klauenden tschechischen Köchen bewusstlos im
Boot, von koksenden Engländern, von leichten
Bardamen und der beginnenden Jagdsaison ab
Oktober mit den spanischen Revolverhelden. Dann
gab es da noch einen tragischen Vorfall eines
heimtückischen Mordes an einem Waller, an
welchem sie die Gemüter besonders erhitzten. |

(Wo sind die Rekordwaller
geblieben?) |
Wenn es darum ging, eigene
Moralvorstellungen zu den Themen „Muss mein Walli
wieder schwimmen“ und „Schadet das Pelletangeln dem
Wasser“ leidenschaftlich gegenüber der Mitwelt zu
vertreten, dann hätte selbst der Papst neidisch
werden können. Ich war stolz, mich in einem der
besten Angelgewässer Europas unter ein
internationales Specimen-Kader der Extraklasse
mischen zu dürfen. Und natürlich gab es immer mehr
Verbote. Ich musste an die Aal-Dealer denken. Würden
nächstes Jahr die Razzien verschärft, so würden bald
auch die letzten Desperados vom Rio Ebro dem
Sonnenuntergang entgegen schwimmen müssen. Gegenüber
von uns sollte übrigens der „beste Angelplatz
Europas“ liegen, das ganze Jahr über von einer
englischen Anglertruppe besetzt und mit einer
englischen Flagge auf einer Mauer gekennzeichnet.
Vielleicht saßen wir dann ja am Zweitbesten. Wie dem
auch sei, die Fische wussten es nicht. Wir schliefen
wieder am Angelplatz und beschlossen, morgen keine
Pellets mehr nachzukaufen.
|
Tag 17: Die Legende von Chiprana
|
20.09.2006 |

(Bootsverleih am Ebro Oberlauf)
wollten heute mit dem Auto
eine Erkundungstour bis zum obersten Ebro-Wehr
bei Escatron 120 Flusskilometer stromauf
starten. Ab Caspe wurde der Wasserstand
erschreckend niedrig, wie auf einem Nagelbett
ragten die abgestorbenen Bäume aus dem Wasser.
In Gedanken plante ich schon die nächsten Touren
für 2007.Schließlich erreichten wir Chiprana und
das Wehr bei Escatron. Insgesamt eine sehr
aufschlussreiche Erkundungstour! |
Eine weitere Erzählung besagte, ein Engländer
habe an einem Tag bei Chiprana 110Waller
gefangen. Sofort wurde gerechnet. 18Stunden
erlaubte Maximalangelzeit, macht 9,8 Minuten pro
Fisch. Der Mann wusste am Ende, was er getan
hatte. Legende hin, Legende her, wir
 |

(Das Wehr von Escatron)


(Die Legende von Chiprana liegt im
Trockenen)
|

(Tieferes Wasser kurz unterhalb
von Caspe) |

(Bucht bei Mas de la Punta) |

(Das Kloster bei Mas de in Punta)

|
(Zurück
in Mequinenza: Einbetonierte Rutenhalter an der
Promenade) |
|
Tag 18: Kanu extrem
|
21.09.2006 |
|

(Schwing den Kopyto) |
Für den letzten Tag war noch
einmal eine sportliche Aktion geplant. Wir
ließen uns von Oli mit dem Kanu bei Fraga
aussetzen, etwa 20km stromauf von Mequinenza auf
dem Rio Cinca. Mit Gummifisch wollten wir im nur
metertiefen Wasser auf Wallerjagd gehen.
Und tatsächlich schnappte nach kurzer Zeit etwas
nach Franks Köder, |
doch leider
vorbei. Ich warf einen kleineren Fisch an, er drehte
beleidigt ab. Die Sonne erwärmte das Wasser etwas,
die Fische schienen aktiver zu werden. Wir ließen
keine verdächtige Stelle aus und hielten an, wenn
wir zu schnell daran vorbei trieben. Köder
aufschlagen lassen und möglichst viel Lärm machen.
Nach einiger Zeit versuchte ich es mit einer
tieferen Führung. Absinken lassen, anheben,
absinken, anheben –Hänger. Der Widerstand setzte
sich in Bewegung! Meine Rute mit 140gWurfgewicht bog
sich zum Halbkreis und federte die dumpfen Schläge
ab. Schnell drehte ich mich im Kanu um und hielt die
Rute über das Heck. Frank schnappte nach dem
nächsten Ast und zog das Boot in ruhigeres Wasser.
Obwohl es hier nicht viel tiefer als einen Meter,
war bekam ich meinen Gegner nicht zu Gesicht. Bei
den kraftvollen Fluchten in die Strömung, in den
Gumpen und unter das Boot zeigte sich meine Rute als
äußerst stabil und ermüdete den Fisch Stück für
Stück. Als er sich an der Oberfläche zeigte, kam der
große Schädel zum Vorschein. Wenige Minuten später
umgriffen meine Hände den Unterkiefer und zogen den
Waller mit dem Kopf zwischen meine Beine in das
kleine Boot. Der Schwanz hing noch irgendwo hinter
mir im Wasser. Schnell anleinen und zum Ufer. Wir
legten das Maßband an: 206cm! Das war die
aufregendste Kanu-Erfahrung meines Lebens. Nach
einer kurzen Foto-Session durfte das Kätzchen wieder
in ihr Element zurück, und auch wir gingen beim
nächsten Wehr in voller Montur baden.

(Monster-Cat im Würgegriff)

(Tourabschluss: 206er Waller)


Zum Glück hatten wir keine Verluste, die Ausrüstung
war wieder gewaschen und die Gummis flogen erneut
Richtung Ufer. Es gab noch einige heftige Attacken,
doch alle weiteren Fische verfehlten unsere Köder.
Bei der Mündung in den Segre trafen wir dann noch
Uli Beyer mit seiner Frau, welcher gerade sein
Ruderboot ins Wasser ließ. Wir machten uns jedoch
auf den Heimweg und hatten noch ein gutes Stück zu
paddeln. Im letzten Licht erreichten wir den Steg,
gönnten uns eine warme Dusche und schlossen den
Angeltrip mit einem Super-Grillen auf der Rancho ab,
wo man noch so einige Bekannte wieder traf.
(Einmal gekentert ist halb geduscht!)
Schnell waren die Sachen gepackt,
Oli ausgezahlt und die ersten Dinge für die Tour
2007 besprochen. Nach einem letzten Schnitzel bei „Josela“
hatte uns die Autobahn zurück. Ich würde ja bald
wiederkommen!
Fazit
Insgesamt konnte ich 32 Waller
überlisten, und das bei ganz entspannten
durchschnittlichen acht Angelstunden pro Tag. Die
Abenteuerlust kam auch nicht zu kurz, das
abwechslungsreiche Programm, die tollen Menschen vor
Ort, die unberührte Natur und die skurrilen
Geschichten vom Ebro ließ jeden Tag zu einem
unvergessliches Erlebnis werden. Ich wollte am
liebsten alle Waller dieser Welt umarmen!
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund
um die Fischwaid
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Das
Dezember Magazin als PDF
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