Als ich von Dortmund nach Mülheim zog, war es für
mich als Angler auch ein kompletter Gewässerwechsel.
In Dortmund war es die Lippe die ich als Naturell
Fluß begehrte, hier sollte es dann die Ruhr sein. In
Dortmund hatte ich noch anliegende Kanäle, die mir
dann mit der Lippe das ganze Raubfischsortiment
bieteten, hier habe ich aber nur die "Ruhr". Ich
lernte schnell Angler kennen die das "Gerücht", die
Ruhr ist überfischt und von Komoranen leergefressen
auch noch bestätigten.
ZITAT auf eine
Frage ob es noch gute Stellen an der Ruhr gibt:
Ne, kannste vergessen.
Müsstest du an die sauerländischen Seen fahren. Das
ist zu weit. Dann gibt es noch Forellenpuffs.
Die Ruhr hat wenige Stellen, die du alle kennst. Der
Rest ist langweilig. Die Ruhr war mal gut, aber
schau am Baldeneysee. Das sitzen die parasitären
Kormorane rum wie Spatzen. Vor fünf Jahren hat noch
nie jemand Kormorane gesehen. Die fressen kleinere
bis mittlere Gewässer in wenigen Tagen fast komplett
leer. Da bleibt nichts über. Würde dir empfehlen an
den Rhein zu fahren. Der ist zwar auch stark
befischt aber halt sehr groß. Kenne mich da auch
nicht gut aus, aber es gibt schöne einsame Stellen.
Tatsächlich sind hier viele,
sehr viele Angler auf meinem Stück. Trotzdem konnte
ich schon ein paar gute Fänge verbuchen. Das Problem
ist nur, das ich dafür wenn man es mal auf den
einzelnen Fisch rechnet 3 Tage angeln müsste. (Ist
jetzt ein wenig übertrieben)
Brut ist da, auch wenn es
jetzt keine Raubfischbrut ist die ich als Angelfisch
bevorzuge.

Hechte und Barsche konnte
ich/wir auch schon verbuchen. Aber auch nur mal
wieder in Einzelfällen.






Alles so Einzelfälle, die man
sich hart erarbeiten musste, das bin ich nicht
gewohnt, obwohl ich damals viel mehr
"Ruhrpottindustriell" geangelt habe. Schade, das
vergeht einem die Lust am angeln.
Trotzdem gibt es ja auch noch
Erlebnisse, die mal wieder Mut machen. Ich war heute
wieder an der Ruhr um per Drop Shot, Spinnern und
auch Jerken, ein wenig "Zappel" Gefühl zu bekommen.
Nichts, gar nicht hat sich
getan, am liebsten hätte ich vor Wut meine Angeln
zerbrochen. Das schlimmste war , das ich morgens und
auch noch einmal Nachmittags los war.....
Na ja, ich kramte vor Frust in
meiner Angeltasche nach einer Köderalternative,
krauchte an Ködern vorbei, die in unserer
Köderkonsumzeit ein heiden Geld kosten, und fand
einen 20g Jigkopf samt Gummifisch mit Twisterschwanz.
Ich schmiss ins Flussbett der
Ruhr und ließ bis zum Grund ansinken. Innerlich
sagte ich mir.....ach lass den Scheiß doch abreißen,
dann hau ich ab nach Hause.
Von wegen, nach 20 min konnte
ich direkt aus der Flussmitte einen Schlag in meiner
Rute verspüren. Ein 40er Hecht schaute mal kurz
vorbei. Nicht die Welt, aber jeder Angler weiß, wie
gut das jetzt tat.
Ich angelte weiter. lachte
noch innerlich über den Zwergenhecht und bekam
wieder einen Schlag in der Rute zu spüren. Ich
konnte es jetzt nicht mehr fassen und drillte den
Fisch erst einmal heran. Kaum zu glauben, aber ein
Zander. Der Fisch hatte ein gutes Maß sogar, wollte
sich aber keinesfalls zum Fototermin blicken lassen.
Stark und kräftig schüttelte er sich los.
Na ja, aber das ist das Gefühl
das ein Angler so braucht. Und das Rad muss nicht
neu erfunden werden...was soviel heißt wie, auch
einmal "alte" Techniken auszuprobieren.
Es wird jetzt vielleicht auch
nur mal wieder Zufall gewesen sein, aber ich schau
doch noch einmal ab und zu an der Ruhr vorbei.
Bis dahin, viel Spass beim
Angeln !!!!
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
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