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Ein Tag am Meer


 

Ein Tag am Meer

Brandungstreffen in Zeeland

Für unser Forentreffen, dass vom 26.- 28.Oktober stattfinden sollte, wurden im Vorfeld einige Dinge von Rob und Seebarsch85( Marcus) organisiert. Als Ort dafür kristallisierte sich das Städtchen Westkapelle heraus, wo wir am Joosesweg zwei Häuser gleich hinter dem Deich für die diesjährigen Teilnehmer anmieteten. Wattwürmer, Seeringelwürmer und Messermuscheln bestellt Rob bei seinem bevorzugtem Angelbedarf schon Wochen im Voraus, da an diesem geplanten Wochenende auch ein Brandungsangeln eines Angelklubs aus den Niederlanden an dem ausgesuchten Strandabschnitt stattfinden sollte. Im Nachhinein stellte sich diese Vorbestellung als sehr richtig dar.

Alle Lebensmittel, in fester wie auch flüssiger Form, die mit auf die Reise gehen sollten, wurden von den Teilnehmern in unserem Forum besprochen und aufgeteilt, wie es sich für ein Treffen mit Freunden gehört.

Leider konnten einige Interessierte aus dem Forum arbeitsbedingt den heiß ersehnten Termin dann doch nicht wahrnehmen, sodass sich die Teilnehmerliste wie folgt zusammenstellte:

Rob

 

Marcus( Seebarsch85)

 

Filipe( Nolte)

 

Hendrick( HenDerrick)

 

Joachim( Velojupp)

 

Axel( Strandfreak)

 

Dirk( Kosta)

 

Nichtsdestotrotz machten wir uns schlau über die Gezeitenströme zum Zeitpunkt des Treffens, die Fangberichte aus den diversesten Foren an diesem Strand und den zu erwartenden Wetterbedingungen.

Alles hörte sich erstmal gut an und wir alle konnten dem Termin nur entgegen sehnen.

Die Beladung der Autos wurde wahrscheinlich von allen Teilnehmern schon am Donnerstag vorgenommen, damit man am Freitag sofort nach Feierabend gen Zeeland aufbrechen konnte.

Die Fahrgemeinschaften sahen so aus:

Nolte aus Mainz holte Strandfreak in Viersen ab, Rob und Jupp fuhren aus Duisburg in einem Auto, Kosta und Henni auch, nur Marcus reiste allein aus Bochum an.

So trafen wir denn auch am Freitag zu unterschiedlichen Zeiten ein, Kosta und Henni waren die letzten, die dann um 18.45 Uhr in dem „Gemeinschaftshaus“ von Marcus, Axel und Filipe das erste Bier zur Erfrischung genießen konnten.

 

Die Begrüßung konnte nicht besser ausfallen, wo sich einige von uns doch nur aus dem virtuellen Leben kannten. Aber man muss wieder einmal erwähnen, dass sich Angler irgendwie blind zusammenschließen können, ohne große Probleme miteinander zu bekommen.

Nachdem sich dann alle miteinander bekannt gemacht und das ein oder andere Bier aufgemacht hatten, wurde der Plan für die erste Session geschmiedet. Und zwar ging es sofort daran, das notwendigste Material zusammen zu bauen und zum Strand zu bringen, da gerade die Ebbe einsetzte. Und siehe da, zwei gute Seezungen, die ersten kleineren Franzosendorsche, Mini- Wolfsbarsche und ein richtig guter Taschenkrebs gingen in diesen sechs Stunden an die Haken.

 

Nach diesem ersten Angeln zogen wir zu unseren Häusern ab, um den Grill anzuwerfen, Grillgut war ja im Überfluss vorhanden. Und Getränke auch!!!

Nach kurzem Schlaf wurde am Samstagmorgen einigermaßen schnell gefrühstückt, wobei die Wurst, die Axel mitgebracht hatte, höchsten Eindruck machte.

Den nächsten Angeltag begannen wir sehr motiviert und bestückten die Haken ratzfatz mit den drei verschiedenen Ködern, in unterschiedlichen Kombinationen, um die Fische recht schnell in unsere mitgebrachten Eimer zu bringen und heraus zu finden, welcher Köder in welcher Variante am besten fing.

 

In den ersten Minuten bissen wieder Mini- Wolfsbarsche, die in stattlicher, maßiger Größe in Holland Zeebars genannt werden. Leider war es dann nach gut einer Stunde mit den zaghaften Bissen auch vorbei. Immerhin hatten wir dann Zeit, uns miteinander zu unterhalten, da die Entfernung zwischen uns Anglern, durch die starke Strömung bedingt, ziemlich weit auseinander lag.

 

So sieht es eben aus, selbst wenn mal nichts beisst, haben wir uns wenigsten zum Quasseln.

Gegen Mittag traten wir den Heimweg an, um die mitgebrachten Suppen und Würstchen zur Stärkung zu uns zu nehmen und den in der Nachbarschaft anliegenden Angelshop zu besuchen.

 

Dort stellte es sich heraus, wie gut es war, unsere Köder im Vorfeld zu bestellen, denn es waren gar keine Wattwürmer und nur drei Pakete Zagers( Seeringelwürmer) zu bekommen. Naja, ein paar Bleie, fertige Montagen und Vorfachmaterial gingen dann doch noch über die Theke!

Wieder im Gemeinschaftshaus angekommen, überraschten uns die daheim Gebliebenen mit einem von Filipe mitgebrachten 5- Liter- Kanister portugisischen Rotwein, den wir in trauter Gemeinschaft leer schlürften, ein paar Biere und ein scharfer Slibowitz machten uns bis zum Nachmittag recht lustig, den es gab viel zu Lachen.

 

Gegen Abend entschlossen wir uns jedoch, das Trinken einzustellen und uns auf die nächste Angelsession vorzubereiten. Das hieß eigentlich nur, etwas Warmes zum Trinken mit in die Angeltasche zu packen, was in Form von heißem Wasser, weißem Rum und viel Zucker in die Thermoskannen gefüllt wurde.

Als wir dann zum Strand liefen, lief gerade das Wasser Richtung Horizont ab, was bekanntlich Ebbe bedeutet. Das sollte eigentlich die Fische beißfreudig machen, wie die bisherigen Erfahrungen erwarten ließ. Doch leider ist es in diesem Jahr sehr schwer, vom Strand aus richtig gute Fänge zu verbuchen. Es wurden bis zum Eintreffen der Flut weitere 3 gute Seezungen und viel Kleinzeugs gefangen, dazu noch vier Krebse in guter Größe.

 

Das diese Ausbeute auf die Stimmung drückte, kann man nicht behaupten, doch etwas mehr Fisch hätte sie garantiert noch weiter gehoben.

Gegen 1 Uhr morgens packten wir also unser Gerödel zusammen und freuten uns auf einen weiteren Grillabend bzw. eine Grillnacht, die sich auch bis zum frühen Morgen hinzog und fast alle Vorräte an Bier verschlang.

Herausragend wären dabei die portugisische Wurst, die uns Filipe kredenzte und der Grilleifer von Henni, der kaum Pause beim Grillen einlegte.

 

Rob, Henni und Kosta verließen die Veranda dann auch, wie immer, als Letzte, um dem wohlverdienten Schlaf zu frönen.

Sonntagmorgen ging der Tagesablauf verständlicherweise etwas schleppender voran. Wir frühstückten lange und besprachen uns darauf, am Mittag eine Stelle an den Fluttoren der Oosterschelde anzufahren, um den großen Wolfsbarschen nachzustellen. Wir teilten uns in zwei Gruppen, um eventuell an verschiedenen Stellen den Aufenthaltsort der Wölfe zu finden. Die Truppe um Rob fand bei Neeltje Jans ihren Platz, Marcus´s Jungs wollten ihr Glück an einer Fischaufzucht versuchen. Doch auch hier sollten wir nicht mit viel Glück belohnt werden. Kein einziger Biss wurde von Rob, Jupp, Henni und Kosta registriert, obwohl doch jede Köderwahl ausprobiert wurde. Was auch auf dem Rückweg zum Auto durch einen jungen, neugierigen Seehund erklärt werden konnte.

 

Ein Anruf zu der anderen Truppe ergab, dass zumindest Marcus einen Fisch gefangen hatte. Also schnell dorthin. Wir wurden von einem Foto überrascht, das von seinem Fang gemacht wurde. Er fing eine wunderschöne Meerforelle von ca. 45cm auf einen Blinker in silberner Farbe. Nach der Ablichtung dieses Fangs wurde sie wieder zurückgesetzt, da Meerforellen in den Niederlanden einen ganzjährigen Schutz genießen, um für die Verbreitung dieses schönen Fisches zu sorgen.

 

Nach vielen diversen Würfen stellte sich aber auch kein Biss mehr ein und wir entschlossen uns gegen 16 Uhr, das Angeln gegen einen Imbiss in einer der tollen Frittenbuden einzutauschen.

 

Kibbeling, Bratfisch, Pommes, Frikandeln und ein Heineken vertrösteten uns auf bessere Tage an der Küste, so erfolgreich war das Wochenende ja nun nicht.

Nach diesem Imbiss verabschiedeten Henni und Kosta sich von den Anderen, da sie als Einzige am Montag wieder zur Arbeit zitiert wurden. Rob, Jupp, Marcus, Filipe und Axel hatten den Vorteil, sich noch einmal am Abend den Wolfsbarschen zu widmen und abschließend einen netten Plausch zu halten. Leider änderte sich gegen Abend das Wetter zu stürmischen Winden und Platzregen, sodass diese Planung auch zunichte gemacht wurde. Doch untätig waren die Fünf auch nicht, sie kochten die gefangenen Krebse in Meersalz- Wasser und kosteten das Fleisch. Dabei kamen sie zu dem Entschluss, dass die nächsten maßigen Krebse nicht wieder zurück ins Meer dürfen.

Am Montagmorgen war dann endgültig für alle Teilnehmer das Treffen vorbei und auch der Rest der Truppe machte sich auf den Heimweg.

Auch noch erwähnenswert ist, dass weder bei der An- wie auch bei der Abfahrt kein Fahrer durch die niederländische Obrigkeit geblitzt wurde, was bei früheren Treffen doch schon vorgekommen ist.

Was man aber auf jeden Fall sagen kann, und da werden alle Teilnehmer zustimmen, es war ein tolles Wochenende mit sehr netten Leuten. Wir haben viel voneinander erfahren und auch Einiges gelernt, tolle Geschichten rund um unser Hobby sind durch die Runde gegangen und haben nicht selten zu Atemaussetzern geführt. Das nächste Treffen ist bestimmt schon in Planung.

Jungs, vielen Dank für dieses tolle Wochenende mit Euch!!!

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund um die Fischwaid
 

Kontakt: info@angelmagazin.com
 

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Noch Fragen zum Bericht?

In unserem Forum stehen euch die Autoren mit Rat und Tat zur Seite.

 

 
 

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