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Erstausstattung für Angeleinsteiger


Erstausstattung für Angeleinsteiger

Jeder Angeleinsteiger fragt sich nach seiner bestandenen Fischereiprüfung: Was brauche ich alles, um an meinem Hausgewässer vernünftig und mit Erfolg fischen zu können?

Einiges hat man ja schon während der Prüfungszeit erfahren, doch möchten wir trotzdem ein perfekt geschnürtes Paket an Angelutensilien schnüren, das auf die einzelnen Gewässer zugeschnitten ist. Es ist natürlich so, dass es Preis- und Qualitätsunterschiede bei Rute, Rollen, Schnüren, Vorfächern, Haken und Ködern, gerade bei Kunstköder gibt, die von jungen Anglern noch nicht bezahlt werden können! Deshalb werden wir hier keine Marken oder Hersteller nennen, sondern nur die einzelnen Posten aufführen, die wirklich notwendig sind, damit das Angeln zu einem schönen Erlebnis wird. 

Zuerst das Stillgewässer- Paket für den See, langsam fließende Flüsse( wie die Ruhr oder die Lippe), die Kanäle und die städtischen Häfen: 

Notwendiges Zubehör:

Kescher( Kantenmaß bitte über 50cm), Hakenlöser, Elektroniker- Zange mit spitzen Greifern, Wurmnadel, Schlagstock, Eimer mit Deckel zum Futter anrühren und Fische bis Zuhause verwahren, Messer, Rutenablage( Rod- Pod oder Rutenständer), Sitz- und/oder Liegegelegenheit.

 

Sonstiges Zubehör:

Gebundene monofile Vorfächer in den Hakengrößen 1( für Karpfen, Zander) über 10( für Friedfisch wie Brasse oder Barsche) bis 18( Köderfische). Zwei Stahlvorfächer mit der Tragkraft von 9- 10 kg, wenn mit Hechten zu rechnen ist( stört den Zander aber auch nicht)!

Eine Dose Schrotbleie von 0,5- 3 Gramm, einige Laufbleie von 5- 15 Gramm zum Ausbleien von Laufposen, einige Sarg- oder Birnenbleie von ca. 30 Gramm zum Angeln auf Grund. Karabinerwirbel bis 15 kg Tragkraft.

Eine kleine Auswahl von Laufposen mit einer Tragkraft von 4- 15 Gramm( gerne auch zwei mit Knicklichthalterung für nachts) und Knicklichter. Paniermehl oder Fertigfutter aus dem Angelladen.

Eventuell elektronische Bissanzeiger für die Grundangelei( geht aber auch mit kleinen Aalglöckchen, die zwischen dem ersten und zweiten Rutenring an die auf den Boden abgelegte Schnur befestigt wird).

 

Köder:

Maden, Tauwürmer, Mistwürmer, Dosenmais, Köderfische, Wobbler, Blinker, Spinner

Ruten:

 

Zwei Ruten mit einer Länge von bis zu 3,60m und einem Wurfgewicht von bis zu 50g reichen dicke für alle Ansitzmethoden an einem Stillgewässer aus. Eine ca. 5,00m lange Stipprute mit ebenso langem Vorfach und 1,5g tragender Pose ermöglicht das Angeln auf Köderfische. Eine leichte Spinnrute mit bis zu 3,00m Länge und einem Wurfgewicht von bis zu 30g bewältigt auch einen stattlichen Hecht.

 

Rollen:

Für die Ansitzangelei sind Freilaufrollen zu empfehlen, da sie stufenlos regelbar nach dem Auswurf der Montage die Schnur zum Abziehen frei laufen lässt. Die Rollengröße kann bis zu einer Schnurfassung von 200m 0,30mm monofilen Schnur oder 250m 0,25mm monofiler Schnur betragen( die meisten Rollen werden mit Austauschspule geliefert). Als Spinnrolle eignet sich eine mit einem Schnurfassungsvermögen von bis zu 150m 0,25mm monofiler Schnur oder 200m 0,10mm geflochtener Schnur. Eine Frontbremse ist in jedem Falle zu empfehlen.

Jetzt das Fließgewässer- Paket für Ströme wie den Rhein, die Mosel, Elbe usw. :

 

Notwendiges Zubehör:

Kescher( Kantenmaß bitte über 50cm), Hakenlöser, Elektroniker- Zange mit spitzen Greifern, Wurmnadel, Schlagstock, Eimer mit Deckel zum Futter anrühren und Fische verwahren, Messer, Rutenablage( Rod- Pod oder Rutenständer, besser ist aber ein Brandungs- Dreibein, in der die abgelegten Ruten sehr hoch stehen, damit man soviel Schnur wie möglich aus der Strömung halten kann), Sitz- und/oder Liegegelegenheit.

 

Zusätzliches Zubehör:

Gebundene monofile Vorfächer , gerne mit gröberer Schnur wie beim Angeln im Stillgewässer, in den Hakengrößen 1( für Karpfen, Zander) über 10( für Friedfisch wie Brasse oder Barsche) bis 18( Köderfische). Einige Sargbleie von 60- 100 Gramm oder einige Birnenbleie des gleichen Gewichts, die an ihren Ösen an Anti- Tangle- Booms( verhedderungsfrei) eingehängt werden. Futterkörbe mit ca. 50 Gramm Eigengewicht( ebenfalls mit dem Anti- Tangle- Boom verwenden). Karabinerwirbel bis 15 kg Tragkraft. Paniermehl oder Fertigfutter aus dem Angelladen. Aalglöckchen( mit Knicklichthalterung).

 

Köder:

Maden, Tauwürmer, Mistwürmer, Dosenmais, Köderfische, Blinker, Gummifische, Twister, Spinner, flach laufende Wobbler.

 

Ruten:

Zwei Grundruten mit einer Länge von 3,00- bis 3,60m und einem Wurfgewicht von 100 Gramm reichen meist auch für die starke Strömung aus. Eine ca. 5,00m lange Stipprute mit ebenso langem Vorfach und 2,0g tragender Pose ermöglicht das Angeln auf Köderfische.

Eine Spinnrute mit bis zu 3,20m Länge und einem Wurfgewicht von bis zu 60g bewältigt auch einen Meterwels, der den Kunstköder auch schon mal nehmen kann.

 

Rollen:

Für die Grundangelei an einem Strom sind stabile Stationärrollen zu empfehlen, da sie den Fisch sicher und abnutzungsfrei aus der Strömung holen muss. Die Rollengröße kann bis zu einer Schnurfassung von 200m 0,30mm monofilen Schnur oder 250m 0,17mm geflochtener Schnur betragen( die meisten Rollen werden mit Austauschspule geliefert). Als Spinnrolle eignet sich eine mit einem Schnurfassungsvermögen von bis zu 150m 0,25mm monofiler Schnur oder 200m 0,15mm geflochtener Schnur. Eine Frontbremse ist in jedem Falle zu empfehlen.

 

Zum Schluss dass Meeresangel- Paket für die Nord- und Ostsee:

Zuerst für die Brandung:

Notwendiges Zubehör:

Kescher( Kantenmaß bitte über 50cm), Hakenlöser, Elektroniker- Zange mit spitzen Greifern, Wattwurmnadel, Wirbel mit 25kg Tragkraft, Schlagstock, Eimer mit Deckel, um Fische zu verwahren, Messer, ein Brandungs- Dreibein, in der die abgelegten Ruten sehr hoch stehen, damit man soviel Schnur wie möglich aus der Strömung halten kann, Sitz- und/oder Liegegelegenheit.

 

Zusätzliches Zubehör:

Fertig gekaufte oder selbstgebundene Brandungsvorfächer mit zwei Butthaken in der Größe 1 bis 4 ( monofile Hauptschnur bis 0,40mm Stärke, monofile Mundschnüre bis 0,30mm Stärke).

Birnenbleie von 80- 150g oder Brandungs- Krallenbleie von 100- 150g.

 

Köder:

Wattwurm, Seeringelwurm, Muschelfleisch, Herings- oder Makrelenfetzen

 

Ruten:

Zwei Brandungsruten mit bis zu 4,50m Länge( je nach Körpergröße des Anglers) und einem Wurfgewicht von bis zu 250g

 

Rollen:

Zum Brandungsangeln sind sehr stabile Stationärrollen von Nöten. Sie sollten eine Schnurfassung von mindestens 250m geflochtener Schnur ( 0,19mm) und einen breiten Spulenkern besitzen, um auch große Wurfweiten möglich zu machen.

 

Für die Spinnangelei:

Notwendiges Zubehör:

Watkescher( möglichst schwimmend), Rucksack, Gürtel, Messer, Watstock und Schlagstock( dieses Zubehör ist am Gürtel zu befestigen), Wirbel bis 10kg Tragkraft, Fluorcarbonschnur in 0,30mm Stärke( bei Verwendung von geflochtener Hauptschnur), Elektroniker- Zange mit spitzen Greifern, Kunststofftüte zum Aufbewahren des Fanges.

 

Sonstiges Zubehör:

Wathose, Watjacke.

 

Köder:

Schlanke Blinker, Meereswobbler, Gummiköder wie Twister und Shads auf Jigköpfe gezogen.

 

Rute:

Es genügt eine Spinnrute, die eine Länge von 2,70m bis zu 3,60m besitzt. Sie sollte ein breit gefächertes Wurfgewicht aufweisen, damit man leichte wie auch schwerere Kunstköder sicher auswerfen kann. Ein Wurfgewicht von 5 bis 50 Gramm wäre ideal. Fischt man allerdings auf Wolfsbarsche, kann das Wurfgewicht ruhig bis zu 100 Gramm betragen.

 

Rolle:

Die Rolle sollte Stabilität und Weitwurfeigenschaften und eine Schnurfassung von 150 Metern 0,25mm starker monofiler beziehungsweise 200 Metern 0,15mm starker geflochtener Schnur besitzen. Außerdem sollte sie, soweit technisch überhaupt möglich, salzwasserfest beschrieben sein.

 

Zu guter Letzt ein Paket für die Bootsangelei auf unseren Meeren:

Notwendiges Zubehör:

Kescher( Kantenmaß bitte über 50cm) oder ein Gaff, Hakenlöser, Elektroniker- Zange mit spitzen Greifern, Wattwurmnadel, Wirbel mit 25kg Tragkraft, Schlagstock, Eimer mit Deckel, um Fische zu verwahren, Messer.

 

Sonstiges Zubehör:

Fertig gebundene Buttvorfächer mit Hakengrößen von 1- 4( zum Naturköderangeln), Birnenbleie oder Krallenbleie bis zu einem Gewicht von 150 Gramm, monofile Vorfachschnur in 0,50mm( zum Kunstköderangeln bei geflochtener Hauptschnur).

 

Köder:

Wattwurm, Seeringelwurm, Muschelfleisch, Herings- oder Makrelenfetzen, Pilker, Gummiköder wie Twister und Shads auf Jigköpfe gezogen.

 

Rute:

Die Rute kann von 2,00 Metern bis zu 3,00 Metern Länge angeschafft werden, dass hängt in der Regel von der Relinghöhe des Bootes ab. Je höher die Reling, desto länger darf die Rute sein. Ein Wurfgewicht von 150 Gramm deckt alle Angelarten( hier mit Naturködern oder Kunstködern mit Endgewichten bis 150 Gramm) vollkommen ab.

 

Rolle:

Eine stabile Stationär- Meeresrolle mit einer Schnurfassung von entweder 200 Meter 0,40mm starker monofiler oder 200 Meter 0,19mm starker geflochtener Schnur sollte jeden Meeresfisch unserer Breiten sicher ausdrillen können. Erst bei Tiefen ab ca. 60 Metern kann auch eine Multirolle zum Einsatz kommen, um die Stationärrolle und ihr Getriebe zu schonen.

Bei allen vorgestellten Angelpaketen empfiehlt sich geeignete Kleidung wie Regenkleidung, Gummistiefel, Thermoanzug oder beispielsweise einen Hut für den Sonnenschutz. Gerade im Sommer sollte man immer eine Tube Sonnencreme und eine Sonnenbrille in der Angeltasche haben. 

 

Wir wünschen unseren Angeleinsteigern viel Erfolg und Spaß bei unserem liebsten Hobby!

Ein Bericht von Kosta

Team Angelmagazin

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund um die Fischwaid
 

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