
Verbreitung / Lebensraum:
Der Ursprung des Karpfen liegt
in Asien. Mittlerweile ist der Karpfen allerdings in ganz Europa
verbreitet, mit Ausnahme der nördlichen Gebiete Skandinaviens. Er ist
von Natur aus ein Warmwasser liebender Fisch und bevorzugt flache
stehende oder langsam fließende Gewässer. Ein weicher Boden mit vielen
Pflanzen sagt ihm besonders zu.
Verhalten:
Der Karpfen ist ein sehr scheuer Fisch. Tagsüber versteckt er sich
zwischen Pflanzen oder zieht in tiefe Wasserstellen. Aktiv wird er erst
bei Beginn der Dämmerung. Zum Fressen zieht er in Schwärmen los, um
Futter zu suchen. Durch das Aufwühlen von Fressbarem am Grund macht er
sich dem Angler bemerkbar. Er ist ein vorsichtiger Genießer, deshalb
auch nicht so einfach zu fangen. Er ist ein kraftvoller Schwimmer, doch
bei kaltem Wasser ist er eher träge. Im Winter zieht es ihn in die
tieferen Gewässerstellen.
Wachstum /
Alter:
In der Regel braucht der Karpfen in
unseren Gewässern drei Jahre, um eine Speisefischgröße zu bekommen
(1.200g). In unseren natürlichen Gewässern braucht der Karpfen fünf bis
acht Jahre, um 40 – 50cm groß zu werden. Beim Karpfen wachsen die Rogner
schneller. Karpfen können vierzig bis fünfzig Jahre alt werden. Die
Maximalgröße liegt bei ca. 1,2 Meter.
Fortpflanzung:
Der Milchner ist bei drei, der
Rogner bei vier Jahren geschlechtsreif. Die Laichzeit ist in den Monaten
Mai bis Juli. Als Laichplätze bevorzugt er pflanzenreiche
Flachwasserzonen. Die Eizahlen liegen bei 200.000 – 700.000 Eiern. Die
Larven schlüpfen nach drei bis fünf Tagen.
Ernährung:
Als Erstnahrung bevorzugt der Karpfen
Plankton. Mit zunehmender Größe werden Würmer, Zuckmückenlarven und
andere Insektenlarven bevorzugt. Der erwachsene Karpfen ist ein
Allesfresser. Für seine Nahrung wühlt er bis ca. 10cm en Schlammboden
um, um an Futter zu kommen.
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