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Fischdatenblatt - Die Schleie


Die Schleie

Fisch des Jahres 2007

 

 

Verbreitung/Lebensraum:

Die Schleie kommt, mit Ausnahme von Griechenland, Nordskandinavien und Schottland, in ganz Europa und gemäßigten Asien vor. Sie bevorzugt langsam fließende oder stehende, flache, warme Gewässer mit weichem Grund und großem Pflanzenbestand.

 Sie wird in den meisten Bundesländern als nicht gefährdet eingestuft, was den Besatzmaßnahmen der Angler zu verdanken ist. In NRW gilt sie jedoch als Gefährdet und wird aus diesem Grund auf der Vorwarnliste geführt.

 

Art / Verhalten:

Die Schleie (Tinca tinca) gehört zu den karpfenartigen (Cypriniden) Fischen und ist ein ausgesprochener Schwarmfisch.

In extrem Situationen (große Hitze oder Kälte) fällt sie in eine Starre. Dies ermöglicht es ihr (kurzfristig) auch bei Sauerstoffmangel zu überleben

Sie ist ein lichtscheuer Fisch und lebt tagsüber meist im verborgenem. ort versteckt sie sich am Gewässergrund im dichten Kraut und wird erst zur Dämmerung aktiv. Im Winter buddelt sie sich im Schlamm ein.

 

Ernährung:

Junge Schleien ernähren sich von Planktonkrebsen, Erwachsene Schleien ernähren sich wie Karpfen. Zur Hauptnahrung zählen Schnecken, Würmer, Kleinstlebewesen, Algen oder auch einige Wasserpflanzen.

 

Wachstum:

Die durchschnittliche Größe einer Schleie beträgt ca. 30 cm. Es wurden jedoch schon stattliche Exemplare von 70 cm und bis zu 10 Kg Gewicht gefangen.

 Ausgewachsen ist die Schleie im Alter von 9 bis 10 Jahren.

 

Färbung:

Die Grundfarbe ist dunkel oliv. Es existiert jedoch auch eine rot goldene Zuchtform, welche oftmals in Zierfischteichen gehalten wird.

Maulform:

Endständiges, vorstülpbares Maul mit zwei kleinen Barteln

Schuppenform:

Rundschuppen

 

Körperform:

Leicht gestreckter, kräftiger Körper mit dicker, schleimiger Haut.

 Milchner und Rogner lassen sich anhand des Bauchflossenstrahls unterscheiden. Dieser ist beim Milchner verdickt und reicht mindestens bis zum Waidloch.

Laichzeit:

Die Laichzeit ist von April bis August ab einer Temperatur von 18 bis 20°C. Sie ziehen in Schwärmen in Flachwasserzonen mit hohem Pflanzenbestand. Die Eiablage der klebrigen Eier erfolgt an Wasserpflanzen. Ein Rogner kann bis zu 30.000 Eier ablegen.

Die Milchner erreichen die Geschlechtsreife mit zwei Jahren, die Rogner mit drei Jahren.

Die Larven schlüpfen nach drei Tagen.

 

 

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