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Daphnien
Daphnien sind Kleinkrebse, die zur Klasse der
Blattfußkrebse gehören.

Wissenschaftlicher
Name:
Daphnia
Vorkommen:
Daphnien kommen zumeist in Stillgewässern wie Seen
oder Teichen vor. Man findet sie jedoch auch in
Fließgewässern. Ihr Vorkommen gibt Aufschluss über
die Wasserqualität eines Gewässers, da sie extrem
auf Schadstoffe im Wasser reagieren. Schadstoffe
wirken sich auf die Bewegungsfähigkeit der Daphnien
aus.
Aussehen / Körperform
Bei den Daphnien liegt lediglich der Kopf frei. Der
Rest des Körpers ist in eine zweilappige Schale
eingeschlossen, welche aus zwei Hälften bestehen und
am Rücken eine Art Kiel bilden. Am Kopf befinden
sich Ruderantennen die aus einem Stammglied und zwei
Ästen mit Borsten bestehen, die von den Daphnien zur
Fortbewegung (Rudern) genutzt werden. Hierzu werden
die Äste mit den Borsten ähnlich einem Fächer
aufgeklappt.
Oberhalb der Mundöffnung, welche eine Art Kiefer
(sog. Manibeln) besitzt und nach innen leicht
bezahnt ist, sitzen zwei weitere Antennen die an
ihren Enden sog. Sinneshaare besitzen. Bei den
männlichen Daphnien sind die Antennen wesentlich
größer als bei den Weiblichen und haben zusätzliche
Borsten die, wie man annimmt, zur Wahrnehmung
mechanischer Reize dienen.
Daphnien besitzen zwei Augen. Das eine, größere
Auge, ist beweglich, während das kleine Auge
unbeweglich ist.
Unterhalb der Schale liegen weichhäutige Beine, die
jedoch nicht zur Fortbewegung dienen. Vielmehr
dienen sie zur Atmung (Kiemen) und zur Aufnahme von
Nahrung die durch eine Art Kanal im Inneren der
Schale in den Schlund "gestrudelt" wird.
Der After liegt am hinteren Teil der Daphnien, dort
liegen ebenso ein paar nach innen gebogene Krallen.
Fortpflanzung
Der Bestand aller Daphnien besteht zu 98 % aus
weiblichen Tieren, da diese sich ungeschlechtlich
vermehren. Zu Zeiten ungünstiger Lebensbedingungen
werden jedoch männliche Daphnien geboren, die dann
die Eier der Weibchen befruchten. Die so
befruchteten Eier können bis zu zwei Jahre
Trockenheit überstehen und schlüpfen, wenn sich die
Bedingungen verbessert haben.
Eine weitere Fähigkeit der Daphnien Eier ist das
überleben im Sediment so das sie ausgetrocknete oder
umgekippte Gewässer wiederbesiedeln können. In
Laborversuchen wurde beispielsweise festgestellt,
das Daphnien aus über fünfzig Jahre alten
Sedimentschichten des Bodensees ausschlüpfen können.
Nahrung:
Daphnien ernähren sich von planktonreicher Nahrung.
In der Zucht für die Aquaristik wird oftmals auch
Trockenmilchpulver verwendet.
Bedeutung als Fischnahrung:
Ihre Bedeutung als Fischnahrung ist sehr hoch, zumal
in bestimmten Jahreszeiten ein Massenaufkommen von
Daphnien vorkommt. Daphnien werden bevorzugt von
Jungfischen genommen und stellen so einen wichtigen
Bestandteil im Abwachsen von Jungfischen dar.
Lizenz für die Bilddatei:
Daphnia_spec.jpg
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