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Von Eric
(Team
zeevissport.com,Belgien)
April, Mai, der
Frühling kommt...? Nein weit gefehlt, die Hornhechte
ziehen nun am Küstenstreifen von Belgien und den
Niederlanden längst. Das bedeutet für viele
Sportfischer die Sachen zusammengepackt alles in den
Angelkoffer und ab in Richtung Deich oder Strand.
Der Hornhecht ist für die meisten Küstenangler einer
der "spritzigsten" Fische am feinen Gerät. Mit einer
dementsprechenden "leichten " Ausrüstung,
Rute-Rolle-Pose, ist man gut gerüstet um mit einem
saftigen Fischfetzen am Haken auszuwerfen. Kurze
Zeit später schießt der Hornfisch wie ein Pfeil aus
dem Wasser und zerrt in Speedbootmanier an Köder und
Pose. Dieser Moment ist der schönste am Fang, viele
Angler werden mir hier zustimmen.
Der Hornhecht hat
eine auffällige Körperform, lang, blaugrüne Flanken,
und einen langen spitzen Schnabel mit sehr feinen
Zähnen, charakteristisch für diesen Fisch. Daher
auch der erste Tipp regelmäßig den Haken neu ans
Vorfach knoten, da diese das Vorfach schnell
aufrauen. Größtenteils befinden sich auch Schuppen
an den Flanken, diese kann man jedoch leicht
entfernen. Nur kleben sie fies am Angelgerät und
Ausrüstung, daher schnell mit Wasser reinigen bevor
sie aushärten.
Im Volksmund werden
die Hornhechte auch
"Meivis (Maifisch)"
oder "Groengraat (Grüngräte) genannte.
Maifisch, weil er im
Mai an die Küstenregion kommt.
Und Grüngräte! Ja,
wegen seinen unverwechselbaren grünen Gräten wo
viele meinen das sie giftig sind, nichts davon ist
richtig. Die Grünfärbung der Gräten ist auf den
ungefährlichen Farbstoff "vivianiet"
zurückzuführen der sich vorwiegend in den Gräten
befindet und einigen Schuppen. Über die Jahre habe
ich die eine oder andere Gräte verschluckt und
schreib nun diesen Bericht für euch! Dieser Fisch
ist nicht giftig!
Hornhecht ist
hervorragender Speisefisch, auch die großen
Exemplare besitzen einen vorzüglichen Geschmack.

Der Hornhecht kommt
aus dem offen atlantischen Ozean westlich Groß
Britanniens an die Küstengebiete von der Nord- u.
Ostsee aber auch dem Mittelmeerraum, um sich zu
paaren und fortzupflanzen. Die Paarungszeit liegt
zwischen Anfang Mai und ende Juni. In diesem
Zeitraum entwickeln sich die Eier (Rogen) je nach
Wassertemperatur in 2-5Wochen, bevor sie ablaichen.
Hornhechte sind beim
abwachsen kaum zu übertreffen, nach einem Jahr
erreichen sie ein Länge von 25 cm im zweiten sogar
45cm. Das Heranwachsen zur vollen Größe geht
schrittweise vor sich, gut erkennbar am spitzen
Schnabel. Erst entwickelt die Unterseite dann die
Oberseite des Schnabels, bis die kleinen scharfen
Zähnchen den erwachsenen Fisch identifizieren.
Der Hornhecht ein
Oberflächenjäger, seine bevorzugte Beute: kleine
Fischarten wie Heringe, Sprotten, Sandaale,
kleine Krebse wie Tangläufer, Mysisgarnelen. Selbst
vor seinen eigenen Artgenossen macht er nicht halt.
Erfahrene Hornhechtangler die beim Ausnehmen den
Mageninhalt unter die Lupe nehmen finden oft kleine
Hornis von ca. 6cm Länge. Das schelle verdauen von
Beute aufgrund der Lage des Magens und Darms auf
einer Länge, lässt ihn auffallend schnell wieder
Beute schlagen, ein großen Vorteil für den hohen
Energieverbrauch bei der Jagd.

Wo, kann ich
bevorzugt Hornhecht fangen?
Hornhecht kann ich
überall in oben genannten Gebieten fangen. Um doch
die fangträchtigeren Plätze zu finden müssen diese
einige Eigenheiten vorweisen. Das sind häufig
strömungsreiche Gegenden. Diese sind gut bei ruhigem
Wetter zu erkennen, wo kleine Wellen gleichmäßig in
eine Richtung ziehen, dort fangen sie garantiert den
Hornhecht. Aber auch am Rand der Strömung wo sich
große Verwirbelungen im Flachwasser bilden jagt der
Hornhecht nach Beute. Der dritte Angelplatz befindet
sich am Wellenbrecher (Buhne), dort sind keine
großen Wurfweiten nötig denn die pfeilschnellen
Räuber jagen dicht unter Land.
Das Wetter spielt
zum Fangerfolg eine wichtige Rolle. So jagt der
Schnabelträger am liebsten bei schönem Wetter,
Windstille und Nebel am Morgen sind Top
Voraussetzungen. Man bedenke, nicht jeder Tag mit
guten Bedingungen ist auch ein Fangtag.
Hornhechtangeln vom
Boot ist im Gegensatz ein Kinderspiel. Das Boot in
die Strömung gelegt muss man nicht sehr weit
auswerfen, lässt die Schnur mit der Drift noch
einwenig abtreiben, dann aufgepasst, vorbeifahrende
Boote können die Schnur schnell kappen. Dieses gilt
auch für Uferangler die zu dicht an Schleusen oder
Häfen fischen. Noch ein Gewissenswort an die
Bootangler: kommt nicht so dicht ans Ufer um die
Uferangler zu verärgern jeder hat das gleiche Recht.
Seid sportlich und haltet genügend Abstand.
Noch ein paar Tipps:
Strömung ist ein Muss, harte Strömung ist einwenig
zuviel des Guten. Die Gezeiten spielen dabei eine
wichtige Rolle. Zwei Stunden vor und nach
Niedrigwasser, wenn die Strömung ruhiger ist dann
kann auch bei schlechtem Wetter sich der Fangerfolg
einstellen.
Mit welchem
Angelgerät kann ich auf Hornhecht angeln?
Beginnend mit der
Angelrute: Hierfür eignet sich eine gewöhnliche 2.75
- 3lbs Karpfenrute mit einer Länge von 3,60
am besten. Im
Gegensatz zu langen Brandungsruten und schweren
Bootsruten bietet uns die "leichte" Karpfenrute ein
echtes Angelvergnügen, man fühlt den direkten Anbiss
bis zum starken Zug wenn der Fisch am Haken hängt.
Sicher bekommt man
in vielen Angelläden (an der Küste) auch spezielle
Hornhechtruten, doch eine Karpfenrute ist nahezu
perfekt für diese Angelei.
Rollen können auch
eine Nummer leichter gewählt werden, Größen von
4000-5000 sind optimal. Bespult mit einer 25er
monofilen Schnur Qualitätsschnur. Unser
Hornhechtgerät: Rute, Rolle darauf eine 25er Schnur,
an deren Ende knoten wir noch ein Wirbel mit
Karabiner der Größe 10.
Kommen wir nun zum
Vorfach: eine 17er od. 18er Mono Schnur mit einer
Länge von 1.5m daran knoten wir wiederum ein Wirbel
ohne Karabiner der Größe 12. Warum noch ein Wirbel
fragen sie sich? Damit verhindern wir die
Verdrallung unsere Schnur beim Einholen, aufwerfen
oder in der Strömung beim Drill der wendigen Fische.
An das andere Vorfachende kommt ein Öhrhaken der
Größe 6-8, bevorzugt in Silber mit 2 Widerhaken am
Schenkel.
Binden sie am besten
noch ein paar Ersatzvorfächer um die Angelzeit am
Wasser besser zu nutzen, Fische zu fangen.
Kommen wir nun zur
Pose. Ich rate ihnen zur schwarzen
Pfeilpose (vorbebleit)
in 25g, bei rauem Wasser in der 30g Ausführung.
Diese Pose hat ein starke aerodynamische Form, und
beim Auswerfen eine stabile Flugbahn. Die bekanntere
"Stabilo (Buldo)" Wurfpose, eignet sich auch für
unsere Zwecke. Diese kann besser wahrgenommen
werden, auf der spiegelnden Wasseroberfläche, auch
von anderen Anglern.
Probieren sie beide
Ausführungen welche ihnen am besten liegt.
So, nun haben wir
alles zusammen, am oberen Auge der Posen wird nun
die Hauptschnur (Karabinerwirbel) und das Vorfach
(Wirbel ohne Karabiner) eingehängt. Nur noch der
Köder und unser Abenteuer kann beginnen.

(wartel met clip=
Karabinerwirbel; wartel=Wirbel; Nylon hoofdlijn=mono
Hauptschnur; Nylon waperlijn=Vorfach; Dobber=Pose;
Geephaak=Hornhechthaken)
Welcher Köder, zum
Hornhechtangeln?
Meine Erfahrung hat
gezeigt das frischer Lachs die besten Resultat
brachte, Nachteil er ist ziemlich teuer. Eine
günstige Variante, frisches Schweineherz von
Schlachter an der Ecke. Weiterhin sind frische
Makrelen oder Hornhechte ein gute Option für einen
Top Köder. Hornhechte fressen kleine Fische, der
Köder muss nun in dieselbe Form gebracht werden.
Schneiden sie aus den großen Stücken kleine Streifen
von ungefähr 5mm Breite und 4-5cm Länge. Auch Würmer
können als Köder verwendet werden, bevorzugt: weiße
Sandwürmer auch "witjes" genannt oder kleine
Seeringelwürmer.
Nur noch den Köder
auf den Haken gespießt und unsere Jagd auf Neptuns
Pfeil kann beginnen. Viel Erfolg und ein sportliches
Angelvergnügen wünscht ihnen
Eric vom Team
zeevissport.com
www.zeevissport.com
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund
um die Fischwaid
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