Am 16.04. war es endlich wieder soweit, die
Hechtsaison in Hessen begann und dieses mal (wie
eigentlich jedes Jahr) war der Edersee das
auserwählte Ziel.
Tag 1
Um 8 Uhr wurde ich unsanft von
meinem Radiowecker aus dem Schlaf geweckt, aber was
nimmt man nicht alles in Kauf um am ersten Tag der
Hechtsaison dem bei Anglern begehrten Räuber auf die
Schuppen zu rücken.
Also ging es schnell unter die
Dusche, nebenbei einen Schluck Kaffee reingeschüttet
(ahh, endlich wach) und das Boot ins Auto gepackt.
Wichtig! Die Angelpapiere und die Batterie für den
E-Motor nicht vergessen! Dann ging es rüber an den
See.
Am See angekommen noch schnell
einen Schein geholt; klasse, die Papiere habe ich
nicht vergessen; dann das Boot ausgepackt und ins
Wasser gelassen. Sch....., doch die Batterie zu
Hause liegen lassen. Naja, also war Rudern angesagt
(Ächz).
Ein kurzer Anruf bei Adrian, der
sich schon seit den frühen Morgenstunden am See
befand, klärte dann dessen Position (aha, da hinten
winkt jemand, da isser also). Nun war erst einmal
hinrudern angesagt. Trotz meines späten Eintreffens
am See hatte ich noch nichts verpasst. Es wurde
lediglich ein Hecht gesichtet und ein älterer Herr
hatte einen 50er Barsch verhaftet. Das machen die
dort glaube ich ständig - wenn man einen älteren
Herrn am Edersee im Boot sitzen sieht angelt der in
der Regel Barsche und verhaftet welche zwischen 40
und 50 cm. Nun ja, bei mir sollten es ja die Hechte
sein.
Als nächstes wurde sich ein wenig
umgeschaut, Position bezogen und schon flogen unsere
Jerks in alle Richtungen in der Hoffnung eine der
begehrten Hechtdamen zum Anbiss zu überreden.
(Hier ein Rundblick
um den Seebereich in dem wir uns zeitweilig
befanden)
Da sich bis Mittag noch nichts
getan hatte beschlossen wir erst einmal etwas Essen
zu gehen, wobei sich der Imbiss am See bestens
anbot.
Nach einer Stärkung konnte es
weiter gehen, denn die dicken Hechte warteten ja auf
uns. Schnell ging es wieder in die Boote und wir
präsentierten den Hechten erneut unsere zahlreichen
Köder.
Nach einer Weile konnten wir in
einer Bucht einige Fische beim Liebesspiel
beobachten. Da wir bisher noch keinen Hecht zum
Anbiss überreden konnten waren wir am Rätseln ob
dies nicht evtl. Hechte sein könnten. Richtig
ausmachen konnten wir die Fische leider nicht, denn
sie befanden sich erstens im Naturschutzgebiet und
zweitens will man die Tiere ja auch nicht stören. Im
Nachhinein liegt jedoch die Vermutung nahe, das es
wohl Karpfen gewesen sind, zumal einige große
Exemplare in der Nähe gesichtet wurden.
(Einige
Fische beim Liebesspiel)
Doch nicht nur die Fische waren
mit ihrem Liebesspiel beschäftigt, auch die
Wasservögel präsentierten sich in ihrem prächtigen
Balzkleid.
Da sich bisher nichts tat, fuhren
wir einige tiefere See Regionen an, doch trotz des
reichhaltigen Angebots an Ködern, wollten die Hechte
einfach nicht beißen. Von einigen anderen Anglern
erhielten wir die "frohe Kunde", das im Bachbett
zwei Hechte gefangen wurden.
Gegen Abend fuhren wir noch einmal
die morgens befischte Flachwasserzone an, in welcher
sich mittlerweile tausende Weißfische eingefunden
hatten. Doch trotz des mittlerweile reichhaltigen
Nahrungsangebots ließen sich keine Hechte blicken.
Tag 2
Heute war erst einmal ausschlafen
angesagt. Da wir vermuteten, das die Hechte eher in
den Abendstunden beißen, wurden die Angelsachen
diesmal gegen Mittag zusammengepackt; wobei der am
Vortag vergessenen Batterie eine besondere Beachtung
verliehen wurde.
Entgegen dem Vortag wurde der See
diesmal von nur wenigen Booten bevölkert. Die
Temperatur war um ca. 7°C gesunken. Bei ca. 20°C und
einem recht frischem Wind, der mich auf dem Boot
ganz schön durchschüttelte, ging es erst einmal in
die flacheren Bereiche in der Hoffnung das sich die
Hechte mittlerweile dort eingefunden haben.
Nachdem sich, trotz mehrmaligem
Stellungswechsel dort nichts tat, probierte ich es
im tieferen Wasser an einer Steilwand auf ca. 7m.
Nach einem intensiven Abfischen aller
Wasserschichten war ich mir so gut als sicher, das
auch dort momentan kein Fisch zum Beißen bereit war.
Ein erneuter Stellungswechsel war also angesagt.
Doch diesmal sollte die Fahrt dorthin nicht all zu
einfach werden ...
Auf halber Strecke sagte mir meine
Batterie, das sie nicht mehr gewillt sei meinen
Motor an zu treiben und stelle den Dienst ein. Nun
war wohl neben Rudern mal wieder eine neue Batterie
angesagt ...
Diesmal sollte es die Kante vom
Bachbett in 4m tiefe sein doch auch dort gab es
keinen Fisch. Als ich noch einmal die Stelle
wechselte meldete sich Adrian, der nun ebenfalls am
See angekommen war. Er nahm sich erst einmal die
flachen See Bereiche vor, während ich über steinigem
Grund die mittleren Wasserschichten abfischte und
mit heruntergelassenem Anker etwas driftete.
Nachdem sich nach dem Abdriften
des steinigen Flussbettes auch nichts tat rief ich
Adrian an und wir verabredeten uns am Imbiss um ein
kühles Blondes zu genießen. Ich liftete also den
Anker, doch stelle sich dies nicht all zu einfach
dar. Irgend etwas gab alles um mir das Hochziehen zu
erschweren. An der Oberfläche entpuppte sich das
Etwas dann als Baum dessen Wurzel ich gehakt hatte.
Nach dem nicht all zu einfachem
befreien des Ankers kam auch Adrian mit seinem Boot
...
... und wir widmeten uns erst
einmal den wichtigen Dingen, die am Imbiss auf uns
warteten.
Nach intensiver Lagebesprechung
wurde erst einmal das Bachbett mit Gummifisch und
Twister vertikal abgefischt. Doch auch hier zeigten
uns die Fische ein kalte Schulter.
Da es mittlerweile Abend wurde,
versuchten wir es noch einmal im flacheren Bereich,
in welchem sich die Weissfische mittlerweile wieder
sammelten. Zu späterer Stunde konnte Adrian noch
einen Fehlbiss eines kleinen Schnappers verbuchen.
Da es mittlerweile recht kühl
geworden war und auch die Fische sich nicht mehr
meldeten, beschlossen wir das Angeln zu beenden und
die Hechte am Edersee einige Tage später noch einmal
besuchen zu kommen ...
Ein Bericht von SchwalmAngler
(Karsten Kalweit)
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
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um die Fischwaid