Navigation

Home
       Deutschland
  Weltweit
    Gewässer
 Rezepte
   Sonstiges

    
 

Angeln Allgemein


 
 
 
 

Unsere Angelforen













 

Angelmagazin-News


 
 

Angeln Sonstiges


 


     

 

Jerkbaitbau


 

Im nachfolgenden Teil dieses Artikels möchte ich euch den Bau von Jerkbaits und anderen Holzbaits näher bringen! Los geht’s!

 

Als erstes braucht man natürlich eine Idee für die Form des Köders, beim Nachbau eines schon vorhanden Baits entfällt dieser Schritt selbstredend.

Wenn man seine Wunschform hat, überträgt man diese auf Papier oder Pappe und zeichnet diese auf das gewählte Holzstück in der gewählten Dicke. Zu den verschiedenen Holzarten und –dicken komm ich am Ende dieses Artikels noch mal zu sprechen.

 

 

 

 

Wenn dieser Schritt erfolgt ist, nimmt man die Stichsäge zur Hand und sägt die aufgezeichnete Form den Umrissen entlang aus.  

       

 
Nun spannt man den ausgesägten Rohling in den Schraubstock ein und ermittelt mit Hilfe eines Zollstocks/Lineal die Mitte auf der Unterseite des Köders und zeichnet diese wie auf dem Foto gezeigt ein

 

 

Nun legt man fest wo Bauchdrilling, Einhängöse, Schwanzdrilling und die Bebleiungslöcher auf der eingezeichneten Mitte liegen sollen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Blei auf der eingezeichneten Mittellinie liegt, desto flankender wird der Lauf des Köders später. Wenn das Blei mehr in die Breite positioniert wird, wird der Lauf auch eher träger sein. Ein Bebleiungsloch sollte

immer vor dem Bauchdrilling und eins immer vor den Schwanzdrilling gelegt werden. So kann der Köder nachher besser ausbalanciert werden.  

 

Jetzt wird der werdende Köder zum Bohren bereit gelegt. Man sollte ungefähr abschätzen, wie dick die Schraubösen sind und den Bohrer 1, 2 mm dünner wählen. Das Vorbohren ist einerseits wegen der Rissgefahr beim Bloßen reinschrauben der Ösen wichtig und andererseits wegen der Option des dazu zu gebenden Epoxydharz, was durch vorbohren erst möglich wird. Wenn man sich die Schraubösen selber drehen möchte, was ich euch gleich auch noch zeigen werde, kann bei der Bohrerwahl 1-2mm nach oben gehen, also einen 1-2mm dickeren Bohrer wählen, da diese ja kein Gewinde haben und somit ganz mit Epoxyd eingeklebt

 

werden müssen.

 

Aber zurück zum Bohren der Bebleiungslöcher. Auch hier sollte man ungefähr abschätzen wie viel Blei der Köder benötigt (siehe ihm unteren Teil des Artikels, „Hölzer“) und darauf hin die Breite und Tiefe des Loches bestimmen.

 

 

Ist das Bohren abgeschlossen, wird der Rohling an den Seiten mittels einer Schleifmaschine, Raspel oder Sandpapier abgerundet.

 

 

 

Nun zu den schon weiter oben angekündigten Selbstgedrehten-Ösen:

Als erstes knipst man sich ein Stück Draht in der gewünschten Länge ab, findet die Mitte und dreht diese um einen runden Gegenstand im selbst gewählten Durchmesser.

 

 

 

Wenn dies erfolgt ist, klemmt man die werdenden Öse zwischen die Klemmbacken einer Zangen und verzwirbeltet die beiden Enden mit einander und fertig ist die selbstgedrehte Öse!

 

Diese werden nun provisorisch in die vorgebohrten Löcher gesteckt und die Drillinge + Sprengringe an ihnen befestigt. Auch das Stahlvorfach wird an die vordere Öse eingehängt. Der Rohling samt seiner Hardware (Drillinge, Ösen etc.) wird nun in ein Wassergefäß getaucht und geschaut, ob dieser gerade

im Wasser liegt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist meist ungenaues Arbeiten der Grund und kann meist noch mal mit sorgfältigem Nacharbeiten behoben werden. Wenn nun alles ausbalanciert im Wasser liegt, ist die Bebleiung, also das, was den späteren Lauf des Köders erst ausmacht, dran. Dazu nimmt man sich (Blei-) gewichte,

ich gieße mir diese einfach in vorgebohrte Löcher auf einer alten Holzplatte, und bringt diese in den beiden Löchern an. Nun schaut man im Wasserbecken, wie der Köder im Wasser liegt und nimmt dann bei eventuellen Vor- oder Schieflagen Korrekturen in Form von Hinzu oder weg nehmen von Blei an den beiden Löchern. Später sollte der Köder waagerecht im Wasser liegen. Für Sinker nimmt man natürlich einfach etwas mehr Blei als für schwimmende Baits.  
Wenn das Bebleien abgeschlossen ist, drückt man das ermittelte Bleigewicht ganz in die vorgebohrten Löcher und steckt einen Rundstab im passenden Durchmesser hinein. Dieser wird dann auf Höhe der Oberfläche des Rohlings abgesägt und mit Epoxydharz eingeklebt:  

 

Im nachfolgenden Teil des Baues werden die Ösen eingeklebt. Nun kann der Köder endlich grundiert werden!

 

Wenn die Grundierung getrocknet ist, kann man kreativ werden! Jetzt gilt es, dem fast fertigen Rohling sein Äußeres zu verpassen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Zum Schluss kommt als Versicherung gegen scharfe Hechtzähne nochmal eine Schicht Epoxyd o. Klarlack drauf!

 

…Und wenn dieser getrocknet ist, können sich die Raubfische in euren Hausgewässern warm anziehen!

 

 

 

 

 

 

Die verschiedenen Holztypen:

 

Anschließend möchte ich euch, wie weiter oben schon erwähnt, die verschiedenen Holztypen und ihren Einsatzbereich erläutern:

 

Super weiche Hölzer wie Balsa o. Abachi:

Sehr gut geeignet für Kleinstwobbler. Es ist sehr leicht und noch leichter zu bearbeiten. Es muss unbedingt eine durchgehende Stahlachse verwendet werden, da in der geringen Dichte von Balsa o. Abachi Schraubösen niemals halten würden.

 

Weichhölzer wie Kiefer, Tanne, Fichte:

Gut für mittel große Wobbler! Sehr leicht zu bearbeiten. Bei Weichhölzern auf jeden Fall wieder eine durchgehende Stahlachse verwenden, da Schraubösen in dem weichen Holz keine hohe Stabilität erreichen würden. Es wird viel Blei durch den großen Auftrieb gebraucht!

 

Mittelharte Hölzer, z.B. Lärche:

Mittelhartes Holz ist ein guter Kompromiss zwischen Weich und Hartholz. So verbinden sich die Vorteile wie die gute Bearbeitung von Weichhölzern mit dem weniger gebrauchten Blei beim harten Hölzern. Eignet sich für so ziemlich alle Ködertypen.

 

Harte Hölzer wie Buche, Mahagoni:

Der große Vorteil bei hartem Holz ist wohl das wenige Blei, das zum Ausbleien gebraucht wird, da Hartholz eine vergleichsweise hohe Dichte hat. Zudem kann man bei ihm ohne Bedenken Schraubösen wie es oben beschrieben ist verwenden, da durch die schon beschrieben hohe Dichte diese sehr gut halten. Gut geeignet für Jerkbaits und große Wobbler.

 

Das waren im groben die wichtigsten Hölzer, aus denen man sich seines für seinen Einsatzgebiet aussuchen kann.

 

Ich hoffe, euch hat der Artikel Spaß gemacht zu lesen und vielleicht konnte dem ein oder anderen ja geholfen werden!

 

Euer Arne

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund um die Fischwaid
 

Kontakt: info@angelmagazin.com
 

 

copyright: www.angelmagazin.com

 
 

     =copyright by Angelmagazin.com=

Home        Angelforum       Deutschland       Weltweit       Contact       Tipps / Tricks       Gewässer
Angellexikon :A,B,C,D,E,F,G,H,I,J,K,L,M,N,O,P,Q,R,S,T,U,V,W,Z