Im nachfolgenden Teil dieses
Artikels möchte ich euch den Bau von
Jerkbaits und anderen Holzbaits näher
bringen! Los geht’s!
Als erstes braucht man
natürlich eine Idee für die Form des Köders,
beim Nachbau eines schon vorhanden Baits
entfällt dieser Schritt selbstredend.
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Wenn man seine
Wunschform hat, überträgt man diese
auf Papier oder Pappe und zeichnet
diese auf das gewählte Holzstück in
der gewählten Dicke. Zu den
verschiedenen Holzarten und –dicken
komm ich am Ende dieses Artikels
noch mal zu sprechen.
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Wenn dieser Schritt
erfolgt ist, nimmt man die Stichsäge
zur Hand und sägt die aufgezeichnete
Form den Umrissen entlang aus. |
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Nun spannt man den
ausgesägten Rohling in den
Schraubstock ein und ermittelt mit
Hilfe eines Zollstocks/Lineal die
Mitte auf der Unterseite des Köders
und zeichnet diese wie auf dem Foto
gezeigt ein |
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Nun legt man fest wo
Bauchdrilling, Einhängöse,
Schwanzdrilling und die
Bebleiungslöcher auf der
eingezeichneten Mitte liegen sollen.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Blei auf
der eingezeichneten Mittellinie
liegt, desto flankender wird der
Lauf des Köders später. Wenn das
Blei mehr in die Breite positioniert
wird, wird der Lauf auch eher träger
sein. Ein Bebleiungsloch sollte |
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immer vor dem
Bauchdrilling und eins immer vor den
Schwanzdrilling gelegt werden. So
kann der Köder nachher besser
ausbalanciert werden. |
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Jetzt wird der werdende Köder zum
Bohren bereit gelegt. Man sollte
ungefähr abschätzen, wie dick die
Schraubösen sind und den Bohrer 1, 2
mm dünner wählen. Das Vorbohren ist
einerseits wegen der Rissgefahr beim
Bloßen reinschrauben der Ösen
wichtig und andererseits wegen der
Option des dazu zu gebenden
Epoxydharz, was durch vorbohren erst
möglich wird. Wenn man sich die
Schraubösen selber drehen möchte,
was ich euch gleich auch noch zeigen
werde, kann bei der Bohrerwahl 1-2mm
nach oben gehen, also einen 1-2mm
dickeren Bohrer wählen, da diese ja
kein Gewinde haben und somit ganz
mit Epoxyd eingeklebt |
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werden müssen.
Aber zurück zum
Bohren der Bebleiungslöcher. Auch
hier sollte man ungefähr abschätzen
wie viel Blei der Köder benötigt
(siehe ihm unteren Teil des
Artikels, „Hölzer“) und darauf hin
die Breite und Tiefe des Loches
bestimmen.
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Ist das Bohren
abgeschlossen, wird der Rohling an
den Seiten mittels einer
Schleifmaschine, Raspel oder
Sandpapier abgerundet.
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Nun zu den schon weiter oben
angekündigten Selbstgedrehten-Ösen:
Als erstes knipst man
sich ein Stück Draht in der
gewünschten Länge ab, findet die
Mitte und dreht diese um einen
runden Gegenstand im selbst
gewählten Durchmesser.
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Wenn dies erfolgt
ist, klemmt man die werdenden Öse
zwischen die Klemmbacken einer
Zangen und verzwirbeltet die beiden
Enden mit einander und fertig ist
die selbstgedrehte Öse! |
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Diese werden nun
provisorisch in die vorgebohrten
Löcher gesteckt und die Drillinge +
Sprengringe an ihnen befestigt. Auch
das Stahlvorfach wird an die vordere
Öse eingehängt. Der Rohling samt
seiner Hardware (Drillinge, Ösen
etc.) wird nun in ein Wassergefäß
getaucht und geschaut, ob dieser
gerade
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im Wasser liegt. Wenn
dies nicht der Fall ist, ist meist
ungenaues Arbeiten der Grund und
kann meist noch mal mit sorgfältigem
Nacharbeiten behoben werden. Wenn
nun alles ausbalanciert im Wasser
liegt, ist die Bebleiung, also das,
was den späteren Lauf des Köders
erst ausmacht, dran. Dazu nimmt man
sich (Blei-) gewichte,
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ich gieße mir diese
einfach in vorgebohrte Löcher auf
einer alten Holzplatte, und bringt
diese in den beiden Löchern an. Nun
schaut man im Wasserbecken, wie der
Köder im Wasser liegt und nimmt dann
bei eventuellen Vor- oder
Schieflagen Korrekturen in Form von
Hinzu oder weg nehmen von Blei an
den beiden Löchern. Später sollte
der Köder waagerecht im Wasser
liegen. Für Sinker nimmt man
natürlich einfach etwas mehr Blei
als für schwimmende Baits. |
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Wenn das Bebleien
abgeschlossen ist, drückt man das
ermittelte Bleigewicht ganz in die
vorgebohrten Löcher und steckt einen
Rundstab im passenden Durchmesser
hinein. Dieser wird dann auf Höhe
der Oberfläche des Rohlings abgesägt
und mit Epoxydharz eingeklebt: |
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Im nachfolgenden Teil des Baues
werden die Ösen eingeklebt.
Nun kann der Köder endlich
grundiert werden!
Wenn die
Grundierung getrocknet ist, kann
man kreativ werden! Jetzt gilt
es, dem fast fertigen Rohling
sein Äußeres zu verpassen!
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Zum Schluss kommt
als Versicherung gegen scharfe
Hechtzähne nochmal eine Schicht
Epoxyd o. Klarlack drauf!
…Und wenn dieser
getrocknet ist, können sich die
Raubfische in euren
Hausgewässern warm anziehen!
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Die verschiedenen
Holztypen:
Anschließend möchte ich euch,
wie weiter oben schon erwähnt, die
verschiedenen Holztypen und ihren
Einsatzbereich erläutern:
Super weiche Hölzer wie
Balsa o. Abachi:
Sehr gut geeignet für
Kleinstwobbler. Es ist sehr leicht und noch
leichter zu bearbeiten. Es muss unbedingt
eine durchgehende Stahlachse verwendet
werden, da in der geringen Dichte von Balsa
o. Abachi Schraubösen niemals halten würden.
Weichhölzer wie Kiefer,
Tanne, Fichte:
Gut für mittel große Wobbler!
Sehr leicht zu bearbeiten. Bei Weichhölzern
auf jeden Fall wieder eine durchgehende
Stahlachse verwenden, da Schraubösen in dem
weichen Holz keine hohe Stabilität erreichen
würden. Es wird viel Blei durch den großen
Auftrieb gebraucht!
Mittelharte Hölzer, z.B.
Lärche:
Mittelhartes Holz ist ein
guter Kompromiss zwischen Weich und
Hartholz. So verbinden sich die Vorteile wie
die gute Bearbeitung von Weichhölzern mit
dem weniger gebrauchten Blei beim harten
Hölzern. Eignet sich für so ziemlich alle
Ködertypen.
Harte Hölzer wie Buche,
Mahagoni:
Der große Vorteil bei hartem
Holz ist wohl das wenige Blei, das zum
Ausbleien gebraucht wird, da Hartholz eine
vergleichsweise hohe Dichte hat. Zudem kann
man bei ihm ohne Bedenken Schraubösen wie es
oben beschrieben ist verwenden, da durch die
schon beschrieben hohe Dichte diese sehr gut
halten. Gut geeignet für Jerkbaits und große
Wobbler.
Das waren im groben die
wichtigsten Hölzer, aus denen man sich
seines für seinen Einsatzgebiet aussuchen
kann.
Ich hoffe, euch hat der
Artikel Spaß gemacht zu lesen und vielleicht
konnte dem ein oder anderen ja geholfen
werden!
Euer Arne
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht
dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure
Erlebnisse rund um die Fischwaid
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