Der Bau einer Silikonform
In Teil 3 unserer Köderbauanleitung zeigen wir Euch wie
Ihr
anhand des in
Teil 2 gebauten Prototypen eine Silikonform baut.

Um die
Silikonform bauen zu können benötigt Ihr als
erstes eine entsprechende Einfassung, in
welche das flüssige Silikon gegossen wird.
Hierfür sind die allseits bekannten und
nicht nur bei Kindern beliebten Legosteine
bestens geeignet.
Um die Größe der
späteren Form bzw. der Einfassung fest zu
legen, werden die beiden Hälften des
Prototypen auf eine ebene Fläche gelegt und
die Legosteine drum herum gebaut. Dabei ist
zu beachten, das nicht nur das Silikon und
der Prototyp in die Einfassung hinein passen
müssen, sondern auch noch eine entsprechende
Lage Knetmasse. I.d.R reichen fünf Lagen
Legosteine.

Als nächstes benötigt Ihr eine Unterlage auf
welche die Köder später gelegt werden. Hier
kommt nun die zuvor erwähnte Knetmasse zum
Einsatz. Die Unterlage aus Knetmasse muss
eine möglichst glatte Oberfläche besitzen,
da diese sich später in der Oberfläche der
Silikonform wieder spiegelt. Ebenfalls muss
die Unterlage so an die Einfassung aus
Legosteinen angepasst werden, das sie dicht
abschließt und das Flüssige Silikon nicht an
den Rändern vorbei fließen kann.

Um die Menge des Benötigten Silikons fest zu
stellen, wird der Prototyp in eine Schüssel
gelegt, welche in etwa das gleiche Volumen
besitzt wie Eure Einfassung und mit Wasser
übergossen bzw. eingetaucht. Hierbei ist zu
beachten, das das Wasser den Prototypen
großzügig bedeckt. Die Menge des Wassers
wird anschließend in einem Messkrug gefüllt,
somit kann die benötigte Silikon Menge
festgestellt werden. I.d.R. werden ca. 250
bis 300 ml für die Form und ca. 200 bis 250
ml für den Deckel benötigt. Die benötigte
Silikonmenge variiert je nach Größe des
Köders.

Bevor es nun ans "Eingemachte", dem
Einfüllen des flüssigen Silikons, geht, muss
die Einfassung, der Prototyp und die
Unterlage aus Knetmasse flächendeckend mit
einem Trennmittel (hier Vaseline) bestrichen
werden. Besonders zu beachten ist hier, das
der Prototyp gleichmäßig bestrichen wird, da
eventuelle Unebenheiten sich später in der
Silikonform widerspiegeln. Um zu vermeiden
das das flüssige Silikon später unter den
Prototyp fließt, sollte dieser vor dem
auftragen des Trennmittels ganz leicht in
die Knetmasse eingedrückt werden.

Damit der Deckel der Form später richtig
sitzt und nicht aus versehen verkehrt herum
aufgesetzt wird, werden mittels eines
Eddings (natürlich eignet sich auch jeder
andere Stift oder ein anderer, ähnlicher
Gegenstand) entsprechende Löcher in die
Knetmasse eingedrückt. Damit das Trennmittel
(die Vaseline) auch hier flächendeckend
vorhanden ist, wird der Edding vor jedem
Eindrücken in die Knetmasse zuvor in das
Trennmittel getaucht. Um ein späteres,
seitenverkehrtes auflegen des Deckels zu
verhindern sollte hier eine entsprechende
Codierung aufgetragen werden. D.h.der Stift
sollte so in die Knetmasse eingedrückt
werden, das sich beispielsweise auf der
rechten Seite ein anderes Muster ergibt als
auf der linken Seite.

Nun geht es an das Mischen des Silikons. Das
zum Mischen verwendete Gefäß ist bestenfalls
ein aus Plastik bestehender Messbecher oder
Maßkrug. Ebenfalls solltet Ihr kein
gewöhnliches Silikon verwenden sondern auf
jeden Fall hitzebeständiges, da das Resin,
welches später in die Form gegossen werden
soll Temperaturen bis zu 80°C (laut
Hersteller) entwickeln kann. Für diesen
Bericht wurde Silikon der Firma Marronnier
Künstlerbedarf & Modellbauzubehör verwendet.
Links zu weiteren Bezugsquellen findet Ihr
am Ende dieses Artikels.
Um ein Gelingen bestmöglich zu garantieren,
sollte auf jeden Fall das angegebene
Mischungsverhältnis von Silikon und Härter
beachtet werden. Sollte man versehentlich
etwas zu wenig Härter benutzen ist dies
nicht all zu tragisch, da das Silikon bis
zur vollständigen Durchhärtung nur etwas
länger braucht (kann bis zu 24h dauern). In
diesem Fall das Silikon auf keinen Fall
entsorgen. Hier ist einfach nur etwas mehr
Geduld angesagt.
Um das flüssige Silikon und den Härter zu
Mischen eignet sich ein Holzspatel oder
Holzstäbchen. Beim Mischen des Silikons
sollte auf jeden Fall darauf geachtet
werden, das das Silikon keine (oder nur
wenige) Blasen bildet.

Nach dem Mischen kann das Silikon vorsichtig
in die vorbereitete Form gegossen werden.
Hierbei ist ebenso wie beim Mischen des
Silikons Vorsicht geboten, da eine
Blasenbildung möglichst vermieden werden
soll.

Das Silikon in dem verwendeten Messbecher
lässt man ebenfalls aushärten, es kann
später einfach und leicht abgezogen werden.
Ein Auswaschen des Gefäßes ist also nicht
von Nöten.

Wenn sich kleine Bläschen an der Oberfläche
bilden (siehe Bild unten) ist dies nicht
schlimm, meistens lässt sich dies auch nicht
vermeiden. Die Bläschen platzen jedoch und
bilden nach einiger Zeit eine glatte
Oberfläche. Es sollte also nicht versucht
werden die Oberfläche glatt zu streichen.

Nach dem vollständigen Aushärten des
Silikons kann die Form aus der Einfassung

und die Knetmasse von der fertigen
Silikonform genommen werden. Beides sollte,
dank des zuvor aufgetragenen Trennmittels
sehr leicht und einfach gehen.

Das Herausnehmen des Prototyps sollte
ebenfalls sehr leicht von statten gehen.
Eventuelle Knetreste die sich auf der
Silikonform befinden können mit einem
Papiertuch (Haushaltsrolle) leicht
abgewischt werden.

Für nächsten den Schritt, dem Gießen des
Deckels, wird die Einfassung, die
Silikonform und der Prototyp wieder mit
Trennmittel bestrichen und in die Einfassung
gegeben. Hier ist zu beachten, das die
Löcher im Prototyp ebenfalls gleichmäßig mit
Trennmittel zu bestreichen. Sollten die in
Teil 2 gebohrten Löcher für die spätere
Bebleiung etwas zu tief geraten sein, werden
diese vor dem Auftragen des Trennmittels
etwas mit Knetmasse gefüllt.

Danach wird, wie oben beschrieben wieder
etwas Silikon (je nach Größe der Form 50 bis
100ml weniger als bei der Form - kann
ebenfalls zuvor mit Wasser ausgemessen
werden) in die Einfassung gegeben.

Nach dem Herausnehmen der Form aus der
Einfassung

sollte der Deckel ganz leicht von der
Unterseite der Silikonform genommen werden
können. Sollte es Probleme beim Lösen des
Deckels vom Prototyp geben, wird dieser ganz
vorsichtig, Loch für Loch herausgelöst um
die "Zapfen" im Deckel nicht zu beschädigen.

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht
dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure
Erlebnisse rund um die Fischwaid
Kontakt:
info@angelmagazin.com
copyright:
www.angelmagazin.com
|