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Meerforelle und Lachs kehren in die Hunte zurück


Meerforelle und Lachs kehren in die Hunte zurück

(schrieb die Nordwest-Zeitung .......)

 

Vor rund 80 Jahren wurde mitten in der Hunte das riesige Kraftwerk gebaut. Nur Aalen gelang es noch, in die Obere Hunte auf zu steigen und jetzt im letzten November hat man diese alte Umweltsünde getilgt. Die rund 950.000 EURO teure Fischtreppe wurde im Rahmen einer Feierstunde offiziell in Betrieb genommen.

 

"Der gesamte Hunterverlauf bis Wildeshausen und etliche kleine Nebengewässer wurden auf einer Länge von 45 Kilometern für die Fische und andere Lebewesen durchgängig gestaltet", sagte der Direktor des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Siegfried Popp, zur Eröffnung der Anlage. Das Wasserkraftwerk habe damals die Stadt mit Strom versorgt und hätte deshalb sicherlich eine historische Bedeutung.

 

 

"Die Fischtreppe ist Bestandteil des niedersächsischen Fließgewässerprogramms", sagte eine Vertreterin des Umweltministeriums aus Hannover. Immerhin überwindet die  Fischtreppe einen Höhenunterschied von rund fünf Metern. Durch dieses Nadelöhr können nun Lachse, Meerforellen, Aale und Neunaugen ungehindert Flussaufwärts oder abwärts wandern.

 

 

Vom Sportfischerverein Oldenburg waren auch mehrere Kollegen vom Gesamtvorstand bei der Feierstunde anwesend. Man sah allerorts nur zufriedene Gesichter, als zwei Arbeiter langsam und sehr pressewirksam durch Anheben von Absperrungen den Weg für Wasser und Fisch frei machten. Dann schoss das Huntewasser rauschend in die Tiefe und die Fischtreppe füllte sich langsam aber stetig.

 

 

Zur Fischtreppe selbst: Ein U-förmiger Spundwandkasten mit einer Länge von rund 60 Metern und 4,50 Meter Breite bildet die äußere Begrenzung; es sind 36 Einzelbecken mit den Abmessungen von 4,50 Meter X 1,25 Meter vorhanden. Nur durch 30 cm breite aber sehr lange tiefe Schlitze sind die einzelnen Becken verbunden. Die Fließgeschwindigkeit beträgt 1,70 Meter pro Sekunde.

 

 

Wenn eine weitere Fischtreppe beim Wehr in Wildeshausen gebaut wird, und dies wird kommen, dann währe die Hunte bis zum Dümmer und weiter bis ins Wiehengebirge passierbar. Wer sich dieses Bauwerk neben dem E-Werk noch nicht angeschaut hat, dem sei eine Besichtigung unbedingt empfohlen.

 

 

Rund um die neue Fischtreppe ist allerdings ein großer Zaun aufgestellt, damit niemand hineinfällt.

 

 

 

....erschienen in: "Der Oldenburger Sportfischer"

 

Das Angelmagazin bedankt sich recht herzlich für die Genehmigung diesen Artikel verwenden zu dürfen.

 

 

 

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