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Posenbau aus Pfauenfedern


 

Posenbau aus Pfauenfedern

 

Mein Umdenken fing an einem Forellenteich im Februar an, als ich gesehen habe, wie fein und langsam man mit Federkiel- Posen schleppen kann. Ich hatte bisher immer Posen im Angelladen gekauft und war eigentlich zufrieden damit, bis ich eben diese besondere Art Posen im direkten Einsatz sah.

 

Nur, woher bekomme ich Federkiele, wie bearbeitet man sie, um ein halbwegs vernünftiges Ergebnis heraus zu bekommen?

 

Diese Fragen stellte ich auch im Forum, doch der Zufall spielte mir gut zu. Eine Bekannte, hatte einige Pfauenfedern ohne den Federkopf, der bekanntlich die Pfauen so sehr schmückt, im Angelladen, den wir sehr oft besuchen, abgegeben! Ohne die Köpfe konnte die Dame die Federn nicht an Kostümbildner weitergeben. So bot sich mir die Möglichkeit, nach erfolglosen Tiergartenbesuchen den Posenbau zu beginnen.

 

 

Überrascht war ich über die Tatsache, wie viele Posen man aus einer einzigen, ca. 1,30 Meter langen Feder bauen kann, wenn man sie den Bedürfnissen entsprechend zurecht schneidet.

 

 

Wenigstens drei und höchstens vier Posen traute ich meinen doch grobmotorischen Händen zu. Feines Arbeiten war bei einer Stärke von weniger als 2mm Stärke bei den dünnsten Posenmodellen angesagt.

 

Als Erstes kaufte ich mir neue Klingen für meinen Tapeten- Cutter und schnitt die an den Kielen übrig gebliebenen Federn so ab, dass nur noch Unebenheiten auf dem Kiel zu fühlen war. Vorsichtig muss man dabei vorgehen, um tiefe Schnitte zu vermeiden.

 

 

 

Nachdem dieses geschehen war, nahm ich die Klinge aus dem Cutter und schabte mit der scharfen Schneide sehr vorsichtig die Unebenheiten von den Kielen. Da bei dieser Methode( man kann bestimmt auch feines Schmirgelpapier benutzen) Staub anfällt, sollte man sich eine Staubmaske aufsetzen( Vogelgrippe?)!

 

 

So bekam ich als Produkt viele verschieden lange Kiele, die sich einigermaßen glatt anfühlten und für die verschiedensten Angelarten zu gebrauchen sind! Beim nächsten Posenbau werde ich aber definitiv Schmirgelpapier benutzen, da doch noch ein paar Unebenheiten zu fühlen waren. Ich musste mir noch Gedanken darüber machen, ob die Posen als Feststell- oder Laufpose dienen sollten! Ich entschied mich, wegen meiner eigentlich miserablen Bastelkünste für Feststellposen.

 

 

Jetzt musste ich mich erkundigen, welche Lacke ich zum Verschließen der Federporen benutzen kann, ohne die feine Struktur der Kiele zu zerstören. Sie sollten mehrere Male fein lackiert werden, um jegliche Wasseraufnahme zu verhindern und so die fertigen Posen zu einem langen Leben verhelfen.

 

Im Bastelladen bekam ich den Klarlack und Lack in weiß, neonrot und neongelb! Ein Würfel Moosgummi holte ich mir im Blumengeschäft, um die Posen darin trocknen zu lassen. Dann konnte es losgehen!

 

Jede einzelne Pose bekam ihre erste von drei Klarlack- Schichten, durfte ausgiebig trocknen, um danach die nächsten Lackschichten zu erhalten!

 

 

Als auch der letzte Rest Klarlack getrocknet war, konnte ich mit der Lackierung mit weißem Lack beginnen. Diese Schicht Lack brachte ich aber nur einmal auf, da sie nur für das einigermaßen gute Aussehen zu sorgen hatte. Wenn später im Einsatz diese Farbe einmal abblättern sollte, ist das nicht schlimm, da die Poren des Kiels ja durch den Klarlack verschlossen sind.

 

 

Jetzt fehlte eigentlich nur noch die farbige Lackierung für die verschieden tragenden Posen, um sie später im Posenrohr einigermaßen unterscheiden zu können!

 

 

Jetzt brauchte ich noch passende Gummiringe, die die Hauptschnur an der Pose halten sollten. Als Alternative zu Fahrradventil- Gummis nahm ich erst einmal O- Ringe von der Arbeit. Sieht aber nicht so schön aus und schließen auch nicht besonders mit der Pose ab, andere, flachere Gummis werde ich noch suchen.

 

Das war es an und für sich und so sehen die fertigen Posen jetzt aus:

 

 

Ich bin gespannt, wie sich die Posen im Einsatz bewähren!

Viel Spaß beim Nachbau!!!

 

                                 Ein Bericht von Kosta für das Angelmagazin

 

 

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