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Waren das noch Zeiten, als .......
... das Angeln an sich ein Zeitvertreib mit
eventuellem Fischfang war. Wo sich junge
Bengel und Mädchen aus Stöcken, Nähgarn und
einer krumm gebogenen Nadel eine Angel
bastelten, an einen Teich setzten und einen
Wurm badeten. Wie groß muss die Freude, aber
auch das Erschrecken gewesen sein, als dann
tatsächlich ein Fisch angebissen hatte.
Heutzutage wird darüber diskutiert, ob man
geflochtene, thermofusionierte Schnur oder
lieber die dünne Monofile beim Ultralight –
Spin - Fishing benutzen muss, aus welchen
Material die Rute hergestellt sein sollte,
Elektro – Multirollen für das Tiefseefischen
in Norwegen kaufen soll, Fischerboote
unbedingt am Bug mit einen fußgesteuerten E
– Motor ausgestattet sein will!
Die Angelei an sich hat sich schon extrem
verändert seit den ersten Zeiten des
Handangelns!
Mir stellt sich manchmal die Frage, ob wir
Angelfreunde uns nicht selber unser schönes
Hobby zu sehr komplizieren, um bloß an dem
Fangerfolg drehen zu können.
Meinen bald 70 Jahre alten Onkeln kann ich
unsere heutige Angelei nicht mehr nahe
bringen, sie sind zwar manchmal erstaunt,
welche Fänge mit den jetzt gegebenen Ködern,
Ruten usw. gelingen können, doch werde ich
sie niemals dazu animieren können, mal mit
mir zu einer Spinnsession aufzubrechen! Das
wäre ihnen viel zu aufwendig und unbequem.
Ihre Angelei beschränkte sich auf Posen –
und Grundruten, Köderfisch, Würmern, Weizen
und Mais, Ruderboot oder Seeufer! Damit fing
man auch viele und vor Allem auch sehr große
Fische, wie uns ihre alten Fotos beweisen.
Auch bei mir bildet sich langsam aber sicher
der Trend zum Ansitzen oder Bootsangeln für
ganze Tage durch, die früher fast täglichen
Spinnstunden am Rhein werden immer seltener!
Vielleicht macht sich auch schon die
Gemütlichkeit des Alters (mit 40??? )
bemerkbar, wer weiß?
Jedenfalls würde ich lieber den ganzen Tag
vom bequemen Angelstuhl bzw. einem
gepolsterten Bootssitz auf Posen und
Feederspitzen schauen, wie ständig
Kunstköder auszuwerfen und zu mir zurück zu
zupfen!
Was der Sinn dieses Berichtes sein soll,
werdet ihr bestimmt schon erraten haben:
Machen wir uns die Idylle während des
Fischens zunichte? Mit immer
futuristischeren Materialien, mit immer
aufwendigeren Montagen und Ködern, mit
ausgefeilten Köderführungen, Duftstoffen,
Hakendesigns und Vorfachvarianten?
Gut, den meisten von uns genügen ein paar
Stunden an Flüssen, Seen, Kanälen oder
Bächen, um dem Reiz der Fischjagd nach zu
kommen. Viele haben auch gar nicht mehr die
nötige Zeit, Ansitze über eine Nacht,
geschweige eine ganze Woche an einem
Angelplatz zu verweilen, wenn es nicht
gerade ein von langer Hand geplanter
Angelurlaub ist!
Lasst uns in unserem Forum einmal darüber
diskutieren, wer welche Vorlieben hat, warum
diese so entstanden und was man sich
eventuell auch lieber ermöglichen würde,
wenn man könnte! Ich denke, man kann sehr
interessante, unterschiedliche Einstellungen
und Wünsche herausfinden, und vielleicht
treffen sich auch mehrere Angler zum
gemeinsamen Fischen, die sich dann entweder
für die aktive, moderne Angelei oder die
gemütliche, althergebrachte Methode
entschieden haben!
Auf einen Versuch kommt es an, findet Ihr
auch?
Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund
um die Fischwaid
Kontakt:
info@angelmagazin.com
Das
Dezember Magazin als PDF
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