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Ein Wochenende an der Lahn bei Bad Ems


Ein Wochenende an der Lahn bei Bad Ems

Mein Kumpel Andi und ich und noch ein paar andere Freunde trafen uns für ein gemütliches Wochenende zum Zelten und Grillen an der Lahn bei Bad Ems. Doch eines sollte natürlich im Mittelpunkt stehen und zwar das Angeln. Also war das erste was wir uns besorgten ein Erlaubnisschein für 3 Tage. Kostenpunkt 21 €. Andi war schon seit morgens da und ich kam terminbedingt erst spät abends gegen 23 Uhr an. Andi hatte natürlich schon seine Ruten ausgelegt, bestückt mit Tauwürmern.

In dieser Nacht hatten wir einen bewölkten Himmel und annähernd Vollmond. Außerdem wurde es richtig frisch. An diesem Abend habe ich selbst meine Ruten noch im Auto gelassen, mir genüsslich ein paar „isotonische“ Erfischungsgetränke genehmigt und noch mal den Grill angeworfen J. Andi bekam einige Bisse auf die Tauwürmer, die jedoch nicht verwertet werden konnten.

Gegen kurz nach 1 Uhr nachts bestückte er seine Ruten mit frischen Tauwürmern. Er warf die Rute wieder aus und keine 30 Sekunden später bimmelte es wie aus heiterem Himmel. Der Anschlag wurde spontan gesetzt und der Fisch hing. Zum Vorschein kam ein kleiner Wels, der sich den Tauwurm einverleiben wollte. Danach ging nichts mehr.

Am nächsten Morgen holte ich dann auch meine Ruten und meine komplette Ausrüstung aus dem Auto. Ich glaube ich konnte 5 mal laufen, dann war das Auto endlich leer. Ich mischte ein wenig Futter an, da wir beschlossen hatten, den Tag über mit dem Futterkorb zu angeln.

Die zweite Rute wurde mit einer Maiskette bestückt in der Hoffung, etwas dickeres auf die Schuppen zu legen. Das Futter bestand zu 25 % aus Wettkampfmischung, 50 % normalem Paniermehl und 25 % Rotaugen spezial von Mosella. Hinzu kam noch ein Teelöffel Rotaugen Spezial, eine Hand voll Mais und natürlich Maden. Diese Zusammensetzung hatte uns in der Vergangenheit schon immer gute Dienste geleistet. Kaum war die erste Rute mit dem Futterkorb ausgelegt, gings auch schon rund. Es kam Biss auf Biss, allerdings alles nur Kleinzeug. Rotaugen, Kaulbarsche, Güstern, Barben, Alven, also die ganze Weißfischpalette ging uns an den Haken.

Wenn länger als eine Minute kein Biss zu verzeichnen war, konnte man ahnen. Dass sich der Köder irgendwie in den Steinen verhakt hatte. Teilweise kamen die Bisse recht heftig und man dachte, oh das muss ein besserer sein. Aber Fehlanzeige. Es blieb meistens bei relativ kleinen Fischen.

Aber das tat dem ganzen Spaß überhaupt keinen Abbruch. Übrigens schwimmen natürlich alle schönen Lahnfische wieder in ihrem Element. Nach einiger Zeit bestückten wir auch die Haken an den Futterkorbangeln mit einem Maiskorn in der Hoffnung die Kleinfische etwas „abzuschrecken“. Und es stellten sich auch einige größere Exemplare ein.

Gegen Abend stellten wir die Futterkorbangelei ein und bestückten mit Mais und Tauwurm und zwei weitere mit einem toten Köderfisch, in der Hoffnung einen Zander zu erwischen. Aber die Nächte verliefen fast ohne richtigen Fischkontakt. Kein Vergleich zum Tage. Nach Umrüstung auf Maden, konnte Andi einen schönen Döbel überlisten. Auch einen kleinen Zander konnten wir zum Landgang überreden.

Der sah richtig toll aus. Vielleicht sehen wir ihn in ein paar Jahren wieder. Wir hatten auch einige Hammerbisse, vermutlich große Barben, die wir aber leider nicht landen konnten. Spät in der Nacht fing Andi noch ein schönes großes Rotauge auf Mais. Auf die drei Tage verteilt hatten wir jede Menge Fische gefangen, für die sich ein Foto nicht lohnte. Aber einige Fische haben wir trotzdem abgelichtet um euch dran teilhaben zu lassen, wie schön Friedfischangelei sein kann! Das ganze werden wir bestimmt nächstes Jahr wiederholen. Hat echt höllenmäßig Spaß gemacht, auch wenn die Kapitalen sich nicht blicken lassen wollten!

Viel Spaß am Wasser wünscht euch

Hendrik!

 

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund um die Fischwaid
 

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