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Die Wurmtonne - Teil 2

Die Wurmtonne

Teil 2

Nachdem die in Teil 1 beschriebene Wurmtonne nunmehr schon fast zwei Jahre alt und prall gefüllt ist, wurde es dieses Frühjahr Zeit diese auf zu räumen. Nachdem es nun etwas wärmer konnte es los gehen.

Als erstes muss die oberste Schicht abgetragen werden. Diese sollte separat gelagert werden, da sie später wieder als Grundlage für das erneute Befüllen der Tonne dienen soll. 

Gerade im Frühjahr sollten wir uns nicht wundern, das wir nur wenige ausgewachsene Würmer in der Wurmtonne finden.

 

Oftmals sterben diese über den Winter, legen aber zuvor noch einmal Eier. Aus diesem Grunde ist die Wurmtonne im Frühjahr jedoch von tausenden kleinen Würmern bevölkert. 

Um die übrig gebliebenen Würmer aus der in der Wurmtonne vorhandenen Erde „heraus zu filtern“ eignet sich am besten ein großes Kompostsieb. 

Man stellt das Sieb so flach als möglich hin, gibt die in der Tonne vorhandene Erde vorsichtig darauf und siebt diese ebenso vorsichtig durch. Die darin vorhandenen Würmer könne dann einfach herausgesammelt werden. Diese lagern wir für die Zeit des Umzugs am besten in einem Eimer zwischen.

Nachdem die Tonne geleert ist, sollte noch einmal der Standplatz der Tonne überprüft werden. Hierzu nehmen wir bestenfalls einige Platten.

 

Danach kann die Tonne an ihren neuen oder ihren alten, angestammten Platz gestellt werden. 

Nun kann die Tonne wieder befüllt werden. Zuerst kommt die oberste Schicht, in der sich noch einige tausend junge Würmer befinden in die Tonne hinein.

Zu dieser ehemals obersten Schicht werden nun noch einige Haushaltsabfälle gegeben, somit haben die Würmer sogleich ihr erstes Futter. 

Jetzt decken wir die Haushaltsabfälle mit einer dünnen Schicht Erde ab. Hier können nun die übrig gebliebenen, ausgewachsenen Würmer vorsichtig herauf gegeben werden. Diese suchen sich dann nach kürzester Zeit ein neues Versteck in den darunter liegenden Schichten. 

Als letztes verschließen wir die Tonne wieder mit dem Deckel und sichern diesen mit einem Stein vor eventuellen Windböen. 

Somit ist das erneuerte Heim der Würmer fertig. Es kann nun einige Wochen (i.d.R. drei bis vier) dauern bis sich die ersten Erfolge einstellen. Bei guter Pflege wachsen die kleinen Würmer, welche mit der ehemals obersten Schicht in die Tonne gegeben wurden gut ab. Ebenso werden die größeren, ausgewachsenen Würmer relativ schnell mit dem Legen neuer Eier beschäftigt sein und danach sterben. 

Als Wurmfutter wird bestenfalls jeden zweiten bis dritten Tag ein ca. 5 Liter Eimer mit Haushaltsabfällen auf die oberste Schicht, die Erdschicht gegeben. Damit die oben auf gegebenen Haushaltsabfälle gerade in den Sommermonaten nicht zu matschig und schlimmstenfalls extrem wässrig werden, sollte man regelmäßig in die oberste Schicht etwas Erde hinzu geben. Dies beugt nicht nur dem extremen Wässern der Haushaltsabfälle vor, sondern beschleunigt auch den Verfallsprozess und gewährleistet so den Futternachschub der Würmer, da diese nicht, wie oft angenommen wird, die Haushaltsabfälle fressen sondern sich über die fast zerfallenen Materialien her machen und somit letztendlich den Zerfallsprozess beschleunigen.

                                          

                          

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

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