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Karpfen in Holland

 
Bekanntlich sind die Niederlanden ja übersäht mit Fischreichen Gewässern. Und da ich nicht ausschließlich auf Hecht und Zander fische, beschloss ich vor einigen Jahren mir ein Gewässer zu suchen, welches einen wirklich guten Karpfenbestand besitzt. Fündig bin ich in Vinkeveen nahe Amsterdam geworden. Die Vinkeveense Plassen sind ein Toprevier für Karpfen und alle anderen Friedfische. Mit rund 900 ha ist dieses Gewässer zwar nicht gerade klein, dafür bietet es aber wie gesagt eine sehr gute Fischerei und auf Grund der Größe auch jede Menge Platz.
Übersäht mit kleineren und Größeren Inseln entstand dieses Gewässer durch Torf und Sandabbau. Heute ist es ein wahres Labyrinth aus Inseln, zwischen denen es sich hervorragend angeln lässt. Das Bild des Gewässers sieht folgendermaßen aus. Es besteht aus einem großen Hauptsee welcher tiefen bis zu 45 Metern aufweist. Um diesen Hauptsee herum befinden sich die sogenannten Fahrten, die mit Inseln durchzogen sind.

Diese Fahrten sind in der Regel mit max. 4 Metern recht flach. Genau auf diese Fahrten konzentriert sich die Fischerei auf der Jagd nach unseren beschuppten Freunden. Machen sie sich keine Gedanken welche Fahrt sie befischen und auf welcher Insel sie ihr Camp aufschlagen.

Fische sind hier allgegenwärtig. Weitere Vorteile dieses Gewässers sind das sie jederzeit mit einem Boot die verschiedenen Inseln anfahren können und sich so ein bevorzugtes Plätzchen aussuchen können. Sie haben kein eigenes Boot? Kein Problem. In Vinkeveen direkt neben dem Fremdenverkehrsbüro gibt es einen Bootsverleih. So sind sie in der Lage, sich zuerst die Angelpapiere und direkt nebenan ein Boot zu besorgen. Bedenken sie jedoch, das beide Stellen Montags geschlossen sind.
 

So, Papiere sind vorhanden und sie sitzen im Boot? Dann werde ich ihnen nun etwas über die Fischerei und die Richtige Taktik erzählen mit der sie sicher zum Erfolg kommen werden.
 

Sie haben sich eine schöne Fahrt ausgesucht und sitzen schön auf ihrem Platz. Da die Fahrten in der Regel zwischen 10 und 40 Metern breit sind ist also kein Distanzfischen nötig. Suchen sie sich eine Fahrt aus deren Ufer auf der einen Seite gut zum sitzen ist, aber auf der gegenüberliegenden Seite sollte das Ufer wild bewachsen sein. Im Idealfall reicht der Uferbewuchs bis ins Wasser. Es gibt solche Stellen zuhauf.

Nun fischen wir unsere Köder am gegenüberliegenden Ufer. Dieses hat ja wie gesagt Bewuchs bis ins Wasser hinein. Dort wo das meist recht steile Ufer in den Boden übergeht müssen unsere Köder hin. In der Regel sollten sie nicht mehr als in 3 Metern Entfernung zum gegenüberliegenden Ufer fischen. Bedenken sie dabei, das ihre Rutenspitzen dabei abgesenkt sind. Es gibt teilweise starken Bootsverkehr auf dem See. Und wenn ein Boot über ihre Leine fährt, sollte diese Abgesenkt sein. Wenn die Rutenspitzen sich etwa zehn Zentimeter unter der Oberfläche befinden, sind sie sich auch bei großen Booten auf der sicheren Seite. Als Köder haben sich natürlich auch hier Boilies bewährt

Aber Achtung! Füttern sie keine gigantischen Mengen. Es hat sich sehr bewährt pro Rute zwei bis drei Hände Futter zu verwenden. Das Futter sollte aus einem Mix von Pellets, Hanf und einigen Boilis bestehen. Verteilen sie das Futter auf rund 2 qm. Da Karpfen fischen keine komplizierte Sache ist, - auch wenn andere uns das immer wieder weismachen wollen - , fischen wir einfache Boltrigs.

Der Boilie am Haken darf gerne auftreibend gefischt werden. Der Grund des Gewässers ist oft recht weich, was an dem hohen Torfbestand des Bodens liegt. Des weiteren haben sich Köder bewährt, welche auf Fischaromen aufgebaut sind. Zumindest in der wärmeren Jahreszeit. Da der See recht Nahrungsreich ist, brauchen wir also einen Köder der auf Grund seiner Zusammensetzung sehr natürlich ist. Fisch, Muschel und Krebsbestandteile sollten also den Hauptteil unseres Köder beinhalten. Ich möchte noch etwas zum Angelplatz erwähnen. Sie können selbstverständlich diverse Brollys aufbauen. Streng genommen sind richtige Zelte verboten. Diese werden aber meistens Geduldet

Achten sie jedoch darauf, das ihr Platz gepflegt aussieht. Und nicht als hätte gerade eine Bombe eingeschlagen. Und keine offenen Feuer unsw. Dann werden sie in der Regel keine Probleme mit Fischereiaufsehern oder der Polizei bekommen. Fast hätte ich es vergessen. Es gibt im See gigantische Brassen, Schleien und andere Friedfische

Es wird sich nicht vermeiden lassen, auch einmal den ein oder anderen Brassen auf unsere Köder zu fangen. Aber wenn sie es mit der Futtermenge nicht übertreiben werden sie auch damit keine wirklichen Probleme haben.
Machen sie aus der Not eine Tugend. Ich habe immer noch eine Feederrute dabei. Damit fange ich dann zwischendurch noch schöne Brassen und Rotaugen. Und das ist doch nun wirklich nicht schlimm, oder ?
Ich wünsche ihnen also viel Glück, wenn sie es dort einmal auf Karpfen probieren. Es lohnt sich.
 

Ein Bericht von Volker Terhorst   www.irland-profifishing.de


 

 

 

 

 

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Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

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