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Vertical Limits
In Anlehnung an einen
nicht Minder spannenden Film möchte ich ihnen etwas über
eine außergewöhnlich spannende Art der Angelei auf
Zander und Barsch berichten. Mit dem Unterschied, das im
Film gewisse Leute nach oben wollten und hier gewisse
Dinge nach unten müssen. Nämlich unsere Köder.
Gewiss haben sie schon von der Art des Vertikalangelns
gehört, beispielsweise das es sehr erfolgreich sein
kann. Ist es auch! Ich möchte in meinem Beitrag ein
wenig mehr auf das Detail eingehen, damit sie es
vielleicht einmal ausprobieren.
Das
Vertikalfischen auf Zander und Barsch ist ideal
um in der kalten Jahreszeit erfolgreich zu sein.
Denn mit sinkenden Wassertemperaturen ziehen
auch die Raubfische immer weiter ins tiefere
Wasser, wo sie mit herkömmlichen Methoden kaum
noch zu fangen sind. Sie müssen zugeben, das es
wenig Sinn macht mit einem Wobbler oder
Gummifisch vom Ufer zu fischen, wenn unser
Zielfisch weit draußen in großer Tiefe steht.
Sicher kann man auch vom Ufer aus große Tiefen
erreichen, aber unser Köder befindet sich
nunmehr nur kurze Zeit im wirklich fängigen
Bereich.
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Zuerst einmal
sollten wir uns die dafür nötige Ausrüstung
ansehen. Da ist natürlich ein Boot unumgänglich.
In diesem Boot befindet sich ein Echolot,
Elektromotor und natürlich Rute, Köder und
sonstiges Zubehör. Dazu aber später mehr. Zuerst
einmal müssen wir Zander und Co. Finden. Wir
haben Oktober. Die Wassertemperatur sinkt von
Tag zu Tag. Und je kälter das Wasser, desto
Tiefer müssen wir unsere Beschuppten Freunde
suchen. Jetzt fangen wir bei einer Tiefe von
6-10 Metern an. Im November, Dezember und den
Rest des Winters können es durchaus 20 Meter
sein in denen wir die Fische finden. Eine
allgemeine Regel gibt es hier jedoch nicht.
Fischen sie nach dem Motto, wer suchet der
findet. Haben sie Fische gefunden bzw. gefangen,
merken sie sich diese Stelle. Hier werden sie
wahrscheinlich noch mehrere Fische antreffen.
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Nun zur
Ausrüstung: Einen Elektromotor benötigen wir auf
jeden Fall, da wir das Boot nach Möglichkeit auf
der Stelle halten müssen, weil wir ja vertikal
unter dem Boot fischen wollen.
Gerade bei Wind und Strömung fällt es ohne
E-Motor manchmal recht schwer. Ebenfalls in
meinem Boot befinden sich einige Markerbojen.
Habe ich Fischkontakte, setze ich sofort eine
Boje ab um die Stelle zu markieren. Nun kann ich
mit dem E-Motor das Boot auf der Stelle halten,
oder gegebenenfalls mit geringer Kraft ganz
langsam über die Stelle hinwegfahren. Dabei
lasse ich meine Köder über der fängigen Stelle
spielen.. |
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Apropos spielen:
Hier kann man ganz einfach sagen: Weniger ist
mehr. Lassen sie den Köder bis zum Grund hinab
sinken. Anschließend nehmen sie Kontakt zu ihm
auf. Nun zupfen sie den Köder aus dem Handgelenk
etwa 10 – 20 Cm nach oben. Nicht wieder fallen
lassen. Nein, halten sie ihn für einige Sekunden
in dieser Schwebe an gestraffter Schnur. Und an
gestraffter Schnur setzten sie ihn nun wieder
ab. Aber langsam. Achten sie dabei in jedem Fall
darauf, das sie Grundberührung haben. Getreu dem
Motto: Kein Boden, kein Fisch. Fragen sie mich
bitte nicht wann die Bisse kommen. Dies ist sehr
unterschiedlich. Heute am Boden, morgen beim
Anheben und nächste Woche beim absetzen.
Ebenfalls fällt die Art der Bisse sehr
unterschiedlich aus. Heute ein Richtiges
einsteigen, morgen nur ein zäher Widerstand in
der Rute. |
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Auf jeden Fall
sollten sie alles „ merkwürdige“ mit einem
kurzen aber Energischem Anhieb quittieren. Zur
Rute gibt es nicht viel zu sagen. Es gibt
mittlerweile spezielle Ruten zum Vertikalfischen
zu kaufen. Diese Ruten sind einteilig, etwa 180
lang und recht leicht. Verfügen aber über gute
Kraftreserven um auch größere Fische zu drillen.
Auf diese Rute kommt eine passende Rolle mit
einer geflochtenen Schnur. Übertreiben sie bei
der Schnur nicht, schön fein muss sie sein. Je
feiner die Schnur, desto leichter darf der
Bleikopf sein. Ach ja, Bleiköpfe brauchen wir ja
auch. Und auch hier sollten sie nicht
übertreiben. So leicht wie möglich und so schwer
wie nötig. Welchen sie wann einsetzen, hängt
ganz von der Tiefe und den Umständen ab in denen
sie fischen. Aber ich kann sagen, das der
leichteste Kopf in meiner Box gerade mal 5 Gramm
wiegt. Der schwerste dagegen max. 17 Gramm. Das
reicht in der Regel für alle Situationen aus.
Kommen wir zu den Ködern. Gummifische und Jigs
sind natürlich erste Wahl. Gummifische in 10 cm
sind sehr gut geeignet, da wir ihn mit einem
Bleikopf von 10 Gramm optimal ausstatten können.
Sollten sie kleinere Gummifische verwenden,
sollte auch der Bleikopf leichter gewählt
werden. |
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Sehr gut geeignet
zum Vertikalfischen sind der Fin-S- Fischchen
sowie der Fine Fish von Man`s . Diese Köder
besitzen nicht den typischen Schaufelschwanz,
sondern eine Gabelung am Ende des Köders. Sie
besitzen dadurch kaum Eigenaktion, aber sie
dürfen sicher sein das es sich hier um einen
erstklassigen Köder zum Vertikalfischen handelt.
Sie sollten bei dieser Art der Fischerei in
jedem Fall ein leichtes Stahlvorfach verwenden.
Zum einen müssen sie immer mit Bissen von
Hechten rechnen. Erst vor einigen Tagen konnte
ich einen Hecht von 19 Pfd. landen. Zum anderen
fischen sie ihre Köder hart am Grund. Hierbei
ist es nicht zu vermeiden, das ihre Hauptschnur
mit dem Boden in Kontakt kommt. Hierbei besteht
die Gefahr das sich die Hauptschnur im Laufe der
Zeit durchscheuert. Keine Angst, Zander und
Barsch stören sich in keiner Weise am
Stahlvorfach.
So, jetzt genug der grauen Theorie! Worauf
warten sie noch. Ich jedenfalls werde jetzt mein
Boot anhängen und versuchen den ein oder anderen
Stachelritter zu „ verhaften |
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Ein Bericht von Volker Terhorst |
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