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1.Tag
Nach
wochenlanger Vorbereitung, Organistion, Vorfächerbinderei (mit kleinen Blessuren )....war
es endlich so weit. Auf nach Zeeland, einer Provinz im Süden der Niederlande. Mit einigen
Startproblemen erreichten wir unser Ziel, das Hotel " Het Veerse Meer " in
Kortegene. Nach Betreten des Hotels, mit einigen gut ausgestatteten Appartements und einem
kleinen Pool für Entspannungsbäder nach harten Drills, schien es uns ein wenig
verlassen. |
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Niemand an
der Rezeption, keine Gäste weit und breit und nach mehrmaligem Läuten der
Rezeptionsklingel rührte sich nichts im Hotel. Nach einiger Wartezeit fand ich einen
Zettel mit der Telefonnummer des Hotelmanagers, den ich sofort anrief. Bei seiner
Endschuldigung, er hätte noch einen Kollegen mit seinem Boot übersetzen müssen (?)
erzählte er mir, dass er am Vortag schon die ersten Glatthaie vor den Toren der
Oosterschelde gefangen hat. Da kam das Kribbeln in den Fingern wieder ANGELN !!!
Nachdem wir unser
Appartement bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem Angelplatz.
Bei einem
Zwischenstopp in Zieriksee besuchten wir Roelof Bolier in seinem Angelgeschäft
"Seefish". |
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Bei einem
Kaffee erzählte er mir von den Wolfsbarschfängen der letzten Woche und dass die
Hornhechte wie verrückt beißen würden.
Voller Vorfreude
machten wir uns auf den Weg nach Neeltje Jans, einer Insel zwischen den Sturmfluttoren der
Oosterschelde. Von der Brücke aus sahen wir schon ein paar Angler, die es mit der
Posenrute auf die schlanken Räuber mit dem spitzen Schnabel abgesehen hatten.
Markus und ich machten noch unsere Spinnruten klar, als Achim
schon seinen Blinker Richtung Nordsee feuerte. " Hab einen" !
Klick-Video-DRILL |
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"Das
geht ja super los" rief er uns grinsend zu. Schon nach dem ersten Wurf der erste
Horni, ein perfekter Tourstart!!!
Nach einigen
spektakulären Drills mit den Hornhechten und einem überglücklichen Markus, der das
erste Mal mit der Spinnrute in der Nordsee fischte, versuchte ich noch einen Wolfsbarsch
mit Shad und Wobbler zu fangen. Der einzige Kontakt mit dem Stachelritter der Meere war
eine kurze Attacke auf meinen Joindet von RAPALA |
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Am Abend
zeigte uns der Hotelmanager Wieger Spaapen noch einige schöne Fänge der letzten Tage,
die ihm von seinem Boot der" My Favourite Lady II" ( man kann ihn auch mit
seinem Boot chartern! ) geglückt sind. Unter anderem Glatthaie (alle über 1m ), große
Klieschen, Wittlinge und sogar Dorsche. Nebenbei erwähnte er noch seinen aktuellen
Europameistertitel im Bootsangeln auf Plattfisch (Ankerfischen)! Was kann uns da noch
passieren? Ein super Angeltag mit etlichen Hornhechten! Übernachtung im Hotel eines
amtierenden Europameisters! Danach fielen wir nur noch hundemüde in unsere
Hotelbetten und träumten von Paellapfannen, großen Plattfischen und meterlangen
Hornhechten. |
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2. Tag
Heute sollte es mit
einem Boot auf die Oosterschelde gehen. |
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Unser Tag
begann mit einem kurzen Frühstück um 6.00 Uhr, danach fuhren wir nach Yerseke zur
Familie Dixhoorn, die führerscheinfreie Boote an Angler vermietet. Dort angekommen,
erhielt ich von Frau Dixhoorn unser Köderpaket und bezahlte das Boot.
Am Hafen wartete ihr Mann auf uns, der das Boot klar gemacht hatte und mir
eine kurze Einweisung zum Boot und den Geräten, wie Echolot und Funkgerät und noch ein
paar Tipps zu den Angelpläzen gab. |
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Endlich
ging`s los, Motor an und schon tuckerte der Diesel mit uns auf die Oosterschelde. Am
ersten Angelplatz angekommen, öffneten wir unsere Köderpakete und plötzlich blieben uns
die Worte im Halse stecken. Da waren nicht nur die üblichen Wattwürmer und
Seeringelwürmer, sondern auch riesige, daumendicke und 30 cm lange
Monsterseeringelwürmer. |
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Achim
kommentierte den Schreckensmoment mit:" Die Viecher fangen die Fische auch ohne
Haken". Wir bestücken wir unsere Montagen mit natürlichen und den mitgebrachten
Wunderwürmern von Berkley ( aus dem Salzwasserprogramm der Gulpserie ).
Als wir unsere
Montagen in die Tiefe schickten, bekamen wir noch Besuch von mehreren Angelkuttern, die in
unserer Nachbarschaft vor Anker gingen - es musste hier anscheinend doch Fisch geben.
KLICK-VIDEO-BOOTSFAHRT |
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Nach ein paar
Stunden des Wartens und dem nervenden Säubern unserer Montagen vom Blasentang, ließen
sich doch ein paar Miniflundern an der Oberfläche blicken. |
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Achim, der
ewige Glückspilz, zauberte noch einen Seeskorpion aus dem Wasser. Gebissen hat dieser
stachelige Geselle auf einem Gulpwattwurm - tatsächlich, die künstlichen Wunderwürmer
fangen Fische.
Gegen
Mittag beschlossen wir, aufgrund des starken Krautganges, unseren Angelplatz zu wechseln.
Unser nächster Ankerplatz befand sich an einer Kante, bei der der Grund von 15m langsam
bis auf 40m abfällt.
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Also das
Ganze von vorne, Anker über Bord, Montagen ins Wasser und warten. Da es ein wenig
langweilig wurde und nichts passierte, packte Markus seine Spinnrute aus und versuchte
sein Glück auf Hornhechte. Diesmal war er der Glückspilz, erster Wurf "
Bingo" der erste Horni. Von seiner Begeisterung angesteckt, taten wir es ihm gleich
und füllten unseren Eimer, der eigenlich für Plattfisch gedacht war, mit den
pfeilschnellen Räubern. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg in Richtung Hafen. Nach
kurzem Besuch in einem weltbekannten Schnellrestaurant fuhren wir wieder zu unserem Hotel,
um den Fang des Tages zu versorgen. Gegen 20 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg nach
Neltije Jans, um ein paar Wolfsbarsche zu verhaften.
Auf dem Weg zum
Angelplatz fiel mir ein Trupp größerer Fische auf, die in einem der kleinen Häfen ihre
Runden drehten.
- Waren es
Wolfsbarsche oder Meeräschen?
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Wir
wollten es zuerst an einer Stelle probieren, wo Achim und ich im letzten Jahr schon einige
gute Salzwasserbarsche laden konnten. Nach mehreren Versuchen und zaghaften Bissen kam mir
wieder der Fischtrupp vom Hafen in den Sinn. Um meine Neugier zu befriedigen, machte ich
mich auf den Weg zur Hafenmündung. Achim und Markus wollten an der vertrauten Stelle
weiter fischen. Nach einigen Würfen in Richtung Hafenmitte durchfuhr meine Rute ein
heftiger, doch vertrauter Schlag. Was dann folgte war ein spektakulärer Tanz mit einem
Wolf am anderen Ende meiner Schnur. Mit einem breiten Grinsen und fetter Beute kehrte ich
wieder zurück zu den anderen. |
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Achim
verstand an diesen Abend die Welt nicht mehr. Wo doch nicht einmal die Einheimischen
angelten, zauberte ich einen Wolfsbarsch aus dem Wasser. Da es schon spät geworden war
und wir ziehmlich früh auf den Beinen waren, fuhren wir wieder zurück zum Hotel -
irgendwie bekam ich mein Grinsen auf dem gesamten Weg nicht aus meinen Gesicht. |
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3.
Tag
Unser Plan für
den letzten Tag: Auf Hornis am Tag und auf Wolfsbarsche am Abend, was uns auch mit einigen
Unterbrechungen gelang.
Auf ging`s.
Morgens haben wir in aller Eile unser Hotelzimmer geräumt, um so schnell wie möglich
wieder ans Wasser zu kommen.
Gesagt getan.
Gegen Mittag standen wir wieder auf Neltije Jans und feuerten unsere Blinker in Richtung
Horizont. |
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Mit
ein paar unglaubwürdigen Blicken machte es sich eine Familie mit ihren Posenruten neben
uns bequem.
Doch ihre
fragenden Blicke schlugen schnell in Erstaunen um, als wir einen Horni nach dem Anderen
aus dem Wasser zogen.
KLICK VIDEO HORNHECHTKÖNIG
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An diesem Tag
schoss Achim den Vogel mit 30 Fischen in einer Gezeitenperiode (6 Std. ) ab.
Am späten Nachmittag fuhren Achim
und ich wieder zum Hotel zurück, wo wir uns mit dem Hotelmanager verabredet hatten, um
unser Appartement zu bezahlen. |
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Er selbst kam
gerade von einem erfolgreichen Bootstörn mit einigen Gästen zurück. Nach einem
kurzen Smalltalk verabschiedeten wir uns, um zu Markus zurück zu kehren, den wir angelnd
zurück gelassen hatten. Er konnte in dieser Zeit noch ein paar schöne Hornhechte
dingfest machen. Achim und ich wollten grade wieder mitmischen, als es hinter uns mächtig
dunkel wurde. Just im selben Moment zuckten auch schon die ersten Blitze am Firmament. Wie
von Wespen gestochen packten wir unser Angelzeug und flohen im Schweinsgalopp zum Auto,
welches wir ca. 1 km entfernt von unserem Angelplatz geparkt hatten. |
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Die Hoffnung
nicht nass zu werden verflog auf der Hälfte des Weges, als sich so langsam unsere
Watstiefel mit Wasser füllten. Am Auto angekommen, rauchten wir uns erst einmal unter der
Heckklappe des Wagens eine Schei...wetterzigarette. Bei Achim und mir war die
Angelbegeisterung auf dem Nullpunkt angelangt.
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Nur Markus
stand mit leuchtenden Augen und hoch motiviert neben uns. Kaum hatten wir aufgeraucht,
strahlte wieder die Sonne am Abendhimmel, als wäre nichts gewesen.
Mitgerissen von
der Begeisterung die Markus beseelte, zogen wir schnell trockene Sachen an um unseren
Plan, Wolfsbarsche zu fangen, umzusetzen.
Diesmal wollten
wir unser Glück bei einem der kleinen Häfen versuchen. Nach dem 3. Wurf bog sich meine
Spinnrute beachtlich.
Nach dem
Kreischen meiner hart eingestellten Bremse zu urteilen, hatte der Barsch eine Länge von
über 60 cm. Das Heulen meiner Bremse bekam auch Markus mit, der gleich seinen Kescher
schnappte, um mir bei der Landung zu helfen. Leider verlor ich diesen Kraftprotz wieder
kurz vor dem Ufer. |
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Danach
konnten wir noch einige gute Barsche verhaften.
Der kurioseste
Beifang ging diesmal auf mein Konto .
Eine Miniflunder
hatte sich mein Deltafischchen ( eine Sandaalimitation aus Gummi ) geschnappt. Der Zwerg
war unglaublicherweise im Maul gehakt .
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Das Kerlchen
schätzten wir auf 15 cm und der Haken meines Deltafischchens hatte die Größe 1/0.
Nach so einem
Fang und vielen tollen Erlebnissen machten wir uns spät in der Nacht auf den Heimweg.
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Auf der Fahrt
zeigte Markus uns noch ein paar Fotos von diesem Wochenende, die er mit seiner Digicam
gemacht hatte.
Achim und ich
freuen uns schon auf die nächste Tour zu einem der fischreichsten Küstenabschnitte der
Niederlande.
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Rob,Achim und
Markus
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Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?
Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.
Wir veröffentlichen gern auch eure Erlebnisse rund
um die Fischwaid
Kontakt:
info@angelmagazin.com
copyright:
www.angelmagazin.com
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