|
1. Tag
Nach der
erfolgreichen 1.
Zeeland Tour, die
schon in weite Ferne
gerückt schien,
stand nun die 2.
Tour auf unserem
Pogramm, bei der uns
Kosta und Heinz
begleiteten .
Freitag der
17.06.2005
Nach einem Kaffee
beim Achim gings
voller Vorfreude
Richtung "zeeuwse
Kust " (
zeeländische Küste
).
Nach
zweinhalbstündiger
Fahrt erreichten wir
unser Hotel " Het
Veerse Meer " in
Kortegene. Nachdem
wir unser Gepäck im
Appartment verstaut
hatten, machten wir
uns auf den Weg nach
Zieriksee zum
Angelgeschäft "Seefish
". Wie schon bei der
vergangenen Tour
verriet uns der
Inhaber Reolof
Bolier bei einem
Kaffee die aktuellen
Fänge der letzten
Tage. -Durch die
unbeständige
Wetterlage der
vergangenen Woche
wurde nur mäßig
Fisch gefangen-.
|
 |
Mit dieser eher
schlechten Nachricht
machten wir uns auf
den Weg nach Neeltje
Jans, um dennoch den
einen oder anderen
Hornhecht zu
erwischen.
|
|
Die fast
spiegelglatte See
rund um das
künstliche Eiland
ließ nichts gutes
erwarten. Um unsere
Neugier zu
befriedigen,
montierten wir am
Angelplatz unsere
speziellen
Horniblinker an die
Spinnruten und
feuerten sie gen
Horizont.
|
|
Nach den ersten
Würfen bekamen wir
auch die ersten
Bisse, nur die
Fische blieben nicht
an unseren Haken
hängen. Die Antwort
ließ nicht lange auf
sich warten, es lag
nicht an unseren
Ködern sondern an
der Größe der
Fische. |
 |
 |
Größtenteils betrug
die Länge der
Hornhechte 40cm.
Etwas später gelang
es uns doch noch,
ein paar mittlere
Fische ( 50-55cm )
ans Ufer zu
befördern.
|


|
Plötzlich bog sich
die Rute vom Kosta
beachtlich- wir
tippten auf den
ersten Wolfsbarsch
der Tour. Doch der
kämpferische Gegner
entpuppte sich als
Minitune, also wo
eine Makrele ist, da
müssen noch mehr
sein.Leider blieb es
bei dem einzelnen
Nordseetiger bis zur
Dämmerung. Als die
Sonne im Meer
verschwand, wurde es
Zeit, den Angelplatz
zu wechseln. Nun
hieß unser Zielfisch
Wolfsbarsch. Am Hot
Spot der vergangenen
Tour angekommen,
montierten wir nun
Spirolino und einen
schwarzen Red Gill (
Sandaalimitation aus
Gummi ) am langen
Vorfach an die
Ruten. Ein sehr
effktiver Köder,
wenn die
Salzwasserbarsche an
der Oberfläche
rauben.
|
|
Mir kamen nach
etlichen Würfen ohne
Fischkontakt die
ersten Zweifel: Hat
das unbeständige
Wetter die Barsche
raus auf´s Meer
getrieben oder... ?
" Biss " und schon
sang die
Rollenbremse vom
Heinz mein
Lieblingslied und
ließ mir einen
schweren Broken vom
Herzen fallen.
|
 |
 |
Ein 55er Wolfsbarsch
versetzte Heinz in
Erstaunen : '' Boah,
ist der kleine wild,
einmalig " glücklich
begutachtete er
seinen ersten
Kraftprotz der
Nordsee. |
Wir
angelten in einem
strömungsarmen Bereich, wo
auch die kleineren Exemplare
zeigen konnten was sie im
Drill draufhaben. Nachdem
Heinz seinen Fang versorgt
hatte, kamen wir auch in den
Genuß der kampfstarken
Stachelritter und und jeder
fing seinen Barsch. Doch wir
konnten nur noch kleinere
Wölfis zum Anbiss überreden.


Spät
in der Nacht machten wir uns
überglücklich auf den Weg
ins Hotel, wo uns Kosta noch
ein superleckeres Rührei als
Nachtmahl kredenzte.
2. Tag
Unser Tag
begann mit einem oppulenten
Frühstück von Kosta. Wie bei
der vergangenen Tour mietete
ich uns ein Boot von
Dixhoorn Bootverhuur.
|
Nachdem wir noch ein
paar Tipps vom
Eigner erhielten,
schipperten wir mit
unserer
Dieselschnecke zu
den Fanggründen der
Oosterschelde. |
 |
 |
Kurz nach dem Hafen
stoppte ich unseren
Minikutter ( ich
hatte in nächster
Nähe raubende
Hornhechte
ausgemacht ) und
fragte in die
rutenmontierende
Runde ob jemand Lust
auf Hornis hat. Alle
schauten mich
verdattert an und
bejaten meine Frage. |
Als ich dann auf den
Hornhechtschwarm
deutete, griffen
alle zu ihren
Spinnruten und
begannen mit
Wurfübungen zum
Frühsport. Die
Hornis bissen wie am
Vortag, sehr spitz.
Doch Kosta gelang
es, einen von ihnen
sicher ins Boot zu
hieven. Da der
Schwarm nach kurzem
Gastspiel an der
Oberfläche wieder in
die Tiefe
verschwand, setzten
wir unsere Fahrt in
Richtung der viel
versprechenden Kante
der letzten Tour
fort.
|
 |
Das
Boot in Position gebracht
und die Montagen mit Köder
bestückt, doch: " Uih, was
sind das für Riesen ?",
Kosta zog mit überraschtem
Blick einen der Mega
Seeringelwürmer aus dem
Köderpacket, " Fischkiller"
kommentierte Achim grinsend.
|
Die ersten
beköderten Montagen
verschwanden zum
Scheldegrund als
Achims
Rutenspitze...
"Achim, Biiiiß !",
"Nee wieder Kraut
sch..." kam die
Antwort prommt. Er
war noch mit seiner
zweiten, " das ist
aber sehr
lebhaftiges Kraut",
witzelte ich zurück.
Anstelle des
befürchteten
Salzwassergemüses,
zappelte ein Stöcker
an seiner Montage.
|
 |
Unsere
Bootstour schien nach diesem
Fang einen anderen,
fischreicheren Verlauf zu
nehmen als bei der
vergangenen Tour.
 |
Doch es kam
natürlich anders als
erhofft. Bis zum
Mittag zog jeder
alle 10 min. einen
riesigen Batzen
Kraut mit der
Montage an Board.
Beim
Gezeitenstillstand
wechselten wir dann
von unserem
Angelplatz zu einem
mit Struktur
reicheren
Gewässergrund.
|
Laut
Aussage von Herrn Dixhoorn
zählten in diesem Gebiet
auch Wolfsbarsche zur
Fangausbeute. Dort
angekommen versuchten wir
unser Glück mit Kunstködern,
was sich als nicht so
erfolgreich herausstellte.
Während der
Mittagshitze wurde
es etwas ruhiger an
Board, da wir den
vorherigen Abend
etwas länger als
geplant bei unserem
Wolfsbarsch Hot Spot
verbrachten.
|
 |
 |
Ein lautes Schnaufen
unterbrach plötzlich
die Stille an Board
" Seehundalarm ",
Spinnruten raus und
nun hieß es warten,
bis der
unangemeldete Besuch
wieder außer
Sichtweite war.
Stunde um Stunde
vergingen und der
große Meeressäuger
suchte in aller Ruhe
nach Fressbaren
direkt vor unserer
Nase. |
Naja,
das Angeln hatte hatte sich
damit wohl erledigt, so daß
wir die Fischgründe früher
als geplant in Richtung
Hafen verließen.
Wieder zurück im Hotel,
stärkten wir uns erstmal im
benachbarten Restaurant und
planten den Verlauf weiterer
Unternehmungen. Das sah wie
folgt aus: erstmal die
vergangene Nacht nachholen,
ab 22Uhr den Wolfsbarschen
nachstellen und am letzten
Tag, Vorstellung weiterer
Angelplätze und einem
abschließendes Fischen an
der Buhne, wo das
Wolfsbarschfieber bei Achim
und mir seinen Anfang nahm (
wir hatten für Kosta und
Heinz noch einen
Überraschung im Ärmel,
später dazu mehr! ).
Ausgeruht und mit neuem Elan
ging es wieder auf die Jagd
nach den " Loup de Mer " (
Wolf der Meere ), Achim
machte den Anfang mit einem
Minibarsch von 15cm Länge.
Nach einigen zaghaften
Bissen kam Heinz wieder in
den Genuß eines Drills, der
vor Kraft strotzenden
Salzwasserbarschen. Weitere
Versuche und
Überredungskünste blieben
jedoch an diesem Abend
unbeantwortet. Die
Beißflaute erklärte sich
wahrscheinlich durch die
Windrichtungsänderung, wie
mir auch Europameister
Wieger Spaapen zustimmte:
Dreht der Wind, bleiben die
Mäuler der Fische oft
verschlossen und die
Fangausbeute bescheiden.
Somit wurde dieser Angeltag
in die Schublade: "Man lernt
nie aus" abgelegt und auf
Später verschoben.
3. Tag
Den
letzten Tag unserer Tour
wollten wir dann doch ein
wenig ruhiger gestalten, da
das Jagdfieber auf
Wolfsbarsch der vergangenen
Nächte unseren Schlaf sehr
einschränkte. Nach einem
ausgiebigen Frühstück
packten wir unsere Sachen
und fuhren gegen Mittag zur
Oosterschelde. Dort zeigten
wir unseren Gästen ( Kosta
und Heinz ) noch ein paar
idyllische Angelplätze, die
ausschließlich von
Einheimischen besucht werden
und nicht all zu überlaufen
sind.


Natürlich
erwischten wir den heißesten
Tag ( einen Sonntag ) im
Juni und trafen dort nicht
nur Angler, sondern auch
Badegäste die im kühlen Naß,
weit ab der bekannten
Strände, ein Bad genossen.
Abends ist man dort
wieder mutterseelen
allein und kann
seinem Hobby bei
lauen
Sommertemperaturen
in Ruhe nachgehen.
Anschließend stand
noch ein Besuch mit
Angelausrüstung an
jenem Ort, wo das
Wolfsbarschfischen
bei Achim und mir
vor einigen Jahren
begann, an.
|
 |
Mit
unserer Überraschung, neben
der Buhne versammelten sich
im Sommer bei jeder Flut
eine Vielzahl von großen
Fischen zu einem
sehenswerten Spektakel. Die
Diskussion entbrannte um
welche Art es sich hier
handelte: Meeräschen oder
Wolfsbarsche? Laut
platschend mit rasanten
Verfolgungsjagden vollziehen
sie ihr Laichgeschäft oder
machen dort gezielt Jagd auf
irgendeine Beute, näheres
ist bisher nicht bekannt.
Doch eins steht fest, sie
beißen weder auf die
bekannten Kunst oder
Naturköder, trotzdem ein
imposantes Schauspiel.

Video
Liebesspiel
|
Unsere Versuche,
noch den einen oder
anderen stachligen
Meeresräuber zu
erbeuten, sei es mit
Kunst oder Natur,
scheiterten bei der
nachmittaglichen
Hitze ( über 30°C ),
da blieb nur noch
ein Sprung ins kühle
Wasser der
Oosterschelde. |
 |
 |
Nach diesem schönen
aber nicht
fischreichen
Wochenede sind Achim
und ich uns sicher,
den Beiden ( Heinz
und Kosta ) ein
Stück von unserem
Wolfsbarschfieber
mitgegeben zu haben.
|
Denn
deren Begeisterung zu diesem
eindrucksvollen Fisch sah
und hörte man von den beiden
noch Tage später.
Achim und ich freuen uns
schon auf die nächste Tour
mit neuen Gästen und wir in
ihre erschrockenen Gesichter
blicken, wenn ein Wolf der
Meere an deren Angel mit
seinem explosiven Tanz
beginnt und die Rollenbremse
die Musik dazu spielt.
Rob, Achim, Heinz und Kosta
Wir bedanken uns noch für
den super Service und die
freundliche Unterstützung
bei:
Wieger Spaapens (
Europameister im
Plattfischangeln vom Boot )
-
www.angeln-in-holland.de
-
Roelof Bolier Inhaber von
Seefish in Zieriksee
-
www.zeevisland.com/seefish.htm
-
Fa Dixhoorn Bootsverleih
-
www.dixhoornleenhouts.nl
-
|