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Angeln auf Großbrassen
Auch als Friedfischangler möchte
man möglichst kapitale Fische fangen. Gerade große
Brassen bieten einen spannenden Drill. Doch oftmals
findet man an den Stellen an denen sich große
Brassen herum treiben unendlich viele kleine Brassen,
Rotaugen, Rotfeder, Lauben, Gründlinge und, und,
und. Diese sind erfahrungsgemäß schneller am
angebotenen Köder interessiert als als die Großen.

Aus diesem Grunde muss man sich
schon eine durchdachte Strategie einfassen lassen um
hauptsächlich die großen Brassen an den Futterpunkt
und den Haken zu locken ohne ständig Bisse von
kleinen Fischen zu bekommen.
Das Anfüttern
Als erstes sollte man sich
Gedanken um das richtige Futter machen. Um große
Fische an zu locken eignet sich Mais besonders gut.
Oftmals können die großen Körner von den kleinen
Fischen nicht so gut aufgenommen werden. Außerdem
ist Mais recht günstig zu bekommen und sättigt die
kleinen Fische sehr schnell. Aus diesem Grunde
bleibt um so mehr Futter für die großen Brassen
liegen.

Da Gemüsemais recht weich ist,
wird dieser jedoch auch von kleinen Fischen gern
genommen. Er hat allerdings, durch seinen Geruch und
seine Süße eine hervorragende Lockwirkung. Damit
möglichst viel Mais für die großen Brassen übrig
bleibt sollte man Futter- oder Hartmais zum
Anfüttern verwenden und nach jedem Anfüttern etwas
Gemüsemais auf den angelegten Futterpunkt werfen.
Futter- bzw. Hartmais kann man
recht günstig in 25 KG oder 50 KG Säcken im
Raiffeisen Warencenter kaufen. Wichtig ist auf jeden
Fall, das man den Futter- oder Hartmais vor dem
Anfüttern einige Tage in Wasser quellen lässt.
Ansonsten kann es für die Fische verheerende Folgen
haben wenn der Mais in deren Magen aufquillt.

Zusätzlich zum Mais sollte man
noch einige kleine Boilies anfüttern. Besonders gern
werden von den Brassen Fischbolies in 12mm Größe
genommen. Diese haben den Vorteil, das sie von den
kleinen Fischen nicht genommen werden können aber
genau die richtige Größe für das Brassenmaul haben.

Der Haken
Als Haken eignet sich entweder ein
4er bis 2er Boiliehaken mit entsprechender
Haarmontage oder ein 8er bis 6er Karpfenhaken.

Die Rute
Als Rute nutzt man bestenfalls
eine 60g bis 120g Feeder-Rute. Aber auch leichte
Grundruten oder Matchruten mit Wurfgewichten von bis
zu 60g sind sehr gut geeignet.

Die Schnur
Als Schnur reicht es eine 22er bis
25er monofile Schnur bzw. eine Schnur mit 5 KG bis 6
KG Tragkraft zu nutzen. Geflochtene Schnüre sind
nicht unbedingt nötig. Muss man jedoch weit werfen
um den Futterpunkt zu erreichen ist man besser
beraten eine geflochtene Schnur zu verwenden da der
Anhieb so besser gesetzt werden kann und man auf
großen Distanzen den Fisch, wegen der geringen
Dehnung, im Drill besser führen kann. Hier reicht es
eine 10er bis 12er Schnur, je nach Tragkraft, ein zu
setzen.

Der
Hakenköder
Da mit Mais angefüttert wird,
liegt es natürlich nahe Mais als Hakenköder zu
verwenden. Um zu vermeiden, das dieser von kleinen
Fischen stibitzt wird oder die Brassen ihn zu
schnell vom Haken ziehen sollte man Hartmais
verwenden und ihn auf dem Haar aufziehen.

Ebenso eignen sich die kleinen
Fischboilies, welche man zum Anfüttern verwendet
hat. Diese lassen sich ebenso gut auf das Haar
aufziehen und werden von großen Brassen besonders
gern genommen.

Zu guter letzt hier noch ein ganz
besonderer Hakenköder, dem wohl kaum eine große
Brasse widerstehen kann.
Das Brassen gerne Tauwürmer

und auch Maden

nehmen ist wohl jedem
Brassenangler bekannt. Ein Mix aus beidem ist jedoch
für alle großen Brassen unwiderstehlich. Hierbei
wird der Haken mit den Maden beködert und der
Tauwurm auf die Schnur aufgezogen. Dies hat
zusätzlich noch den Vorteil, das die Fische den Wurm
nicht vom Haken mopsen können.

Die Bebleiung
Um den Selbsthakeffekt zu erzielen
sollte man ein Laufblei verwenden, welches direkt
auf die Schnur aufgezogen wird. Einige Zentimeter
hinter dem Laufblei befestigt man ein Softtouchblei
direkt auf der Hauptschnur. So kann der Fisch etwas
Schnur nehmen, hakt sich, durch das Softtouchblei,
dann aber selbst. Vor dem Laufblei zieht man noch
eine Perle auf, um den Knoten des Wirbels nicht zu
beschädigen.
Je nach Gewässer und Strömung
verwendet man Bleie von 25g bis 80g.

Die Tageszeit
Brassen sind zwar auch tags über
aktiv, die größten Brassen fängt man aber zumeist
abends während oder kurz nach der Dämmerung.

Ebenso ist es keine Seltenheit,
das man besonders die großen Brassen, mitten in der
Nacht an den Haken bekommt. So konnte sich schon so
mancher Aal-Angler über den netten Beifang einer
Großbrasse erfreuen.

Viel Spass und vor allen Dingen
Erfolg bei Eurem nächsten Großbrassenansitz
wünscht Euch
SchwalmAngler

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