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Angeln auf große Frühjahrsbrassen


 

Wenn im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen heraus kommen und sich das Wasser langsam erwärmt werden auch die Brassen wieder aktiv. Jetzt ist der Augenblick gekommen wo sich die ersten Brassen-Ansitze lohnen und man nicht selten richtige Klodeckel an den Haken bekommt.

 

Doch wie bekommt man gerade die großen im Frühjahr an den Haken und wehren vor allen Dingen die kleinen Fische welche sich ebenfalls mit den ersten Sonnenstrahlen todesmutig auf unseren Köder stürzen erfolgreich ab?

Das Futter 

Da gerade im Frühjahr von vielen Fischen incl. der Brassen noch nicht sehr viel Nahrung aufgenommen wird sind große Futteraktionen wie sie oftmals im Sommer nötig sind fehl am Platz. Zuwenig Futter kann allerdings bedeuten das sich die kleineren Weissfische sofort darüber stürzen und das Futter verschwunden ist, bevor es die dicken Brassen überhaupt anlocken konnte bzw. zu wenig Futter am Platz ist, so das die großen Brassen sogleich weiter ziehen.

Als Futter eignet sich in jedem Fall Futter mit einem geringen Sättigungsgrad. Partikelfutter sollte im Frühjahr wenn möglich noch vermieden werden, sehr feine Futtersorten bieten sich an.

Besonders sollte man darauf achten, das man das Futter nach dem Anmischen noch einmal mit einem Futtersieb durchsiebt und zu gewährleisten das das Futter keine Klumpen bildet.

 Anbieten des Futters mit Futterkorb oder Futterspirale

 Um zuviel Futter oder zu wenig Futter im Wasser zu vermeiden wählen wir den Futterkorb oder die Futterspirale.

Das Gewicht richtet sich hier nach dem jeweiligen Gewässer wobei i.d.R. gilt je weniger, desto besser, da die Brassen gerade im Frühjahr bei der Futteraufnahme noch ziemlich wählerisch sind sollten diese also von dem Gewicht des Futterkorbes so wenig als möglich mit bekommen.

 Die Montage sollte beim Futterkorb die Schlaufenmontage gewählt werden. Bei der Verwendung der Futterspirale bietet sich ein direktes Aufziehen auf die Hauptschnur an.

 Als Hauptschnur bietet sich, je nach Gewicht des Futterkorbes eine 18er bis 22er Monofile Schnur an.

Die Futterkorbmontage mittels der Schlaufenmontage

 Zu Anschauungszwecken wurde hier eine relativ dicke, geflochtene Schnur verwendet.

Als erstes ziehen wir zwei Wirbel auf die Hauptschnur und legen eine Schlaufe:

 

 Als nächstes wird diese verknotet und das überschüssige Ende danach abgeschnitten:

Nun wird die erste große Schlaufe, in welcher sich beide Wirbel befinden unterteilt, so das wir zwei Schlaufen mit jeweils einem Wirbel haben:

 

Die größere Schlaufe wird verwendet um den Futterkorb ein zu hängen. In die untere Schlaufe wird das Vorfach eingehängt. Um das im folgenden Bild dargestellte Problem, nämlich das sich der Futterkorb in der unteren Schlaufe beim Auswerfen oder später am Gewässergrund verfängt, zu vermeiden, wird die untere Schlaufe in mehrere kleine Schlaufen in welche der Futterkorb nicht mehr hineinpasst unterteilt.

Um das zuvor gezeigte Problem zu vermeiden wird die untere Schlaufe noch einmal unterteilt:

Die Montage der Futterspirale auf der Hauptschnur

Bei der Verwendung einer Futterspirale bietet es sich an diese direkt auf der Hauptschnur zu montieren und anstelle eines Grundbleis zu verwenden. Damit diese beim Auswerfen oder beim Anhieb nicht den Wirbelknoten beschädigt montieren wir vor dem Wirbel noch eine Perle.

Das Vorfach

Als Vorfach verwenden wir entweder ein gekauftes 14er Brassenvorfach oder ein selbst gebundenes Vorfach mit 14er oder 16er Haken und einer 12er oder 14er Vorfachschnur mit einer Länge von 60 bis 80 cm. Gerade im Frühjahr sollte man darauf achten das die Montages noch relativ fein ausfallen da die Brassen noch sehr vorsichtig beißen.

Das Anfüttern

Angefüttert wird nun mittels Futterkorb oder Spirale. Hierbei ist, wie sonst beim normalen Feederangeln auch, darauf zu achten, das unsere Monatage immer an der selben Stelle platziert wird um einen Futterpunkt zu schaffen. Wenn nun die ersten Zupfer und Bisse der kleineren Weissfische einsetzen wissen wir, das Fisch am Platz ist und das Futter die gewollte Lockwirkung erzielt hat.

Nun heißt es acht geben das wir den Platz nicht überfüttern. Um dies zu vermeiden nehmen wir nun einen Teil unseres Futters ab und geben noch etwas Wasser hinzu so das das Futter eine Teigartige Konsistenz bekommt. Das Teigige Futter drücken wir nun etwas fester in den Futterkorb hinein, so das es sich nur relativ langsam aus dem Futterkorb löst.

Hierdurch haben wir nun den Effekt erzielt, das wir einen Futterpunkt geschaffen haben und diesen Kontinuierlich nachfüttern. Allerdings mit genau der richtigen Menge, durch welche die Brassen noch angelockt werden, der Platz jedoch für große Mengen von Weißfischen uninteressant wirkt.

Der Köder

Als Köder empfiehlt es sich, wie im Sommer oftmals auch, entweder ein kleines Wurmbündel aus Dendrobenas zu verwenden oder wir bestücken unseren Haken mit vier, mindestens aber drei Maden. Die Größe des Happens wird hier bewusst gewählt, da die kleineren Weißfische oftmals noch nicht solch einen Appetit verspüren, das sie sich auf ein Wurmbündel oder vier Maden auf einmal stürzen würden, für große Brassen stellt dies allerdings eine sehr leckere Mahlzeit in genau der richtigen Größe dar. So haben wir hier auch wieder den Effekt das wir kleine Fische abschrecken und die großen Brassen anlocken.

Um den Brassen einen zusätzlichen Anreiz zu bieten kann man anstatt der vier Maden auch drei Maden und einen Caster verwenden. Dieser stellt für die Brassen, gerade im Frühjahr einen besonderen Leckerbissen dar und kann bei schlechtem Beißverhalten das Tüpfelchen auf dem I bedeuten und somit entscheidend für Erfolg und Misserfolg sein.

Zusammenfassung:

Wenn wir nun die richtige Strategie verwenden sollte es nun also mit den dicken Brassen klappen.

Als Angelart sollte sich für das Angeln mit Futterkorb entschieden und größere Futteraktionen vermieden werden. Verwendet wird bei Futterkörben die Schlaufenmontage, Futterspiralen werden direkt auf die Hauptschnur aufgezogen.

Als Vorfach verwenden wir 14er oder 16er Haken an einer 12er oder 14er Vorfachschnur, bei gekauften, fertigen Vorfächern entscheiden wir uns i.d.R. für 14er Vorfächer.

Der Köder ist entweder ein kleines Wurmbündel aus Dendrobenas oder ein Madenbündel aus Mindestens drei bis vier Maden oder drei Maden und einem Caster.

Als Futter sollte ein feines, partikelloses Futter verwendet werden welches nach dem Anmischen sorgfältig durchgesiebt wird.

Merkt man das Fisch am Platz ist, wird das Futter noch einmal mit etwas Wasser vermischt so das man eine teigartige Konsistenz erhält. Dieses wird nun etwas fester in den Futterkorb hinein gedrückt, damit das Futter langsamer vom Wasser aus dem Futterkorb heraus gelöst wird.

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

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