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Sturmwochenende auf der Ostsee

 

 

Es sollte wieder einmal eine gemütlich lustige Herrentour mit netten Angelkumpels aus Nord – Deutschland werden . Und so charterten wir uns bei Baltic Kölln in Heiligenhafen den Angelkutter Baltic 3 , um darauf mit 8 Anglern von Samstagabend bis Montagabend einen Angeltörn zum Langeland - Belt in Dänemark zu unternehmen !

Während der Anfahrt sammelte ich , um Anfahrtskosten zu sparen , Jörg aus Bielefeld und Jan und Falk aus Großenkneten ( bei Oldenburg ) ein . Gegen 16 Uhr kamen wir in Heiligenhafen an und besuchten als Erstes den Angelladen der oben genannten Adresse , denn ich brauchte einen neuen Schlafsack ( meine drei sind auf unerklärliche Weise aus meiner Garage verschwunden ) und das Zubehör wie Pilker und Vorfächer musste auch aufgefüllt werden . Auch Wattwürmer hatten wir im Vorfeld bestellt , die jetzt frisch in unsere Kühlboxen landeten . Als wir unsere Einkäufe gemacht hatten , sind wir auf direktem Wege zu dem Steg gelaufen , wo unser Wochenend – Charterboot anliegt und trafen dort die anderen Angelfreunde Degl , Ruedi , Jürgen und Klaus , die ich bisher bis auf Ruedi und Jürgen nur aus dem Internet kannte . Und doch waren wir uns , glaube ich zumindest , auf den ersten Blick sympathisch und freuten uns gemeinsam auf ein herrliches Angelevent im Langeland – Belt .

Erst einmal stellten wir fest , dass wir mal wieder viel zu viele Kühlboxen und viel zuviel Eis mitgebracht hatten , denn an Bord der Baltic 3 ist ein Kühlfach direkt an den Angelplätzen , was auf 1° zu kühlen ist und ein Netz , worin man seine Fänge lebend hältern kann !

Nachdem wir unsere Klamotten auf und unter dem Deck verstaut hatten , bekamen die beiden Skipper eine Einweisung im Steuerstand des Kutters und dann konnte es gegen 19 Uhr losgehen in Richtung Dänemark ! Bis dahin waren die Wettervoraussagen noch einigermaßen gut , zum Montag hin sollten allerdings schon Windstärken bis 8 zu erwarten sein .

Durch mächtig Strömung kamen wir schon um ca. halb 2 morgens vor dem Spodsbjerk an , ankerten bei ca. 4 – 5 Metern Wassertiefe und versuchten zu zweit mit Wattwurm auf Platte zu angeln . Mit gutem Erfolg : die Vorfächer mit zwei Haken und 100 g fingen 14 Schollen in höchstens 2 Stunden !

Nach ein paar Stunden Schlaf fuhren wir an ein paar Stellen in den Belt , um mit Pilkern und Beifängern auf Dorsch zu angeln . Die Windstärke war mit 8 bfd. Nicht gerade leicht zu meistern , doch ließen wir uns davon nicht einschüchtern . Die Strömung war mit 1,8 Knoten jedoch so stark , dass wir immer mehr Gewicht anknoteten , um einigermaßen vernünftig fischen zu können . Zum Leidwesen Aller fuhren wir auf Stellen , die nicht ganz so tief waren , um Fische erbeuten zu können .

Bei ca. 18 Metern kamen die ersten Dorsche an Bord und beim Einholen der zu weit abgedrifteten Pilker gingen auch einige fette , mit knapp 80 cm ziemlich lange Hornhechte auf die Pilker bzw. Beifänger ! Mit zunehmendem Wind konnten wir aber alsbald zu der vernünftigen Entscheidung der Skipper , den schützenden Hafen von Spodsbjerk wieder anzulaufen , nur zustimmen ! Dort genossen wir ein sehr leckeres Gulasch , das Jan zuhause schon fertig gekocht hatte , mit gekochten Nudeln aus der bootseigenen Küche .

Nachdem wir uns dem nächsten aktuellen Wetterbericht angehört hatten , der für die nächsten Stunden eine Unwetterwarnung ausrief , besprachen wir uns darauf in Richtung Fehmarn eventuell noch ein wenig zu fischen . Doch unsere Absicht wurde von dem immer stärker werdenden Wind und dem dabei aufkommenden Seegang absolut zunichte gemacht . Die beste Entscheidung war schnell gefällt : Schnellstens in Richtung Puttgarden dem Unwetter zumindest teilweise zu entfliehen und uns hinter dem Fähranleger in dem Molenschatten zu verschanzen , um dem Gröbsten aus dem Weg zu gehen !

Doch selbst diese Fahrt wurde zum Alptraum eines jeden , der schon einmal seekrank geworden war , zum Glück konnten wir nach dieser Tour alle für uns feststellen , dass wir absolut seefest sind . Das wäre ganz extrem schlimm gewesen , wenn einer von uns das grosse K...... bekommen hätte , es wäre keine Chance zur Hilfe gewesen !

Nun denn , es gelang Falk und Jan uns durch die raue See hinter der Mole zu verstecken , so dass wir den schlimmsten Sturm abwarten konnten . Als es dann endlich wieder ruhiger wurde ging auch gerade wieder die Sonne auf . Wir lichteten den Anker und machten uns mit höchstens 3 Knoten gegen den Wind auf den Heimweg Richtung Heiligenhafen , wo wir dann um 13 Uhr ankamen . Während dieser Fahrt blieben die meisten von uns unter Deck , da man oben eh nicht vernünftig stehen konnte und auch nicht helfen konnte .

Als wir im Hafen anlegten , kam uns die Baltic 4 entgegen , die es trotz heftigen Böen versuchen wollte zu angeln , sie kamen aber nach 2 Stunden wieder in den Hafen zurück , ohne einmal die Ruten benutzt zu haben .

Nichts desto trotz konnten wir wieder festellen , dass sich ein gute , nette Truppe zusammengefunden hat , die bestimmt noch einige Touren gemeinsam bestreiten werden . Dann aber , lieber Rassmus , mit einwenig weniger Wind , vielleicht so um die 4 bfd !!!

 

Ihr habt ein paar schöne Fotos gemacht?

Dann schreibt doch einen kleinen Bericht dazu.

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